DisplayHDR: VESA will mit neuem Standard mehr Transparenz schaffen

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Das VESA DisplayHDR-Logo soll für mehr Kundentransparenz beim Monitor-Kauf sorgen!
Das VESA DisplayHDR-Logo soll für mehr Kundentransparenz beim Monitor-Kauf sorgen!

Die VESA (Video Electronics Standards Association) ist den meisten Lesern sicherlich vor allem durch die allseits bekannten VESA-Halterungen bekannt. Aber natürlich kümmert sich die Organisation mit ihren Mitgliedern noch um viele andere Standards. Nun führt man etwa komplett neu den Standard DisplayHDR ein. An der Entwicklung waren unter anderem bekannte Namen wie LG, Nvidia und Samsung beteiligt.


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DisplayHDR ist dabei kein Konkurrenz-Standard zu HDR10 oder das sich mittlerweile ausbreitende Dolby Vision, sondern soll quasi für Hersteller und Kunden durch einheitliche Klassifikationen und Testmethoden Transparenz schaffen. Aktuell zielt DisplayHDR auf PC-Monitore und Notebook-Bildschirme ab. Laut der VESA müsse das aber keinesfalls so bleiben. So könne man sich in Zukunft sehr gut die Erweiterung auf weitere Marktsegmente vorstellen. Hier dürften natürlich das Interesse der Hersteller und die Annahme durch Kunden ausschlaggebend sein.

Nach einheitlichen Testverfahren erhalten Geräte für DisplayHDR dann unterschiedliche Einstufungen. Geprüft werden z. B. die Luminanz, die Farbwiedergabe und die Bit-Tiefe. Im ersten Schritt befasst man sich ausschließlich mit LC-Displays. Hier spezifiziert DisplayHDR 1.0 dann in drei Stufen die Voraussetzungen, welche die jeweiligen Bildschirme erreichen müssen. An der Entwicklung der Vorgaben haben laut VESA mehr als zwei Dutzend Hersteller mitgearbeitet. Mit Dabei waren unter anderem AMD, HP, Intel, LG, Microsoft, Nvidia und auch Samsung. Eine komplette Liste der Mitwirkenden sowie weitere Informationen zum Standard finden sich auf DisplayHDR.org.

Drei Stufen für mehr Transparenz

Laut VESA war die Etablierung von DisplayHDR eine Notwendigkeit, weil aktuell gerade im PC-Markt jeder Hersteller mit HDR im Grunde etwas anderes meine. Die Qualitätsunterschiede seien enorm und für die Käufer größtenteils intransparent. Als offener Standard biete DisplayHDR nun einen Orientierungspunkt, der Details zur konkreten HDR-Leistung liefere. So stuft man nach drei Levels ab:

1. Einstieg (DisplayHDR 400)
2. Mittelklasse (Display HDR 600)
3. High-End (Display HDR 1000)

Display HDR: Drei Abstufungen für mehr Transparenz
DisplayHDR: Drei Abstufungen für mehr Transparenz

Die Anforderungen auf den jeweiligen Stufen sind unterschiedlich (siehe Bild). Beispielsweise muss das jeweilige Display für DisplayHDR400 mindestens 400 Nits an Helligkeit mitbringen. Soll aber DisplayHDR 1000 erreicht werden, sind 1000 Nits die Voraussetzung. Bei DisplayHDR 400 reicht zudem eine 8-bit-Bildverarbeitung aus, während bereits ab DisplayHDR 600 10-bit Voraussetzung sind. Sollten die Hersteller ihre Monitore und Notebooks in de Praxis wirklich mit den jeweiligen Logos kennzeichnen, wäre es für die potentiellen Käufer deutlich leichter einen Überblick zu behalten bzw. die Qualitätsunterschiede bei verschiedenen HDR-Monitoren / – Notebooks zu vergleichen.

DisplayHDR: Diese Unternehmen sind beteiligt
DisplayHDR: Diese Unternehmen sind beteiligt

VESA begründet die Entscheidung, den Einstieg bei 400 Nits anzusetzen, damit, dass dies 50 % mehr Helligkeit gegenüber typischen SDR-Displays entspreche. Man starte wiederum bei 8-bit, weil es immer noch viele Monitore gebe, die nur bei 6-bit plus Dithering verbleiben. Auf den nächsten Stufen setze man die Ansprüche eben jeweils höher an. Partnern stelle man die notwendigen Test-Tools zur Verfügung, so dass im Grunde jeder Hersteller die Möglichkeit habe DisplayHDR für sich zu nutzen.

Erste Produkte  mit DisplayHDR auf der CES 2018

Erste Produkte, welche dem Standard DisplayHDR entsprechen bzw. welche die Spezifikation fürs Marketing nutzen, soll es bereits im Januar 2018 auf der CES in Las Vegas zu sehen geben. Im Grunde handelt es sich hier um einen wichtigen Schritt in Richtung Kundenfreundlichkeit. Denn auch im TV-Bereich wird oft irreführend mit unterschiedlichen HDR-Bezeichnungen wie „HDR Pro“, „HDR Plus“ oder „HDR Super“ geworben, ohne dass für den Anwender klar wäre, was genau hinter den Marketing-Schlagworten steckt.

In dem Sinne bleibt zu hoffen, dass DisplayHDR zunächst im PC-Bereich Fuß fasst und eventuell tatsächlich auch auf weitere Bereiche übertragen wird. Etwa fehlen im Bereich der Projektoren ebenfalls derlei Standards, so dass hier die nächste Baustelle für die VESA gegeben sein könnte.

Performance Kriterien für die VESA DisplayHDR Spezifikation
Performance Kriterien für die VESA DisplayHDR Spezifikation
DisplayHDR: VESA will mit neuem Standard mehr Transparenz schaffen
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