HDBaseT, so nennt sich ein 2010 entworfener Standard zur Übertragung von HD Multimedia Content. Der Clou dabei, die Übertragung aller von HDMI unterstützten Funktionen mit einer Auflösung bis zu 4K erfolgt über ein handelsübliches CAT 5 Netzwerkkabel. Zusätzlich kann über das selbe Kabel das Endgerät mit Strom versorgt werden (Leistung max. 100W). Und wer immer noch nicht überzeugt ist, kann noch parallel einen USB- und einen Netzwerkkanal über das selbe Kabel nutzen!

DieVorteile gegenüber HDMI liegen auf der Hand: Ein preiswertes und weit verbreitetes Übertragungskabel, welches sich leicht auch über größere Entfernungen verlegen lässt (maximal 100m mit einem Kabel) und zudem das angeschlossene Gerät mit Energie versorgen kann.  AquaVison hat auf der InfoComm 2013 bereits einen solchen  „Single Wire“ Fernseher mit HDBaseT Schnittstelle vorgestellt.

Keine Kompression notwendig

Man sollte meinen bei Kabellängen bis 100m müssen die Datenpakete stark komprimiert werden. Aber keines Wegs. Alle unkomprimierten Formate von HDMI können übertragen werden. Das hat den Vorteil, dass es keine Qualtitätsverluste durch Dekompremierungs-Verfahren am Endgerät gibt.

HDMI ist für die meisten Anwendungen bisher völlig ausreichend und mit Version 2.0 sollten auch längere Übertragungswege möglich werden. Doch viele Verbraucher haben bereits ein Heimnetzwerk und wären sicherlich an der Vielseitigkeit und Konnektivität von HDBaseT interessiert. Außerdem ist die Technik günstig und der Kabelsalat hinter dem Fernsehgerät hätte endlich ein Ende. Kein Wunder also das die „HDBaseT Alliance“ mit Mitgliedern wie Panasonic, Epson, Hitachi, Pioneer, Onkyo oder Belkin darauf hin arbeitet, dass sich dieser Standard weiter verbreitet.

Weitere Geräte mit HDBaseT Schnittstelle, darunter Beamer und High-End AV-Receiver sollen bereits nächste Woche auf der CE Week in New York zu begutachten sein.

 Via: cnet.com

HDBaseT: 4K, USB und mehr via Netzwerkkabel
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