LG schließt LCD-Produktionen – Milliarden-Investitionen in OLED-Sparte

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Auch viele Dritthersteller wie Loewe setzten bei ihren Premium-Modellen auf OLED (Abgebildet bild 3 Serie)
Auch viele Dritthersteller wie Loewe setzten bei ihren Premium-Modellen auf OLED (Abgebildet bild 3 Serie)
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LG Display schließt erste LCD Produktionsanlagen um „Platz“ für OLED zu schaffen. Die Nachfrage von großflächigen LCD-Displays währe stark rückläufig, OLED Panels zeigen dagegen einen positiven Trend.


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LG Display wird seine Gumi P4 Produktionsanlage für LCD (Liquid Crystal Displays) bis Ende 2017 schließen. Die Ankündigung von LG Display Vizepräsident Han Sang-beom kommt für die Mitarbeiter aber nicht überraschend. Bereits im Juli gab man bekannt, die P2, P3 und P4 Produktionslinien schließen zu wollen. Die steigende Nachfrage von OLED Displays beschleunigt nur das Auslaufen der in die Jahre gekommenen Display Technik. LG Display wird die P2, P3 und P4 Linien vorerst nicht für die Herstellung anderer Displays nutzen. Marktbeobachter schätzen, dass bereits in der nahen Zukunft die Anlagen auf die Produktion von großflächigen OLED-Displays umgebaut werden könnten, um die steigende Nachfrage zu befriedigen.

Han Sang-beom: „Es wird aktuell keine zusätzlichen Investitionen in LCD geben. Es gibt High-End Kunden, die High Resolution Produkte wollen. Wir haben Pläne für ergänzende Investitionen.“

Die angesprochenen Investitionen werden natürlich im OLED-Sektor erfolgen. Um die 16-20 Milliarden US Dollar wird LG Display bis 2020 in die Produktionsanlagen P10 und E6 in Paju, E5 in Gumi und die Anlage in Guangzhou (China) investieren.

In diesem Jahr, lag die Produktionskapazität für großflächige OLED-Displays bei um die 2.5 Millionen. Im Jahr davor waren es noch 1.7 Millionen. Bis 2020 möchte man auf bis zu 6 Millionen Displays kommen. Neben der Erhöhung der Produktionskapazitäten ist die Optimierung der Kosten für OLED-Displays natürlich ein großer Faktor. Aber auch hier scheint es große Fortschritte zu geben. Während ein OLED-Display mit 55 Zoll im ersten Quartal 2015 noch um die 1.200 US-Dollar kostete, sind es im zweiten Quartal 2017 nur noch um die 580 Dollar. Die kosten für ein LCD-Display mit 55 Zoll liegt aktuell bei um die 300 Dollar. Bei einer stetigen Preisoptimierung, wie sie in den letzten Monaten erreicht wurde, könnte in 2020 ein OLED Display so viel kosten wie ein LCD-Display.

LG schließt LCD-Produktionen – Milliarden-Investitionen in OLED-Sparte
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