HDMI 2.1: Ist mein 4K Fernseher zukunftssicher? (Update)

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HDMI 2.1
HDMI 2.1

Das Schreckgespenst „HDMI 2.1“ schwebt über den Köpfen des Ultra HD Standards. Nutzer sind verunsichert, ob ihr Fernseher auch in Zukunft alle 4K-Inhalte unterstützen wird. Wir geben euch einen kleinen Einblick, was sich hinter HDMI 2.1 verbirgt. 


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UPDATE 02-01-2017: Wie uns Rob Tobias, seines Zeichens President der HDMI Licensinc LCC, via Twitter mitteilte, wird auf der CES 2017 die neue HDMI 2.1 Spezifikation vorgestellt. Diese soll den rund 1.600 HDMI Mitgliedern neue Möglichkeiten eröffnen. Ausführliche Informationen zu HDMI 2.1 werden erst zur Pressekonferenz der HDMI Licensing am 04. Januar erwartet.

Originalmeldung: 4K Fernseher aus 2015 und 2016 sind meist mit HDMI 2.0a oder HDMI 2.0b Anschlüssen ausgestattet. Diese unterstützen die HDR-Metadaten, welche über Streaming oder 4K Blu-ray zur Verfügung gestellt werden. Kompatible TV-Geräte profitieren bereits jetzt von der erhöhten Farbtiefe und erweiterten Dynamikumfang. Die HDR-Unterstützung wird auch noch für mehrere Jahre gegeben sein, die Frage ist eher:„Was für HDR-Inhalte möchten wir in Zukunft sehen“? Das etablierte Format ist HDR-10, das auch beim Streaming oder der 4K Blu-ray zum Einsatz kommt. Ein weiteres Format nennt sich Dolby Vision und wird bereits von einigen Streaming-Anbietern unterstützt. Filme in Dolby Vision auf UHD Blu-ray sind geplant, aber noch nicht erhältlich.

Philips fordert neuen HDMI 2.1 Anschluss

Neben diesen beiden Formaten, gibt es noch einen dritten Vorschlag von Philips, der einen neuen HDMI 2.1 Anschluss für dynamische HDR-Metadaten fordert. Filme und Serien, die bereits mit HDR über unsere Bildschirme laufen, werden mit konsistenten, statischen Metadaten ausgeliefert. Mit einer dynamischen Lösung könnten Filmemacher Szene für Szene einzeln optimieren. Ein 4K-Stream könnte zudem von HDR- sowie SDR-Fernseher empfangen werden. Standard Dynamic Range Fernseher können davon nicht profitieren, das „runterrechnen“ würde aber nicht unter der HDR-Verarbeitung des Ausgangsmaterials „leiden“.

Ein ähnliches Szenario wäre auch bei TV-Übertragungen mit HDR denkbar. Ein dynamischer Stream könnte von 4K Fernsehern mit und ohne High Dynamic Range gleichermaßen empfangen werden. Bei TV-Übetragungen gibt es wiederum einen eigenen Lösungsvorschlag, der sich „Hybrid Log Gamma“ nennt. Vor allem bei der Live-Produktion arbeitet man unter ganz anderen Umständen, als wenn man einen Film in tagelanger Arbeit, Szene für Szene für HDR-Fernseher optimiert. Hybrid Log Gamma könnte ggf über ein HDMI 2.0c Update abgedeckt werden. Sicher ist dies aber leider noch nicht. Sollten die Anforderungen von HLG die Vorgaben von HDMI 2.0b/c überschreiten, müsste man ebenfalls auf eine neue HDMI 2.1-Version umschwenken.

Dolby würde neuen Anschluss begrüßen

Dolby Vision baut eigentlich bereits auf dynamische Metadaten auf. Kompatible TV-Geräte (LG, Vizio, TCL) die bereits auf dem Markt erhältlich sind, können diese lt. Angaben von Dolby auch bereits verarbeiten. Dolby würde sich über eine flächendeckende Lösung mit dynamischen Metadaten freuen. Das wäre nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für Ersteller von Inhalten interessant, die somit auf den Dolby Vision Masterin Workflow zurückgreifen können.

Fazit

Das Thema HDR (High Dynamic Range) beherrscht aktuell die UHD-Welt. Das Thema ist hochkomplex und nicht einmal Brancheninsider behalten bei HDR den kompletten Überblick.

Für den Endverbraucher können wir folgende Prognose abgeben: 4K Ultra HD Fernseher aus 2016 mit HDR-Unterstützung sollten auch in Zukunft die erwartete Bildqualität des UHD-Standards abbilden können. Dafür ist kein neuer HDMI 2.1 Anschluss nötig. In zukünftigen TV-Modellen, könnte aber ein HDMI 2.1 Anschluss verbaut werden. Dies würde vor allem der Industrie einiges erleichtern.

Sollten in den zukünftigen Phasen des Ultra HD Standards Anforderungen wie z.B. erhöhte Bildfrequenzen (120hz/240hz) oder 8K Auflösung (7.680 x 4.320) Einzug halten, wird man um einen neuen HDMI-Anschluss leider nicht mehr herum kommen.[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

HDMI 2.1: Ist mein 4K Fernseher zukunftssicher? (Update)
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10 KOMMENTARE

  1. @dogh Das gleiche Gefühl habe ich auch. Wenn du mich fragst, geht es im Kern DOCH immer nur darum, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen und sich einen Grund auszudenken, warum der 4.000 EUR Fernseher von vor 3 Jahren heute praktisch nichts mehr wert ist. Wenn ich jetzt Sachen lese wie „HDR ist die Revolution auf die du gewartet hast“ (Q: http://www.welches-hdmi-kabel.de/hdmi-hdr-10-vs-dolby-vision/) könnt ich praktisch kotzen. Wenn wir mal ehrlich sind: Das Bild auf den modernen TV Displays ist heute bereits brilliant und sofern man keine Tomaten auf den Augen hat, kann man da kaum noch eineN Unterschied im High-End Bereich erkennen. Viel wichtiger wäre doch, dass die Geräte in Sachen Bedienung und Software endlich mal besser werden. Nicht nur schneller, sondern auch komfortabler und sicherer.

  2. In HDR steckt doch schon das Wort „dynamic“. Dynamisches HDR ist doch demnach ein total redudanter Begriff. Oder ist der hoche Dynamikbereich so wie er nach dem Standard HDMI 2.0 herrscht niemals tatsächlich dynamisch gewesen?

  3. Thunderbolt 3 kann 40Gbit/s , FibreChannel oder überhaupt optische Übertragung hätte auch noch Luft nach oben, je nach dem wie man das neu bauen würde. In der Servertechnik gibt es 100GBit/s LichtwellenLeiter, LWL und die Länge des Kabels darf auch locker 10m sein.
    Angst hat die Industrie doch bloss vor dem pösen pösen Kaub-Ropierer. HDMI find ich allein wegen dem ewigen Metal-kontaktiert-Metal und allen Problemen rundherum einfach scheisse.
    Nochdazu, dass ich mir seit Jahren keinen Fernseher kaufen kann, weil der dann in einem Jahr veraltet ist.

    Die Jugend, mittellos und der Bevormundung überdrüssig hat sowieso schon entschieden:
    TV, AV-Receiver, Bluray, 4K etc. KAUF ICH NICHT.
    Ton is mir egal,
    Auflösung ist aufm Handy egal,
    Ich kuck youtube und wenn das was kostet, such ich die nächste kostenlose Plattform auf.

    Grund: Die Unmenge alter Menschen, lässt es nicht zu, dass selbst die klügsten jungen Leute genug Geld verdienen für die eigenen 4 Wände.
    Da bleibt kein Geld für Luxus.

    Und die Alten, die sich die neuesten 4K Sachen kaufen, merken die Verarschung der Industrie in Form von Beta-Firmware, programmierte Obsoleszenz, und Inkompatiblität zu spät, jedoch entscheidet sich der verägerte Kunde dann auch nicht mehr wieder für einen Neukauf sondern erträgt es einfach die nächsten 10Jahre von „Erungenschaften“ der Technik ausgeschlossen zu sein.
    Manch einer hört sogar einfach simples Radio.

  4. @ Auror

    Wie naiv kann man eigentlich sein ?
    Es geht nicht darum das sie es nicht können, sie wollen es einfach nicht ! Da sich bei TVs gücklicherweise noch nicht der Trend des jährlichen Neukaufs von alleine durchgesetzt hat, muss die Industrie eben andere Wege finden um uns zum Neukauf zu nötigen und wie geht das besser als mit einer neuen „verbesserten“ Anschluß/Kabelversion 😉

  5. Monster Black Platinum HDMI scheinen für HDR 4k@24 (10 bit) RGBE/4:4:4 die beste Wahl, mit ihren 27Gbps.

  6. Warum gibts keine HD-SDI Anschlüsse wie es be der TV Produkten verwendet wird, Statt die empfindlichen HDMI Anschlüse.
    Ist ja schon in etlichen besseren 4 K Video-Kameras integriert.

  7. HDMI ist und bleibt eine Fehlgeburt. Die Verantwortlichen haben es ja noch nicht mal geschafft, dass man per ARC HD-Ton Formate nutzen kann, geschweige denn nur Tonspur ohne Videostream per HDMI zu übertragen.

  8. Und vor allen Dingen können die wenigsten Kabel bei distanzen von 8 oder 10m wirklich die volle 2.0 Bandbreite zur Verfügung stellen. Selbst wenn noch so highspeed draufsteht. Durfte erst erleben dass ein 4k60hz Signal mit 8bit 4:4:4 erst das 5. Kabel bei 10m konnte. Selbst bei einem 500€Kabel von aufioquestkabel oder inakustik blieb der Bildschirm schwarz.
    Wens interessiert: das Lindy Gold Standard kanns.

  9. Das man es nie schafft einen Anschluß zuveröffentlichen, der genug Luft hat die zu erwartenen Datenbandbreite der nächsten 10 Jahren zu übertragen….vorallem bei HMDI.

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