Beginnt das „3D Sterben“ nun auch im Kino? Der Kinobetreiber IMAX hat angekündigt weniger 3D-Versionen von Filmen zu zeigen, um die 2D-Versionen zu stärken. IMAX CEO Greg Foster nennt diesen Prozess „auslaufen lassen“


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Der Grund für diese Entscheidung fundiert natürlich auf finanziellen Interessen des Unternehmens. Im 2. Quartal 2017 hatten die IMAX-Kinos mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang zu kämpfen. Um die Zahlen wieder nach oben zu treiben, möchte man sich mehr auf 2D-Versionen von Filmen konzentrieren. Als Beispiel nannte Foster den Kriegsfilm „Dunkirk“, der ausschließlich als 2D-Version vorlag und sehr gute Einspielergebnisse erzielt hatte. Die IMAX Kinos würden sich so Kosten für die 3D-Projektions-Technik sparen, die dann unter Umständen in neue Technologien wie HDR gesteckt werden können.

3D recht populär in Deutschland und Asien

Zudem möchte man die Spielzeit einzelner Filme kürzen. Ausgewählte Titel würden dann gerade einmal 1 Woche in den IMAX-Kinos laufen. Blockbuster, die im speziellen IMAX-Format vorliegen, sollen dagegen weiterhin für längere Zeit dem Publikum zugänglich gemacht werden. In Deutschland schlägt sich das 3D-Format eigentlich ganz gut, wie ein zuletzt veröffentlichter Bericht der Filmförderungsanstalt (FFA) zeigt. In anderen westlichen Ländern scheint das aber nicht der Fall zu sein. In Asien hingegen gibt es einen rechten „3D Boom“. Von 2011 bis 2015 haben sich die Anzahl der 3D-Kinos mehr als verdreifacht. In den USA waren die Zahlen im gleichen Zeitraum auf einem konstanten Wert geblieben.

Als erster Blockbuster wird „Blade Runner 2049“ exklusiv in 2D in IMAX-Kinos laufen, obwohl eine 3D-Version vorliegt.

IMAX möchte 3D-Filme „auslaufen lassen“
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