Panasonic beendet seine Produktion von Plasma-Panels ab März 2014. Diese Meldung kommt nicht unbedingt unerwartet, gab es doch bereits deutliche Anzeichen für einen Ausstieg aus der veralteten Displaytechnologie. Im Laufe des letzten Jahres gab es immer wieder Meldungen vom Rückgang der Verkaufszahlen einhergehend mit der Schließung von Produktionswerken für Plasma-Panels.

Ein Nachruf auf die Plasma-Technologie:

Plasma – Das werden wir an dir vermissen:

Schnelle Bildreaktionszeit (Perfekt für Gaming): Durch das schnelle Umschalten des Panels war Plasma vor allem bei Gamern sehr beliebt. Vor allem bei professionellen Gamern war sicherlich immer ein Plasma-TV im Haus.

Hoher Kontrast (Echtes Schwarz): Bei den Schwarzwerten eines Plasma-Panels werden LCD-Bildschirme grau vor Neid. Bei Filmen mit düsterer Athmosphäre und kontrastreichen bis dunklen Szenen konnte der Plasma auf jeden Fall punkten!

Preiswerter als LCD: Ja, Plasma-Fernseher gibt es meist nur in Größen jenseits der 32 Zoll, doch rechnet man den Anschaffungspreis auf die Diagonale runter, kommt man mit einem Plasma fast immer günstiger Weg als mit einem LCD. Wer sich aktuell überlegt einen neuen TV anzuschaffen… jetzt wäre noch die Gelegenheit!

Geringere vom Blickwinkel abhängende Farbabweichung: Treffen sich spontan mehrere Leute zu einem  Fernsehabend zusammengefunden, kann es sein, dass die Zuschauer bei einem LCD Fernseher  unterschiedliche Farbspektren zu sehen bekommen, je nachdem in welchem Winkel sie zum TV sitzen. Bei einem Plasma sind diese Farbabweichungen fast nicht vorhanden. 10 Leute, 1 Plasma = Eng aber farbtreu 😉

Es gab nicht nur Gutes – Plasma und seine Schwächen:

Bilder können sich „einbrennen“: Viele halten es für einen Mythos, aber stehende Bilder auf einem Plasma-TV können sich mit der Zeit einbrennen, dies geschieht aber meist nur in den ersten 100 Betriebsstunden. Profis raten daher den Plasma erst „einzureiten“ oder „einzusehen“. Hierzu eignen sich vor allem Filme. Das reguläre Fernsehprogramm oder Konsolenspiele eignen sich hierfür leider nicht, da sich Logos und HUD-Anzeigen ebenfalls einbrennen.

Hoher Stromverbrauch: LCD-Displays sind sparsam, Plasma-Geräte nicht. Das ist nicht nur der meist großen Diagonale geschuldet, sondern auch der Technik selbst. Diese verschlingt einfach bis zu 40% mehr Strom bei der selben Größe.

Niedrige Helligkeit: Wäre der hohe Stromverbrauch nicht schon genug, gibt das Display auch viel weniger Helligkeit ab. Das merkt man vor allem bei bunt-fröhlichen und animierten Filmen.

Helligkeitsverlust mit der Zeit: Es ist ein Fakt, dass Plasma-Displays ab einer gewissen Nutzungsdauer an Helligkeit verlieren. Ab wieviel Stunden dies passiert ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Sollte man aber lt. Hersteller 300.000 Betriebsstunden ohne Helligkeitsverlust garantiert bekommen, geht wohl eher eine andere Komponente des Fernsehers kaputt, anstatt einen Helligkeitsverlust zu merken.

Time to say goodbye. Vielen Dank Plasma!

Via: engadget.com

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