4K Bluray - So könnte das Logo aussehenEine Arbeits­grup­pe der BDA (Blu-ray Disc Asso­cia­ti­on), beschäf­tigt sich aktu­ell mit dem The­ma 4K-Blu-Rays. Aktu­el­le Blu-Rays fas­sen ca. 50 GB an Daten, der BDXL-Stan­dard sogar 128 GB. Ein Film in 4K-Auf­lö­sung und 7.1 Sur­round-Sound könn­te die­ses Volu­men aber schnell aus­rei­zen.

Die Lösung scheint es bereits zu geben. Die­se liegt im neu­en H.265-Codec, auch HEVC genannt. Er kom­pri­miert das Video­ma­te­ri­al dop­pelt so gut wie der aktu­ell geläu­fi­ge H.264-Codec, ohne dabei die Qua­li­tät des Videos zu beein­träch­ti­gen. Man geht davon aus, dass ein Film mit 120 Minu­ten ca. 120 GB an Spei­cher­platz benö­tigt. Mit dem neu­en Codec gera­de mal 60GB. Die Rati­fi­zie­rung des Codecs steht uns viel­leicht noch die­sen Monat bevor. Somit wäre die­se Hür­de bereits genom­men.

Das nächs­te Pro­blem steht bereits in unse­rem Wohn­zim­mer. Blu-Ray-Play­er der aktu­el­len Gene­ra­ti­on, wer­den wohl nicht in der Lage sein das Video­ma­te­ri­al in Echt­zeit zu ver­ar­bei­ten. Auch Soft­ware-Updates wür­den hier wohl nichts nut­zen, da die ver­bau­te Hard­ware ein­fach zu schwach ist. Frü­her oder spä­ter müss­ten also neue Abspiel­ge­rä­te her.

Erst 4K-Filme dann 4K-Fernseher?

Ein Vor­schlag des BDA ist es das Press­wer­ke mit neu­em 4KStan­dard, das hoch­auf­lö­sen­de Mate­ri­al auf 4K-Blu­rays zu pres­sen und die­se auf den ganz nor­ma­len Weg ver­mark­ten. Zusätz­li­ch sol­len die ers­ten 4k-Blu-Ray kom­pa­ti­blen Abspiel­ge­rä­te auf den Markt kom­men. Die­se sol­len aber über das Fea­ture ver­fü­gen, UltraHD-Mate­ri­al auf Full­HD Grö­ße her­un­ter­zu­rech­nen. Der Weg wäre somit: Erst Con­tent, dann Fern­se­her.

Kun­den könn­ten sich ihre Ultra HD-Blu-Ray Samm­lung bereits jetzt auf­bau­en, und die Fil­me auf ihren Full­HD- Fern­se­hern genie­ßen. Sobald die Prei­se für 4K-Ferns­her auf ein annehm­ba­res Maß gesun­ken sind, kauft sich “Max Mus­ter­mann” einen neu­en UHD-Fern­se­her und freut sich über das bereits erstan­de­ne 4K-Mate­ri­al.

Für Kun­den, die noch kei­nen Blu-Ray-Play­er ihr Eigen nen­nen, natür­li­ch kein Pro­blem. Für alle BD-Film­fans natür­li­ch ärger­li­ch – hat man sich doch erst einen neu­es Abspiel­ge­rät zwecks 3D-Wie­der­ga­be gekauft.

Die Alternative ist nicht flächendeckend verfügbar

Die ein­zi­ge Alter­na­ti­ve ist Strea­m­ing über das Inter­net. Sony ist ein gro­ßer Fan die­ser Idee . Ande­re Anbie­ter arbei­ten bereits mit Hoch­druck an soge­nann­ten “Strea­m­ing-Boxen”. Doch was nutzt eine Biblio­thek mit 150 4K-Fil­men online, wenn man in sei­nem klei­nen Dorf nur 16.000 kbit/s Inter­net bekommt? Man müss­te bevor man zur Arbeit geht, die “Kis­te” anschmei­ßen und den Film schon ein­mal vor­la­den, damit man zum Fei­er­abend sein wohl­ver­dien­tes, hoch­auf­ge­lös­tes Erleb­nis bekommt.

Auch Inter­net­an­bie­ter, egal ob über Kabel- oder Tele­fon­lei­tung, dürf­ten nicht son­der­li­ch erfreut sein, wenn ein Film­fan, zusätz­li­ch zu sei­nen übli­chen Inter­net-Akti­vi­tä­ten, 1 Ter­ra­byte an Daten in der Woche her­un­ter­läd. Vie­le Anbie­ter weden dies auch nicht unter­stüt­zen. Kabel Deutsch­land z.B. dros­selt den Down­stream ab 10 GB Tages­vo­lu­men auf 100 kbit/s. Dies ist den File­sha­rern geschul­det die stän­dig die Lei­tun­gen zum glü­hen brin­gen.

Wie dem auch sei, 4K-Blu-Rays wer­den kom­men, die Fra­ge ist nur wann und zu wel­chem Preis.

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