Ama­zon Video auf Kre­ta, Net­flix auf Mal­lor­ca – lt. den Plä­nen der euro­päi­schen Uni­on sol­len Nut­zer inner­halb der EU ihre Strea­ming-Diens­te auch außer­halb des Lan­des­gren­zen nut­zen kön­nen. Eine ent­spre­chen­de Ver­ord­nung sei bereits auf dem Weg.


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Nur weil man in den Urlaub fährt, ist das noch lan­ge kei­ne Garan­tie, dass Wet­ter und Gesund­heit mit­spie­len. Da kann es unter Umstän­den auch mal ganz gut sein, wenn man sich gemüt­lich ein paar Fol­gen sei­ner Lieb­lings­se­rie auf dem Hotel­zim­mer anse­hen kann. Die meis­ten Strea­ming-Diens­te las­sen dies aber nicht zu und unter­bin­den die Nut­zung in ande­ren euro­päi­schen Län­dern über soge­nann­tes Geo­blocking. Die­se Län­der­sper­re könn­te aber bald der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren wie “Der Spie­gel” berich­tet. Eine neue “Por­ta­bi­li­täts­ver­ord­nung” soll gewähr­leis­ten, dass im Aus­land kei­ne Zusatz­kos­ten anfal­len und die Diens­te wie im Inland funk­tio­nie­ren.

Live-Fußball an abgelegenen Stränden

Auch wenn die Ver­ab­schie­dung der Ver­ord­nung so gut wie sicher ist, ist die Umset­zung sicher­lich nicht so ein­fach. Es bleibt die Fra­ge offen, wie genau ver­fah­ren wird, wenn ein Strea­ming-Anbie­ter Inhal­te in einem Land anbie­tet, für das sie eigent­lich kei­ne Rech­te hat. Auch Account-Sharing könn­te durch die neue Rege­lung weit­aus pro­ble­ma­ti­scher wer­den, vor allem wenn die Prei­se für die Diens­te inner­halb der EU schwan­ken. Zudem stößt die­se Rege­lung den Hol­ly­wood-Stu­di­os sau­er auf, die ihre Inhal­te für jeden Markt ein­zeln ver­han­deln wol­len. Für den Nut­zer erge­ben sich hin­ge­gen eigent­lich nur Vor­tei­le. Wer z.B. das Ange­bot von Sky Go nutzt, könn­te somit auch im Urlaub die Fuß­ball-Bun­des­li­ga live am Strand ver­fol­gen.

Via: digitalfernsehen.de

Net­flix auf Mal­lor­ca: EU will Strea­ming-Geo­blocking auf­he­ben
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