Otto, einer der größten deutschen Versandhändler neben Amazon und Zalando, plant ein neues Geschäftsmodell das die Vermietung von Technik vorsieht. Mieten wir uns bald unseren neuen 4K Fernseher oder AV-Receiver?


Was der Versandhändler mit „Otto Now“ vorstellt ist in gewisser weiße revolutionär. Hochpreisige Technik-Artikel, die meist nur geringe Margen aufweisen, über einen längeren Zeitraum zu vermietet anstatt zu verkaufen ist ein Geschäftsmodell, dass bisher noch kein Händler angeboten hat. Wie Otto in seiner Pressemitteilung angibt, möchte man das Projekt „Otto Now“ mit eingeschränktem Angebot erst einmal live im Markt testen. Zu dem Angebot gehören als erstes Produkte aus dem Bereich Multimedia (z.B. Smartphones, Notebooks, Beamer, Spielekonsolen, Drohnen) und Haushaltselektronik z.B. Geschirrspüler) und Sport (z.B. Laufbänder, E-Bikes). Alle Mietverträge haben eine Mindestlaufzeit von 3 Monaten.

Otto Now – perfekt für Technik-Fans und „Early Adopter)

Die Zielgruppe, die ein solches Angebot nutzen könnte ist breit. Diese beginnt beim Studenten, der für die neue Bude erst einmal eine Waschmaschine benötigt und endet beim Rentner der einmal ein E-Bike testen möchte. Für Technik-Begeisterte und „Early Adopter“ ist das Modell ebenfalls sehr interessant. Vor allem bei hochpreisigen 4K Fernsehern, Surround-Anlagen oder Konsolen wären die 3 Monate der perfekte Zeitraum um sich ein Bild von den Geräten machen zu können. Wer gerne verschiedene Geräte ausprobieren möchte oder immer das neuste Smartphone in den Händen halten muss für den ist Otto Now auch sehr interessant. Selbst für unsere Redaktion wäre Otto Now eine Option um sich von gewissen Geräten einen Eindruck über einen längeren Zeitraum bilden zu können.

In der Testphase kann man aus Artikel aus den Kategorien Technik, Haushalt und Sport wählen

In der Testphase kann man aus Artikel aus den Kategorien Technik, Haushalt und Sport wählen

Was kostet die Miete?

Die Frage die natürlich noch alle quält ist, was wird das kosten? Die Mietkosten werden sicherlich flexibel sein und sich nach dem Wert des Artikels sowie der Laufzeit richten. Dabei muss es Otto natürlich irgendwann schaffen, die Selbstkosten für das Gerät zu erwirtschaften um ab diesem Zeitpunkt Geld mit dem Leihgerät zu verdienen. Zudem könnte der Artikel nach einer gewissen Laufzeit gebraucht verkauft werden. Ein Preismodell zu Otto Now ist leider noch nicht kommuniziert worden.

Testphase um Probleme zu erkennen

In der Testphase geht es Otto vielleicht weniger darum ob das Angebot gut vom Kunden angenommen wird, sondern welche Probleme und Aufgaben dieser Service mit sich bringt. Das beginnt bei der Logistik die jetzt nicht nur Liefern, sondern auch Abholen muss und endet bei der Prüfung der Geräte nach der Rücksendung. Der Kunde könnte z.B. Teile bei der Rücksendung vergessen oder schafft es nicht mehr das Gerät für den Versand vorzubereiten – vielleicht weil die Kinder aus dem Karton eine „Burg“ gebaut haben. Hier gibt es sicherlich hundert Szenarien, die Otto in den nächsten Monaten bewältigen muss.

Via: Pressemitteilung[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

Otto Now bietet bald Fernseher, Smartphones uvm. zur Miete an
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