Der neue HDMI 2.1 Standart ebnet den Weg für das Entertainment der Zukunft. Der Standard erlaubt Auslösungen von bis zu 8K/60p, HFR 4K/120p, sowie dynamisches HDR & Bildfrequenzen. Neue Kabel und Anschlüsse sind Pflicht!


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Es wird zeit die Fackeln und Mistgabeln kurz zur Seite zu legen und sachlich über den neuen HDMI 2.1 Standard zu berichten. Ja auch wir gehen mit gemischten Gefühlen in dieses Thema, aber wie jede Veränderung hat auch diese positive Seiten. Es kann gut sein, dass viel für die nächsten 10 Jahre gar nicht auf HDMI 2.1 angewiesen sind. Womöglich schleicht sich der neue Standard genau so in unser Leben wie es HDMI 2.0 vor 2-3 Jahren geschafft hat. Version 2.1 ist eine Weiterentwicklung und die Basis für die Übertragung von Audio- & Videoinhalten in der Zukunft.

HDMI 2.1 mit 8K/60p und 4K/120p

Ob diese Zukunft auch für uns eintrifft, ist schwer zu sagen. Mit HDMI 2.1 werden Auflösungen einschließlich 8K/60p unterstützt. 8K ist teil der UHD-Spezifikation, in Europa ist die Etablierung von 8K oder „Super UHD“ nicht geplant. Interessanter sind hier schon die High-Frame-Rate Wiedergaben mit maximal 4K/120p. Bei Sportübertragungen oder Action-Filmen wäre dies schon ein Faktor, der die Bildqualität bei schnellen Bildern verbessern könnte.

Neue 48G Kabel und Anschlüsse

So viele Daten benötigen natürlich Platz, nicht nur auf physischen Medien oder Festplatten, sondern auch auf dem Daten-Highway zwischen Videoquelle und TV-Gerät. Deshalb wird es eine neuen Kabel-Kategorie „48G“ geben, die eine Bandbreite bis zu 48 GBit/s gewährleistet (Zum Vergleich: HDMI 2.0 setzt auf aktuell 18 Gbit/s).

Die HDMI Licensing gab auch einen Hinweis, dass mit HDMI 2.1 dynamische Übertragungen von HDR möglich wäre. Formate wie Dolby Vision setzten viel auf das dynamische Modell, womit für jede Szene, gar für einzelnen Frame der Helligkeitswert festgelegt werden kann. Bei HDR-10, das vermehrt bei 4K Blu-rays und UHD Streams zum Einsatz kommt muss dieser Wert einmal statisch für den kompletten Film gesetzt werden. Sehr unschön für Filme, die zwischen hellen und dunklen Szenen wechseln. Ausführliche Informationen zu den dynamischen HDR-Modellen wurden aber noch nicht mitgeteilt.

Variable Bildwiederholungsrate

Sehr cool: Variable Bildfrequenzen könnten genau dann mehr Bilder liefern, wenn diese benötigt werden. Szenen ohne viel Bewegung könnten so mit 24 Bildern pro Sekunde übertragen werden, benötigen somit weniger Speicher, actionreiche Szenen mit viel Bewegung ziehen die Framerate dann nach oben auf 50 oder gar 120fps. So bleiben Details erhalten, die benötigte Bandbreite steigt aber an. Standbilder wären womöglich mit 1 Bild pro Sekunde darstellbar. Alles noch im Raum stehende Ideen, die von HDMI nicht weiter ausgeführt wurden.

HDCP Kopierschutz wird nicht verschärft

Auf der positiven Seite muss man auf jeden Fall setzen, dass der HDCP Kopierschutz nicht verschärft wurde. Das freut uns auf jeden Fall! Die neuen Spezifikationen starten zum 2. Quartal 2017.

Via: heise.de

HDMI-Version 2.1 für 8K/60p, 4K/120p, dynamisches HDR & variable Bildfrequenzen
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