OLED gegen LCD – der ultimative Vergleich in Zusammenarbeit mit flatpanelshd.com. Welche Display-Technik hat die Nase vorne, OLED oder LCD?


Wir möchten mit einer technischen Erklärung der beiden Panel-Arten beginnen und uns dann dem direkten Vergleich zwischen OLED und LCD widmen. Dabei treffen wir keine pauschale Aussage welche Display-Technik die bessere ist, sondern “durchleuchten” alle Faktoren die die Bildqualität beeinflussen. In diesem Artikel widmen wir uns auch nur den Panels, die wohl die wichtigste Komponente eines TV-Gerätes darstellt, aber durch weitere Komponenten wie dem TV-Chassis, darüberliegende Filter, Bildprozessoren oder ähnliches beeinflusst werden können.

LCD Panels

Die LCD-Technik hat sich in den letzten 10 Jahren nicht wesentlich verändert. LCD ist die Abkürzung für “Liquid Crystal Display” und beschreibt die aktiven Elemente des Displays – die Flüssigkristalle. Die Lichtquelle liegt dabei hinter der LCD-Schicht die aus einer Anordnung von LEDs (Light Emitting Diodes) besteht. Erste LC-Displays wurden sogar noch von Leuchtstofflampen (CCFL) beleuchtet. Die LEDs sind dabei meist am Rand des Displays (Edge-LED) oder direkt hinter der LC-Schicht (Direct-LED) angeordnet.

Mit einer LED-Beleuchtung entlang der Display-Kante (Edge-LED) ist es schwer die Lichtintensität einzelner Bildbereiche zu steuern. Das Licht muss sich nämlich über die ganze Breite bzw. Höhe des Bildes erstrecken. Die Lichtintensität kann also nur über ein komplettes Zonen-Band geregelt werden. Mit LEDs die direkt hinter der LCD-Schicht angeordnet sind, ist es einfacher die Helligkeit für einzelne Bildbereiche zu steuern. Meist sind die LEDs in einer Gitterstruktur angeordnet in der einzelne oder mehrere LEDs zu Dimming-Zonen zusammengefasst werden. TV-Geräte mit direkter LED-Hintergrundbeleuchtung können bis zu 5.200 einzelne Dioden besitzen. Dies ist aber nur speziellen 100 Zoll Displays der Fall. Dabei versorgt eine Dimming Zone ca. 1.600 Pixel mit Lichtinformationen (bei Ultra HD Auflösung 3.140 x 2.160 = 8.294.000 Pixel). Bei aktuellen 4K Fernsehern kann sich die Anzahl der direkt beleuchteten Zonen stark unterscheiden. Von 6 bis 512 Zonen ist alles möglich.

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Das Licht wird typischerweise durch mehrere Kunstoffschichten “gefiltert” um eine homogenere Verteilung des Lichts zu erreichen. Diese Schichten liegen zwischen der LC-Schicht und der LED-Lichquelle. Man kann sich diese Schichten wie “Rolläden” vorstellen, die geöffnet und geschlossen werden um den Lichteinfall zu steuern. TV-Hersteller sprechen hier auch oft von “Local Dimming”. Wenn ein LCD-TV über eine direkte LED-Hintergrundbeleuchtung sowie mehrere Filter verfügt, nehmen diese meist mehr Platz ein, als wenn nur eine simple EDGE-LED Beleuchtung zum Einsatz kommt. Ein dickerer Rahmen spricht somit oft für mehr technische Komponenten und oft eine bessere Bildwiedergabe.

lcd-led-panel-aufbau

Der Aufbau eines LCD Panels mit LED-Lichtquelle. Bild: flatpanelshd.com

Um die Lichtintensität für jede Grundfarbe zu steuern, nutzen LCDs Flüssigkristalle in jedem einzelnen Pixel. Diese Zellen können gedreht werden indem man das elektronische Feld verändert. So “öffnen” und “schließen” sich die jeweiligen Zellen. Wenn der Lichtdurchsatz angepasst wurde, wird das Licht durch einen Farbfilter geschickt der alle Wellen des Lichts bis auf rot, grün und blau ausfiltert. Wer ganz nah an seinen TV herantritt, kann diese Pixel als rote, grüne und blaue Subpixel erkennen die jeweils ein Dreier-Paar bilden.

Wie schnell ein LCD-Panel die Farbe ändern kann, liegt daran wie schnell die Flüssigkristalle die Position ändern können. Das beeinflusst auch Effekte wie Schlieren oder Blur. Idealerweise sollten die Flüssigkristalle die neue Position, somit eine neue Farbe, sofort übernehmen. Die Displays benötigen aber in der Regel eine gewisse Zeit (gemessen im Millisekunden) um die Farbe zu wechseln. Das ist unter anderem auch ein Grund wieso Unschärfen bei der Bildwiedergabe auftreten.

Wenn das Licht durch die Flüssigkristalle gelangt, kann die Lichtintensität leider nicht in alle Richtungen aufrechterhalten werden. Anders wie bei einer Glühbirne, die in die Lichtintensität in alle Richtungen gleich abgibt, werden bei den LCDs mit Flüssigkristalle das meiste Licht gerade nach vorne abgegeben. Daher erhält man die beste Farb- & Helligkeitswiedergabe wenn direkt auf den Bildschirm schaut. Deswegen verlieren die meisten LCDs aus einem steileren Blickwinkel ihren Kontrast, Farbe und Helligkeit.

OLED Panels

Wie viele vielleicht wissen sind OLED eine besondere Art von LED. Das “O” steht nämlich für “organisch”. Das OLED- unterscheidet sich in der Struktur grundlegend von einem LCD-Panel. Die Lichtintensität wird nicht mehr von einer LC (Flüssigktristall) Schicht gesteuert, stattdessen verfügt jeder Pixel über einen Subpixel der sein eigenes Licht produziert. Deswegen fallen bei einem OLED auch mehrere Schichten des “Panel-Sandwiches” weg, was man weiter unten in der Grafik gut erkennen kann.

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Das Licht, das separat für jeden Subpixel ausgegeben wird, läuft direkt über einen Farbfilter und wird dann über das Display ausgegeben. Das Verfahren, das die Mischung aus roten, grünen und blauen Licht steuert wird also direkt über die Subpixel gesteuert. Wenn man also pures Schwarz möchte, werden einfach alle Subpixel abgeschalten. Wenn man Weiß möchte, wird die Intensität aller Farben im gleichen Maß erhöht.

oled-panel-aufbau

Ein OLED Panels ist viel einfacher aufgebaut als ein LCD-Display und benötigt eigentlicht nur vier Schichten Bild: flatpanelshd.com

Die Art und Weise, wie OLED-Panels produziert werden, macht sie weitaus dünner als ein LCD-Panel. Deswegen werden OLED-Panels auch sehr gerne in mobilen Endgeräten wie Smart-Watches oder Smartphones eingesetzt. Bislang gibt es mit LG Display eigentlich nur einen kommerziellen Hersteller, der in der Lage ist große OLED-Displays für TV-Geräte in hohen Mengen herstellen zu können. Auch wenn andere Hersteller wie Kateeva bereits die Produktion eigener OLED-Displays angekündigt haben, hat LG Display was Herstellung und Entwicklung angeht zur Zeit das Monopol.

Technik-Vergleich LCD gegen OLED:

LED-Panel
OLED-Panel

32 – 150 Zoll

LCD Displays werden in fast allen Größen produziert – von kleinen portablen 20 Zoll Fernsehern bis zu rießigen Entertainment-Boliden mit 100 Zoll und größer. Kleinere LCD-Displays kommen auch in Uhren, Smartphones und Tablets zum Einsatz

55 – 77 Zoll

OLED Displays werden im Bereich TV nur in Größen von 55-, 65- und 77 Zoll produziert. Zudem finden kleinere OLED-Displays Verwendung in Uhren, Smartphones und Tablets.

Der Käufer kann aus einer breiten Auswahl von Größen bei LCD-Displays wählen. OLEDs beschränken sich vor allem auf die beliebtesten Größen bei 4K Fernsehern (55 und 65 Zoll). 

Dünn mit Edge-LED – dicker mit direktem LED-Backlight

LCD-Panels könne mit aktuellster Technik sehr dünn produziert werden. Die schlanksten TV-Geräte messen gerade einmal 0,5 cm. Ein LCD-Panel im einem High-End TV wird zwangsläufig durch das Hinzufügen spezieller Filter-Schichten dicker.

Extrem dünn

OLED Displays sind extrem dünn. Es gibt sogar bereits Prototypen, die wie eine Zeitung aufgerollt, oder wie eine Tapete an der Wand befestigt werden können. OLEDs benötigen aber weiterhin eine Struktur, damit das Panel nicht instabil wird (z.B. eine Glasscheibe).

Die heutige Technik erlaubt es, dass extrem dünne LCD- und OLED-Fernseher gebaut werden können. In puncto Flexibilität und Optik hat OLED aber die Nase vorne. 

Viel verschiedene LCD-Panel Typen

Zwischen einem Einsteiger- und High-End-LCD-TV befinden sich verschiedene Untergruppierungen an LCD-Panels die sich aus zwei Panel-Typen,

  • VA LCD (Guter Kontrast, kleiner Blickwinkel)
  • IPS LCD (Niedriger Kontrast, guter Blickwinkel)

und der Lichtquelle,

  • Edge LED
  • Direktes LED-Backlight
  • oder Direktes LED-Backlight mit Local Dimming

zusammensetzt.

Ein OLED Panel Typ

Es gibt aktuell nur einen OLED-Panel-Typen der von LG Display produziert wird. Auch wenn es Unterschiede zwischen den jeweiligen OLED-Jahrgängen gibt, bleibt die Technik und der Aufbau gleich.

Der Kunde muss sich im Vorfeld beim Kauf eines LCD-TVs weit ausführlicher informieren, als bei einem OLED-TV. Die OLEDs aus 2016 greifen alle auf die gleiche Chargen von LG Display zurück.

Klein bei VA LCDs – breiter bei IPS LCDs

Ein LCD-Display verliert an Helligkeit, Kontrast und Farbbrillanz sobald der Zuschauer in einem zu starken Blickwinkel auf den Fernseher blickt.

Der Nutzer muss sich zwischen einem VA-LCD-Panel (schmaler optimaler Blickwinkel, besserer Kontrast) und IPS-LCP-Panel (breiterer optimaler Blickwinkel, schlechterer Kontrast) entscheiden.

Fast perfekt

Egal aus welchem Blickwinkel man auf einen OLED-TV schaut, wenn das Panel nicht durch Lichteinflüsse beeinträchtigt wird, bleibt das TV-Bild fast perfekt. Der Kontrast, Farbe und Helligkeit “verblassen” nicht.

Wer gerne Filmeabende veranstaltet oder sich Sportevents mit Freunden ansehen möchte, der kann mit einem OLED viele Zuschauer vor dem TV versammeln, ohne das jemand Nachteile bezüglich der Bildqualität fürchten muss. Bei LCD-Fernsehern kommt es schon auf die Sitzentfernung, Größe des TV und Blickwinkel an, ob aus jeder Sitzposition die optimale Bildqualität erzielt wird. 

< 1.800 nits

Die jüngste Generation von HDR LCD Panels sind in der Lage weit über 1.000 nits an Spitzenhelligkeit zu erreichen. Die Fähigkeit der LC-Schicht das Licht zu blockieren ist aber limitiert, so dass mit einer erhöhten Helligkeit auch der Schwarzwert leidet. In anderen Worten: Der Helligkeitswert wird bei HDR nach oben geregelt, wobei schwarze Bildbereiche ausgewaschen werden können.

< 750 Nits

OLED Fernseher sind dahingehend eingeschränkt, da nur eine bestimmte Menge an Strom für das gesamte Display zur Verfügung steht. Umso heller die Bildwiedergabe werden soll, umso geringer wird die durchschnittliche Helligkeit. Einzelne Bildbereiche können bei ausgewogenem Material bereits Helligkeiten von bis zu 750 nits erreichen (z.B. Mond am Sternenhimmel).

Basierend auf aktuellen 2016er Modellen.

0.05 nits bei Edge-LEDs | <0.02 bei Direct-LEDs

Der bestmögliche Schwarzwert eines LCD ist definiert durch die Fähigkeit wie gut die LC-Schicht Licht aus angrenzenden Bildbereichen blockieren kann. Der Schwarzwert eines LC-Panels wird nie perfekt sein. Während VA-Panels noch einen recht guten Job erledigen, sind die Schwarzwerte bei IPS-Panels weitaus schlechter. Umso niedriger man die Gesamthelligkeit eines Panels nach unten regelt, umso bessere Schwarzwerte kann ein LCD erreichen.

0.0 nits auf allen OLEDs

Der Schwarzwert in einem OLED Display ist nahezu perfekt. Bei schwarzen Bildbereichen werden die betreffenden Bildpunkte einfach ausgeschalten, so dass das menschliche Auge kein Licht mehr erkennen kann. Das ist eines der Fähigkeiten eines OLED Panels, dass diese Technik so einzigartig macht.

Der Spruch  “OLED is the new Black” kommt nicht von ungefähr. Während LCDs immer mit Problemen beim Schwarzwert zu kämpfen haben, erreicht der OLED-TV ein perfektes Schwarz. 

VA: typisch <4.000:1 IPS: typisch <1000:1

Da das LC-Panel konstant Lichter des Backlights “abblocken” muss, erreicht ein LCD-Panel auch sehr hohe Kontrastwerte. Etwas Licht wird immer durch die LC-Schicht durchscheinen. Dabei kommt es immer auf den Inhalt sowie die Gesamthelligkeit des Bildes an. Sehr schlecht sind z.B. weiße Schriften auf schwarzem Hintergrund oder Sternenhimmel. Hier sind die Schwächen eines LC-Panels deutlich zu erkennen.

Unendlich

Da der Schwarzwert bei einem OLED 0.0 nits beträgt und überhaupt keine Blooming Effekte Auftreten, kann der Kontrast als unendlich betrachtet werden.

Der OLED hat die Fähigkeit einen perfekten Schwarzwert wiederzugeben, auch wenn andere Bildbereiche deutlich heller sind. Bei LCD-Panels werden immer gewisse Blooming-Effekte auftreten. Der Kontrast ist wohl einer der markantesten Unterschiede zwischen LCD und OLED

8-17 f-stops

Ein LCD erreicht einen Dynamikumfang von 8-17 f-stops. Das bedeutet, dass der Helligkeitsunterschied zwischen dem dunkelsten und hellsten Bildpunkt expotentiell um den Faktor 8 bis 17 verdoppelt werden kann. Nachfolgende Grafik erklärt dies ganz gut. In Absoluten Zahlen bedeutet dass, dass ein LC-Display einen dunklen Punkt mit ca. 0.062 nits parallel parallel zu einem hellen Punkt mit 1.024 nits darstellen kann.

>20 f-stops

Ein OLED erreicht einen Dynamikumfang von 20 fstops, also fast über die komplette definierte Bildhelligkeit des HDR-Standard. Dabei schafft ein OLED Bildpunkte mit 0.0005 (Schwarz) bis 512 nits (teils bis zu 750 nits) darzustellen. Man muss aber beachten, dass Details in den hellen Bildbereichen von 750-1.024 ausgewaschen werden können. Diese kommen jedoch bei der Bildwiedergabe sehr oft vor (Sonne, Kerze, Glühlampe etc.).

Das menschliche Auge ist in der Lage in einem Dynamikbereich von unglaublichen 46 f-stops zu sehen. Dabei kann extreme Dunkelheit mit 0.000001 nits bis unglaublich grelles Licht mit 100.000.000 nits erkannt werden. Es gibt auch viele Gemeinsamkeiten mit dem Kontrast, es geht hier aber eher um die Bilddynamik und ist vor allem beim Thema “HDR” oft genutzt. Jeder f-stop verdoppelt dabei die Lichtintensität. Ein Unterschied zwischen 16 und 512 nits, ist absolut 496 nits, somit 5 f-stops. Zwischen 512 und 1024 nits liegen 512 nits, aber nur 1 f-stop.

max 96-97% des DCI-P3 Farbraumes

Obwohl es das Ziel ist, den erweiterten bt.2020 Farbraum bis 2020 zu erreichen, hat sich die Industrie erst einmal auf den DCI-P3 Farbraum (Digitaler Kinostandard) eingeschossen. Dieser deckt 75% des bt.2020 Farbraumes ab. Die besten LCD-Fernseher schaffen bis zu 97% dieses Farbraumes abzudecken.

max 96-97% des DCI-P3 Farbraumes

Beim OLED sieht es genau so aus wie beim LCD-Display. Beide Displays bieten eine gute Farbbrillanz, die sich aber noch weit weg vom BT.2020 Standard bewegt.

Hier haben wir die erste Kategorie mit einem klaren Unentschieden

Hohe Maximalhelligkeit, schwache Schwarzdarstellung

Obwohl LCD-Panels zu einen der hellsten am Markt zählen, kann dieser Vorteil nicht voll ausgeschöpft werden, da aufgrund der Struktur des Panels der Schwarzwert darunter leidet. Da die Helligkeit auch nicht pixelgenau gesteuert werden kann, kann die Qualität der HDR-Wiedergabe beeinflusst werden.

Eiese Faktoren führen zu großen Qualitätsunterschieden zwischen dem schlechtesten bis zum besten HDR LCD Fernseher.

Tiefer Schwarzwert dafür geringere Spitzenhelligkeit. 

Auch wenn der Schwarzwert perfekt ist, fehlt es OLEDs oft an Helligkeit, vor allem wenn die Inhalte sehr hell sind und somit die Gesamthelligkeit des Bildes heruntergesetzt werden muss (Limitierte Stromzufuhr des Panels). Dafür wird die Helligkeit pixelgenau gesteuert.

Es gibt daher nur geringe Qualitätsunterschiede zwischen dem schlechtesten und besten HDR OLED Fernseher.

Eine HDR Wiedergabe für Videos setzt sich aus diesen zwei Hauptkomponenten zusammen, die im UHD-Standard verankert sind:

  • Erweiterung des Dynamikumfangs (dunkelster und hellster Bildpunkt)
  • Erweiterter Farbraum (DCI-P3 bis BT.2020)

Keine optimale Helligkeitsverteilung – kann für Verwirrung sorgen

Auch in dieser Kategorie ist der Nachteil der LC-Schicht.. Je nachdem wie gut die interne Bildverarbeitung des TV-Gerätes ist, kann es bei bestimmten Bilden zu komischen Ausleuchtungen kommen. Z.B. erhellte Bildbereiche an einem Sternenhimmel, die dann fast wie seichte Wolken auf dem Bild wirken.

Inhomogenitäten sind eines der größten Probleme von LCD-Fernsehern.

Mittlers bis geringes Risiko, bei einigen Szenen jedoch erkennbar. 

Auch OLED sind nicht perfekt was die homogene Helligkeitsverteilung angeht. Bei frühen Modellen konnte vertikales Banding auftreten, zudem nehmen OLED oft zum Rand hin (links & rechts) an Helligkeit ab. Der Vorteil der pixelgenauen Helligkeitssteuerung macht aber auch hier den OLED zum Sieger.

Mittel bis gering

Ein LCD-Panel wird oft mit zusätzlichen Schichten versorgt, dass einfallendes Licht absorbiert. Viele LC-Displays erledigen dabei einen sehr guten Job und können das einfallende Licht zum größten Teil absorbieren. Es gibt aber auch LCD-TVs die sehr viel eintreffendes Licht wieder an die Umgebung abgeben. Gebogene Displays können hier auch helfen, eingehendes Licht zu verwerfen, dafür muss man sich aber im Sweet-Spot (besten Sitzplatz) des TV-Gerätes befinden. Die besten LCDs reflektieren nur 2% des eigehenden Lichtes.

Gering

Da ein OLED Display eigentlich nur aus einer Schicht besteht, kann ein Bild aufgrund von eintreffenden Licht nicht ausgewaschen aussehen. Auch wenn helle Lichtquellen auf den TV einstrahlen, sind die Reflektionen die eintreten könne nrecht überschaubar. Dabei beeinträchtigt das Licht aber nur die hellen Bildbereiche negativ, der perfekte Schwarzwert wird dabei nicht beeinflusst. Die besten OLEDs reflektieren nur 2% des eigehenden Lichtes.

Der Unterschied zwischen 2% beim LCD und 1% beim OLED schein nicht sehr hoch zu sein, ist vom menschlichen Auge aber wahrnehmbar, da wir sehr empfindlich auf Helligkeitsunterschiede reagieren. 

Geringes Risiko für Beschädigungen

Ein LCD-TV kann typischerweise stehend oder horizontal liegend transportiert werden. Bei Top-Modellen mit hohem Gewicht und vielen Schichten im LC-Display, sollte man auf eine liegende Position verzichten, da das eigene Gewicht das Panel beschädigen kann.

Mittleres Risiko für Beschädigungen

OLEDs sind schlank und schön. Da OLED nur auf einem Substrat aufgetragen werden und oft gar keine zusätzlichen Rahmen oder Trägermaterialen haben, ist beim Transport und Aufbau Vorsicht geboten. OLED Fernseher sollten immer hochkant transportiert werden.

Wer seinen UHD-TV liebt, der schenkt ihm bereits beim Transport und Aufbau ausreichend Aufmerksamkeit. Im Regelfall wird empfohlen den TV hochkant zu transportieren. 

55 Zoll ca. 80-150 Watt | 65 Zoll ca 100-180 Watt

Die Stromaufnahme eines LCD-Panels richtet sich weniger danach, was auf dem TV läuft, sondern eher auf welcher Gesamthelligkeit der LCD-TV läuft. Die Helligkeitsausgabe bleibt recht konstant.

55 Zoll ca. 80-150 Watt | 65 Zoll ca 110-180 Watt

Beim OLED kommt es auf die Inhalte an, wie hoch der Stromverbrauch ist. Ein Horror-Schocker mit viel dunklem Licht, verbraucht weniger (ausgeschaltete Pixel) Strom als eine Fußball-Übertragung, die eine hohe Gesamthelligkeit aufweist und mehr OLED-Pixel durchgehend beansprucht.

Beide Panel-Techniken haben einen ähnlichen Stromverbrauch. Der Stromverbrauch im HDR-Modus erhöht sich um ca. 20-50 Watt bei beiden Panels. 

LCD-Panels sind langlebig, andere Komponenten gehen meist früher kaputt. 

LCD-Panels gibt es bereits über zehn Jahren, die Industrie hat die Lebenszeit der LC-Displays soweit verbessert, dass diese eine Bildwiedergabe von 60.000 bis 100.000 Stunden garantieren können. Meist geben anderen Komponenten des LCD-Fernsehers den Geist auf, bevor das Panel einen Defekt aufweist.

Nicht ausreichend Daten vorhanden. 

Es wird immer noch gemunkelt, die blaue Lichtdiode im OLED Panel hat nur eine geringe Lebensdauer. LG versichert aber, dass die aktuelle Generation von OLED-Panels über 100.000 Stunden durchhält. Es gibt aber leider zu wenig Langzeitstudien und mit LG Display nur einen Hersteller großes OLED-Displays.

Die günstigen Komponenten des Fernsehers (Kondensatoren etc.) werden mit großer Wahrscheinlichkeit eher einen Defekt aufweisen, als dass ein LCD-Panel oder OLED-Panel den Geist aufgibt. 

Gering – doch die Lüfter können Geräusche verursachen. 

Je nach LCD-Modell entwickelt das Panel eine gewisse Hitze die aus dem Chassis geleitet werden muss. Dabei werden meist Lüfter eingesetzt. Diese können bei einem LCD-LED-TV mit vollem LED-Backlight doch hörbar sein, meist aber nur wenn die Klangwiedergabe weit nach unten geregelt oder deaktiviert wurde.

Gering, doch die Stromversorgung kann “brummen”. 

Das OLED-Panel bleibt recht kühl und entwickelt nur wenig Hitze. Die Stromzufuhr kann aber manchmal surren, da die Stromaufnahme eines OLED-Panels sehr unterschiedlich ist, je nachdem welche Bildinhalte angesehen werden.

Um eine Geräuschentwicklung bei aktuellen 4K Fernsehern muss man sich eigentlich keine Gedanken machen. Sollte es doch einmal störende Geräusche geben, könnte es sich auch einmal um ein “Montagsgerät” handeln.

200+€ HD | 360+€ Ultra HD

LCD-Fernseher sind bereits günstig zu bekommen, da diese auch in kleineren Größen erhältlich sind. Bei UHD-Fernsehern, die ab 40 Zoll erhältlich sind, gibt es bereits TV-Geräte ab 360 Euro.

Nach oben ist hier natürlich fast kein Limit. Premium-Modelle kosten gerne 3.000-7.000 Euro. Es gibt aber auch Geräte für 15.000 bis 100.000 Euro in Größen von 75 bis 110 Zoll erhältlich.

1.400+ € HD | 2.000+€ Ultra HD

OLED Fernseher sind immer noch recht teuer. Die TV-Geräte sind erst ab 55 Zoll erhältlich und kosten bereits in der HD-Variante 1.400 Euro (läuft wohl dieses Jahr aus).

In 2017 könnte es nur noch UHD-OLED Fernseher geben. Da es mit LG Display nur einen großen Hersteller für OLEDs gibt, scheint es auch keine großen Preissenkungen zu geben, obwohl sich die Kosten für die Anschaffung in den letzten beiden Jahren bereits reduziert haben.

LCD-4K-Fernseher sind die idealen Einsteiger-TVs. Man bekommt aber auch einen LCD-TV mit guter Bildwiedergabe im Premium-Segment. Wer auf OLED setzt, muss ab dem ersten Gerät tiefer in die Tasche greifen. Die bessere Preis-/Leistung bieten sicherlich noch die LCDs. 

Bildquelle Beitragsbild: all-free-download.com[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

OLED gegen LCD – Der ultimative Vergleich
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