Wie das Forbes-Magazin berichtet scheinen sich die Gerüchte um Sonys erste OLED-Fernseher zu bestätigen. Die 4K OLED TVs werden ins 2017-Lineup aufgenommen und in Größen von 55 und 65 Zoll erhältlich sein. Vor allem der günstige Preispunkt ab 2.000 $US dürfte viele Sony-Fans aufhören lassen.


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Nicht nur LG führt seine erfolgreichen 4K OLED-Modellreihen in 2017 fort, auch Sony scheint seine Expertise und Know-How in die OLED-Technik einfließen lassen zu wollen. Die Informationen wurden von Barry Young, CEO OLED Association (aus Austin Texas), an den Journalisten John Archer übergeben. Young bestätigte nicht nur, dass die Gerüchte um Sonys OLED-Pläne wahr sind, sondern konnte auch ausführliche Informationen zur den neuen TV-Modellen liefern. Erste OLED-Panels mit 55- und 65-Zoll werden anscheinend im zweiten Quartal 2017 an Sonys Produktionsstätten geliefert. Ein Marktstart wird somit frühestens im 3. Quartal (Juli-September) erwartet. Womöglich werden die neuen Modelle gar nicht zur CES im Januar vorgestellt sondern erst zur IFA Anfang September 2017.

Sonys 4K OLED TVs bereits ab 2.000 Dollar

Diese Informationen decken sich auch mit einem Bericht, der von der ETNews (Koreanisches News-Portal) im November dieses Jahres veröffentlicht wurde. Young hat sogar konkrete Produktionsmengen genannt, wonach der japanische TV-Hersteller ganze 80.000 Stück des 55-Zoll Modells (140 cm) und 120.000 Stück des 65-Zoll Modells (165 cm) in Auftrag geben möchte. Das ist sehr verwunderlich, da Sony mit ein einem besseren Absatz beim 65-Zoll Modell rechnet, obwohl sich am Markt immer noch die 55-Zoll OLEDs besser verkaufen. Das Beste kommt wie immer zum Schluss: Der Retail-Preis soll bei 1.999 $US für das 55-Zoll und 2.999 $US für das 65-Zoll Modell liegen. Dabei handelt es sich sicher um MSRP-Preise ohne die jeweiligen Besteuerungen der US-Staaten, trotzdem wären die Preise bereits auf dem Niveau der aktuellen B6 Serie von LG, die im laufe der letzten Monate mehrere Anpreisungen erfahren durfte.

Neue Preispolitik bei LG Display?

Denken wir zurück als Pansonics OLED-Debüt TX-65CZW954 der immer noch mit 9.999 € gelistet wird, ist das doch eine sehr überraschend-positive Entwicklung. Womöglich setzt LG Display auch auf eine ganz neue Preisstrategie. Sollte LG die Panel-Preise für Dritthersteller weiter nach unten ziehen, könnte man eine durchgehende Auslastung der Produktionsstätten gewährleisten. So können Sony, Panasonic, Loewe und Co. ihre Geräte günstiger anbieten und LG Display festigt damit die Geschäftsbeziehungen mit den Mitbewerbern. Es besteht nämlich die Gefahr, dass OLED-Hersteller wie BOE aus China oder Kateeva aus Korea in den nächsten Jahren große OLED-Panels in hohen Mengen produzieren können und LG die Kundschaft wegnehmen. LG möchte sich daher auf so vielen Märkten wie möglich breit platzieren.

Via: forbes

Sonys OLED Fernseher für 2017 bestätigt – erhältlich in 55/65 Zoll ab 2.000 $US
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