Die AfD (Alternative für Deutschland) möchte den Rundfunkbeitrag (GEZ) womöglich abschaffen. Die Partei startete eine Initiative um den Rundfunkbeitrag, in den Landesparlamenten in denen die AfD vertreten ist, aufzukündigen. Doch was würde die Abschaffung der Rundfunkgebühren wirklich bedeuten?


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Man lehne das Prinzip der „Zwangsfinanzierung“ grundsätzlich ab, so Jörg Meuthen am vergangenen Montag auf der AfD-Landtagsfraktion. Fr. Frauke Petry äußerte zudem Kritik an der Arbeit der Öffentlich-Rechtlichen Sender und untermauerte damit die Forderungen der AfD. Vor allem die unzureichende Berichterstattung über die „Kölner Silvesternacht“ und den „Sexualmord in Freiburg“ wurde hervorgehoben. Die AfD sieht den „Bildungs und Informationsauftrag“ nicht erfüllt und fühlt sich daher in ihrer Forderung bestärkt. Die Partei möchte ein eigenes Medienkonzept zu einem späteren Zeitpunkt vorlegen. Darin soll auch festgelegt werden, ob der Rundfunk nur privat, oder nur zu einem kleinen Teil von der Öffentlichkeit finanziert werde. Man räumt aber bereits ein, dass man ganz ohne die öffentliche Unterstützung nicht auskommen kann.

Keine Rundfunkgebühren = schlechteres Angebot?

Was genau passiert, wenn der Rundfunkbeitrag komplett abgeschafft wird, kann sicherlich niemand vorhersagen. Das Angebot sowie die Qualität könnte aber durchaus darunter leiden. Vor allem lokale Sender und Rundfunkanstalten sind in Gefahr wenn das Budget eingeschränkt oder gestrichen wird. Investigative Magazine die Missstände in der Gesellschaft und Wirtschaft aufgreifen sind ebenfalls in Gefahr. Auch das Angebot an Kultur und Unterhaltung müsste wohl eingeschränkt werden. Viele beklagen, dass bei den Öffentlich-Rechtlichen doch eh nur „Mist“ gesendet wird und man nie etwas sehenswertes findet. Diese Aussage mag auf den ein oder anderen zutreffen, der Großteil der deutschen TV-Haushalte scheint aber doch regemäßig auf das Programm von ARD, ZDF & Co. zuzugreifen. Ein gutes Beispiel ist sicher die Tagesschau oder der wöchentliche Tatort die in den Zuschauerstatistiken immer weit vorne liegen. Auch die Lizenzgebühren für die TV-Rechte von Großereignissen, wie die Fußball EM und WM, könnten unter Umständen nicht mehr aufgebracht werden. Im schlimmsten Fall würden die Fußballspiele dann bei privaten Pay-TV Anbietern landen, die sich die Übertragung natürlich teuer bezahlen lassen.

Eine Verbesserung durch die Einsparungen des Rundfunkbeitrages sind wohl nicht zu erwarten. Andere sehen darin wieder eine Chance für private und unabhängige Medien die dann vielleicht ein breiteres Publikum erreichen könnten.

Deine Meinung

In nachfolgender Umfrage könnt ihr angeben, ob ihr für oder gegen die Abschaffung des Rundfunkbeitrages seid. Wir freuen uns natürlich auch über eure Meinung, die ihr unterhalb dieses Beitrages in der Kommentar-Funktion mit anderen Lesern teilen könnt. Aufgrund des hitzig diskutierten Thematik (AfD & Rundfunkgebühren) möchten wir aber darum bitten sachlich zu bleiben.

Soll der Rundfunkbeitrag abgeschafft werden?

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Via: digitalfernsehen.de

AfD möchte Rundfunkgebühren (GEZ) abschaffen
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