Ist 4K der Treibstoff damit VR-Brillen richtig durchstarten können?

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Virtual Reality
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Virtual Reality oder kurz „VR“ war eines der bestimmenden Themen in der Technik-Welt der letzten 3 Jahre. Erste VR-Brillen von HTC, Oculus oder Sony haben es bereits auf den Markt geschafft mit teils überragenden Erfolg. Doch so ganz kommt VR noch nicht aus seiner Nische heraus. Ist 4K vielleicht genau der Treibstoff den VR-Brillen benötigen um richtig durchzustarten?

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Virtual Reality ist noch weit davon entfernt eine akzeptierte Art der Unterhaltung zu sein. Das liegt weniger am Ruf der neuen Technik, sondern wohl eher daran, dass das VR-Erlebnis eine recht hohe Investition voraussetzt und qualitativ noch nicht dort angekommen ist wo Nutzer und Hersteller hin möchten. Viele interessieren sich für VR, haben auch vielleicht schon die ein oder andere VR Brille getestet. Obwohl sich viele begeistert zeigen von der neuen Technik, sind nur die wenigsten restlos überzeugt. Kein Wunder – steht das neue Entertainment-Erlebnis noch in den Kinderschuhen. Das Thema nimmt Fahrt auf, damit private Nutzer sowie die Industrie aber nicht das Interesse verlieren ist es nun wichtig dieses Momentum beizubehalten – ja vielleicht sogar noch etwas mehr Gas zu geben.

Das die Ingenieure bereits an neuen VR-Lösungen arbeiten steht außer Frage. Neue Geräte werden den Fokus sicherlich vor allem auf die Bildqualität legen. Bereits erhältliche VR-Brillen liefern einen guten Einblick in eine Welt, die so nur die wenigsten erleben durften. Doch schnell wird klar, man möchte nicht lange durch eine Brille schauen in der die Gitterstruktur und teilweise einzelne Pixel zu erkennen sind. Unweigerlich kommt einem der Vergleich mit einer Mikrowelle in den Sinn, deren durchsichtige Front meist eine Gitterstruktur aufweist.

Immersives VR nur mit 4K?

Die Lösung für dieses Problem ist denkbar einfach, wenn nicht gar simpel. Die Displays in den VR-Brillen benötigen eine höhere Auflösung – so hoch, dass die Gittersturktur oder einzelne Pixel vom Auge nicht mehr erfasst werden können. Kleine, leichte Displays mit 4K Auflösung sind verfügbar und finden auch bereits in ersten VR-Brillen Verwendung. Die PiMAX 4K VR löst z.B. mit 3.860 x 2.160 Bildpunkten pro Auge auf. Eine Pixelstruktur ist nicht mehr zu erkennen und man kann fast vergessen, dass man sich in einer virtuellen Realität befindet. Zum Vergleich: Die Auflösung populärer VR-Lösungen liegt bei 1.080 x 1.200 (HTC Vive) oder 960 x 1.080 (Playstation VR) pro Auge.

Mehr Bilder pro Sekunde!

Doch nicht nur die Auflösung alleine, lässt den Nutzer glauben, er befinde sich auf dem Mount Everest oder mitten in einer Weltraumschlacht. VR-Brillen, die das Bild verändern indem der Träger seinen Kopf bewegt benötigen auch eine hohe Bildwiederholungsrate damit Nachzieh-Effekte (Lag) nicht aufkommen kann. Die Kombination aus 4K-Auflösung und Bildwiederholungsraten von 90Hz, vielleicht sogar 120Hz, stellt aber noch eine große Aufgabe dar – vor allem für die Ingenieure. Hier wird das Thema HDMI 2.1 vielleicht in der Zukunft interessant für die VR-Technik.

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Interessante Inhalte für VR-Brillen

Der dritte und nicht zu verachtende Punkt sind die Inhalte. Was bringt einem die beste Bildqualität in einer VR-Brille, wenn einem nichts antreibt, diese auch immer wieder zu nutzen? Mit Inhalten steht und fällt ein Entertainment-Format. Hier ist eigentlich vor allem die Industrie gefördert den Entwicklern eine stabile Plattform um alle möglichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Spiele, Programme und Videos müssen schnell und kostensparend in die bestehenden VR-Lösungen integrieren werden können. Die technischen Komponenten und Inhalte müssen aber auch dem Endverbraucher zugänglich sein. Eine ausgewogenes Preisniveau ist hier unabdingbar. Die Anschaffungskosten müssen überschaubar bleiben.

Fazit

Das einnehmende (immersive) Gefühl das nur Virtual Reality bieten kann, steht und fällt mit der Auflösung, der Bildwiederholungsrate und natürlich den Inhalten. Nur wenn der Nutzer vergessen kann, das er eine VR-Brille auf den Kopf hat und sich ganz dem Erlebnis hingeben kann, ist der Auftrag von Virtual Reality erfüllt. Womöglich ist dieser Schritt nur mit der erhöhten 4K Auflösung möglich und neuen Standards wie HDMI 2.1 möglich.

In Kooperation mit: Netzsieger.de

Ist 4K der Treibstoff damit VR-Brillen richtig durchstarten können?
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1 KOMMENTAR

  1. Ich gebe euch völlig recht damit, dass wenn die VR-Brillen eine höhere Auflösung und mehr Frames haben das eintauchen in die virtuelle Welt deutlich glaubhafter wird und dadurch auch sicher nochmals um einiges mehr Spaß bringen wird. Aber der Inhalt spielt auf jeden Fall auch fast so eine wichtige Rolle wie die Auflösung.

    Ich selbst habe z.B. die PSVR mit der PS4 Pro und da ist es aktuell so, dass es Spiele gibt die einen trotz der noch niedrigen Auflösung wunderbar virtuell eintauchen lassen und die „schlechte“ Grafik nicht auffällt oder nicht so sehr ins Gewicht fällt. Doch das ist bisher leider eher die Ausnahme, die meisten Spiele kann man bisher total vergessen in jeglicher Hinsicht. Warten wir mal den 24.01. ab wenn Resident Evil rauskommt, welches ja der erste VR „Meilenstein“ werden soll.

    Zusätzlich ist das motion sickness Problem, dass so gut wie jeder VR-Brillenbesitzer kennt aktuell auch noch ein sehr großes Thema an dem die Entwickler arbeiten müssen und auch schon machen. Ich z.B. habe große Probleme damit.

    Wir werden sehen, es ist auf jeden Fall noch sehr viel Luft nach oben aber es ist meiner Meinung nach auf jeden Fall die Zukunft des Gamings und wer ein VR-Brille schon mal mit dem richtigen Spiel auf hatte ist in der Regel mehr als begeistert.

    LG Feigi

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