Regis­trie­rung von Abspiel­ge­rä­ten, stän­di­ge Ver­bin­dung zum Inter­net, indi­vi­du­el­le Was­ser­zei­chen, ein neu­er Kopier­schutz…? Die Wunsch­lis­te von Sony und der Con­tent-Indus­trie um Pira­te­rie von 4K Fil­men im Inter­net zu unter­bin­den, sorgt für Zünd­stoff. Auf der “Anti-Pira­cy and Con­tent Pro­tec­tion Sum­mit” in Los Ange­les sag­te Sony Pic­tures CTO Spen­cer Ste­phens, dass 4K Play­er den mit Was­ser­zei­chen ver­se­he­nen Con­tent stän­dig über das Inter­net authen­ti­fi­zie­ren sol­len. Dies soll ille­ga­les File­sha­ring in Zukunft kom­plett unter­bin­den. Kein Wun­der, dass sich Sony absi­chern will, da der Ver­kauf ihres FMP-X1 4K Ultra HD Media Play­ers bereits am 15. Juli in den USA star­tet. Um die­sen über­haupt nut­zen zu kön­nen, ist eine Akti­vie­rung mit der Seri­en­num­mer des Geräts auf 4KActivation.com not­wen­dig.

Neuer Kopierschutz

Die alte Ver­si­on des Kopier­schut­zes HDCP (High-band­with Digi­tal Con­tent Pro­tec­tion) ist längst geknackt. Mit der neu­en Ver­si­on HDCP 2.2 soll es bei­spiels­wei­se nicht mehr mög­lich sein, geschütz­ten Con­tent über das Inter­net zu strea­men. Grund dafür ist ein “Loca­li­za­ti­on-Fea­ture”, das den Abstand zwi­schen Play­er und End­ge­rät wie TV oder Bea­mer begrenzt. HDCP 2.2 ist laut Sony eine der wich­tigs­ten Maß­nah­men für mehr Sicher­heit. (oder mehr Gewinn 😉 )

Sony möch­te, dass jeder Video­ti­tel “ein­zig­ar­tig” ist. Soll hei­ßen, falls ein Teil des Inhalts gecra­cked wird, nicht die Schleu­sen für alles ande­re geöff­net wer­den.

Content mit Identität

Sony sagt, sie wol­len her­un­ter­ge­la­de­ne 4K Inhal­te mit einem indi­vi­du­el­len Was­ser­zei­chen ver­se­hen, das die Iden­ti­tät des Geräts / Benut­zers beinhal­tet. Soll­ten also die ande­ren Sicher­heits­maß­nah­men ver­sa­gen, ist es mög­lich her­aus­zu­fin­den wer der ursprüng­li­che Besit­zer des ille­gal ver­brei­te­ten Inhalts war. Dies soll wohl davor abschre­cken Con­tent unrecht­mä­ßig zu ver­brei­ten. Wir glau­ben es wird wohl eher davor abschre­cken sich über­haupt Fil­me und Vide­os her­un­ter­zu­la­den, wenn man plötz­lich für den tau­send­fa­chen ille­ga­len Down­load ver­ant­wort­lich gemacht wird, falls einem der recht­mä­ßig erwor­be­ne Inhalt selbst irgend­wie geklaut wur­de.

Permanent im Internet

Der letz­te Punkt auf der Wunsch-Lis­te der Japa­ner ist die Online-Authe­ni­fi­zie­rung der Play­er vor jedem Abspie­len eines Titels. Die Con­tent-Anbie­ter haben damit die Mög­lich­keit, sowohl uner­laub­te Inhal­te als auch gehack­te Wie­der­ga­be­ge­rä­te zu iden­ti­fi­zie­ren. Nut­zer ohne per­ma­nen­te Inter­net-Ver­bin­dung schau­en mal wie­der im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes in die dunk­le “Röh­re”. Erin­nert doch alles sehr stark an den gro­ßen Auf­re­ger der “Always On Spie­le­kon­so­le” Xbox One, der sich letzt­end­lich doch nicht bewahr­hei­tet hat. Damals brüs­te­te sich Sony regel­recht damit, dass ihre PS4 kei­ne Inter­net­ver­bin­dung benö­ti­ge.

Nun bleibt abzu­war­ten, wie sich die Sache ent­wi­ckelt und ob der “glä­ser­ne User” auch in der 4K Welt Rea­li­tät wird. Der Trend ist deut­lich zu erken­nen: Con­tent-Anbie­ter sehen das Inter­net als ein Mit­tel um stän­di­gen Kon­takt mit “Ihrem” Inhalt und “Ihrer” Hard­ware zu hal­ten, mit dem faden Nach­ge­schmack der stän­di­gen Kon­trol­le des Kon­su­men­tens. Auf der ande­ren Sei­te sit­zen fin­di­ge Hacker bestimmt schon in den Start­lö­chern und war­ten nur auf eine neue Her­aus­for­de­rung.

Via: hardwareluxx.de
Bild­quel­le: maclatz  / pixelio.de

Sony: Neue Sicher­heits­maß­nah­men für 4K Inhal­te
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