Die 64. inter­na­tio­na­len Film­fest­spie­le in Ber­lin prä­sen­tie­ren am 09. Febru­ar 2014 den Film­klas­si­ker „Das Cabi­net des Dr. Cali­ga­ri“ als digi­ta­le 4K Restau­ra­ti­on.

Der deut­sche Spiel­film, wel­cher 1920 von Robert Wie­ne rea­li­siert wur­de, gilt als ein Mei­len­stein der Film­ge­schich­te. Der Stumm­film, wel­cher in 6 Akte unter­teilt ist, wur­de mit Hil­fe von Kame­ra­ne­ga­ti­ven aus dem Film­ar­chiv des Bun­des­ar­chivs und meh­re­rer Ver­leih­ko­pi­en digi­ta­li­siert und restau­riert. Auch der feh­len­de 1. Akt konn­te wie­der her­ge­stellt wer­den. Ermög­licht wird die Restau­rie­rung von der Fried­rich-Wil­helm-Murn­au-Stif­tung, die sich der Restau­rie­rung und Digi­ta­li­sie­rung von klas­si­schem Film­gut ver­schrie­ben hat.

Neben der Bild­qua­li­tät leg­te man bei der 4K Restau­rie­rung auch gro­ßen Wert auf die ori­gi­na­len Fär­bun­gen, wie sie für die dama­li­ge Zeit cha­rak­te­ris­ti­sch waren. Sieht man sich ein paar Sze­nen aus einer unbe­ar­bei­te­ten Fas­sung an (sie­he Video am Ende des Bei­tra­ges), kann man sich vor­stel­len, wie viel Arbeit in der Restau­rie­rung steckt.

Ern­st Sze­be­dits, Vor­stand der Murn­au-Stif­tung: „Durch die welt­weit beach­te­te Ber­li­na­le-Pre­mie­re von Das Cabi­net des Dr. Cali­ga­ri kommt die Digi­ta­li­sie­rung des Fil­mer­bes in den öffent­li­chen Fokus. Was heu­te nicht ver­füg­bar gemacht wird, droht im digi­ta­len Medi­en­zeit­al­ter von der Bild­flä­che zu ver­schwin­den“

Die Urauf­füh­rung auf der Ber­li­na­le wird eine ganz beson­de­re sein. Der Film wel­cher erst­mals lücken­los und in bes­ter Qua­li­tät zu sehen sein. Zudem wird die Musik live ein­ge­spielt, da es sich um einen Stumm­film mit Zwi­schen­ti­teln han­delt. Für den guten Ton sorgt John Zorn, wel­cher den Film auf der Karl-Schu­ke-Orgel der Ber­li­ner Phil­har­mo­nie beglei­ten wird. Die Noten sind teils vor­han­den und teils impro­vi­siert. Die Musik ist im Zusamm­ar­beit mit dem ZDF/ARTE ent­san­den.

Rai­ner Rother, Lei­ter der Retro­spek­ti­ve und Künst­le­ri­scher Direk­tor der Deut­schen Kine­ma­thek:„Die Ber­li­na­le Clas­sics bie­ten ein Forum für die Erst­auf­füh­rung von hoch­wer­ti­gen digi­ta­len Restau­rie­run­gen und Rekon­struk­tio­nen. Wir freu­en uns, 2014 mit Robert Wie­nes Das Cabi­net des Dr. Cali­ga­ri die Auf­füh­rung eines Stumm­film­klas­si­kers par excel­len­ce fei­ern zu kön­nen, des­sen digi­ta­le Restau­rie­rung auch auf eine Kopie aus der Deut­schen Kine­ma­thek zurück­greift.“

Auf der Ber­li­na­le wer­den neben dem Cabi­net des Dr. Cali­ga­ri auch 4K Restau­rie­run­gen der James Dean Fil­me gezeigt.

Das Cabinet des Dr. Caligari (1920):

Quel­le: Berlinale.de

Bild­quel­le: L’Immagine Ritro­vata – Film Con­ser­va­ti­on & Resto­ra­ti­on, Bolo­gna, © Fried­rich-Wil­helm-Murn­au-Stif­tung, Wies­ba­den

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