Autsch! Anders lässt sich die Situation für Netflix nicht beschreiben. Anscheinend ist es Hackern gelungen, den HDCP 2.2 Kopierschutz zu umgehen oder gar zu knacken. Erstes Opfer ist die Pilot-Episode von Breaking-Bad welche nun in 4K in diversen Torrent-Portalen zum Download angeboten wird.


Wie kommt die fast 18 GB große Episode von Breaking Bad ins Netz? Mit dieser Frage beschäftigt sich nicht nur Netflix, sondern sicherlich auch andere Anbieter die für den Vertrieb ihrer 4K Inhalte auf den HDCP 2.2 Kopierschutz setzen. Nicht zuletzt die 4K Blu-ray nutzt diesen Kopierschutz und wäre somit vor dem eigentlichen Start bereits „geknackt“. Für den „Hack“ zeigt sich die Gruppe iON verantwortlich, welche die verlustfreie Aufnahme über die HDMI-Verbindung abgreifen konnte. Die Folge ist mit „Breaking.Bad.S01E01.Pilot.2160p.NF.WEBRip.DTS.x264-iON“ benannt und selbst h.264 kodiert (daher auch die Größe von rund 18 GB).

Führt das HDCP 2.2 Wasserzeichen zu den „Hackern“?

Der HDCP 2.2 Kopierschutz fügt zu jedem Stream ein sogenanntes „Watermark“ (Wasserzeichen) hinzu, welches aber nur im Datenstream auftaucht, aber nicht in der Bild- oder Tonwiedergabe. Da jedem Stream ein eigenes Wasserzeichen zugeordnet ist, sollte es ein leichtes sein, herauszufinden woher der Leak ursprünglich stammt. Sollten sich die Leaker mit einem falschen Account auf Netflix angemeldet und ihre Spuren im Internet getarnt haben, wird die Suche nach den Übeltätern ein schnelles Ende nehmen. Zudem besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass die Gruppe iON dieses Wasserzeichen vor der Veröffentlichung der Datei dieses Watermark herausgelöst haben, womit eine Verfolgung nicht mehr möglich wäre.

Piraterie stellt ein Problem für Streaming dar

Egal ob es sich um Produktpiraterie handelt, oder um das illegale Verteilen von geschützten Inhalten, in vielen Fällen bekommt der ehrliche Verbraucher diese Auswirkungen zu spüren. Auch wenn man einen „Raubkopierer“ nur schwer zu einem ehrlichen Kunden erziehen kann, so lassen sich die Firmen diese „Umsatzausfälle“ vom treuen Kunden bezahlen und benutzen diesen Umstand gerne einmal um scheinbar überhöhte Preise für Medien zu rechtfertigen. Zudem ist es mehr als peinlich für die Ingenieure die hinter dem HDCP 2.2 Kopierschutz stehen wenn dieser nach kürzester Zeit geknackt oder umgangen wurde. Der Vorläufer HDCP 1.4 hat wenigstens mehrere Jahre gehalten, bevor der „Master Key“ im Herbst 2010 veröffentlicht wurde.[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

HDCP 2.2 bereits gehackt? Breaking Bad 4K taucht auf Torrent-Portalen auf
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