UHD2013 Ultra HD Kompetenz Workshop – Ein Statusbericht

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Marcel Gonska über den aktuellen Stand der UHD Standardisierung

Am 14. November fand der erste europäische Ultra-HD Kompetenz-Workshop UHD2013 statt. Die Futuretainment GmbH sowie Bavariapool Services luden Fachpresse und Hersteller auf das historische Gelände der Bavaria Filmstudios (Studio 9) ein. Wir waren vor Ort und haben Antworten auf die wichtigsten Fragen bekommen. Wie läuft eine 4K-Produktion ab? Wie ist der Status der UHD-Standardisierung? Woher kommen UHD-Inhalte?

Moderator Ingo Schmoll führte durch die Veranstaltung und umschiffte charmant, dass man hinter den Kulissen noch mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Vielleicht eine gute Parallele zu Ultra HD. Im Vordergrund sieht alles bereits sehr gut aus, doch im Hintergrund läuft die Technik noch nicht ganz so rund. Über 100 Gäste sind der Einladung der Futuretainment GmbH gefolgt, um sich von Fachleuten aus der Branche auf den aktuellsten Stand bringen zu lassen. Produzenten von UHD-Inhalten sowie Repräsentanten von Herstellern und Fernsehanbietern standen Frage und Antwort. Eine Auswahl aktueller Ultra HD TV-Modelle wurden ebenfalls ausgestellt. Auf dem kleinen Showcase konnten die Steckenpferde von Philips, Sony, Panasonic und Co. bewundert werden.

Die Agenda:

[fusion_builder_container hundred_percent=“yes“ overflow=“visible“][fusion_builder_row][fusion_builder_column type=“1_1″ background_position=“left top“ background_color=““ border_size=““ border_color=““ border_style=“solid“ spacing=“yes“ background_image=““ background_repeat=“no-repeat“ padding=““ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ class=““ id=““ animation_type=““ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“no“ center_content=“no“ min_height=“none“][fusion_title size=“2″]Rock ’n‘ Roll 4K![/fusion_title]

Bevor der erste Redner die Bühne betrat, gab es noch ermahnende Worte, wie wichtig es ist, dass Industrie und Content-Lieferanten eng zusammenarbeiten um Fehler, wie sie z.B. bei der Einführung von 3D gemacht wurden, vermeiden zu können. Die Akzeptanz des 3D-Features hat in den letzten Jahren zugenommen, doch 3D wird weiterhin oft als überhyptes Feature abgetan. Bei der Einführung haben Hersteller ihre eigene 3D-Technik angewandt, ein fester Standard hat sich nie etabliert und schlechte, schnell auf den Markt geworfene Inhalte stecken 3D in die „Schublade des schlechten Entertainments“.

Ingo Schmoll durfte zuerst einen „alten Rocker“ auf der Bühne begrüßen. Gerd F. Schultze, Regisseur und Produzent der Firma Music-Delight Productions GmbH, zeigte sich immer offen gegenüber neuen technischen Standards und nahm diese auch frühstmöglich auf die Bühne. Egal ob HD, 3D oder Ultra HD, viele der Erkenntnisse, wie z.B. welches Licht sich für HD eignet, welche Kameraposition in kleinen Räumen zu verwenden sind und wie Bühnenbilder bei HD/Ultra HD wirken, kommen von ihm. Bei jüngsten Konzertaufzeichnungen hat Gerd Schulz und seine Crew Musikaufnahmen in den Genres  Rock, Pop bis Folk aufgenommen. Die Aufnahme machte in ganz Deutschland von sich reden. Nicht weil die Aufnahmen unglaublich spektakulär waren, sondern weil anderen Produktionsfirmen keine Speicherkarten für Sonys F55 UHD-Kamera zur Verfügung standen. In Deutschland gibt es ca. 13 der 500 GB großen Speicherkarten, die je ca. 23 Minuten von unkomprimiertem Ultra HD-Videomaterial fassen können.

Ein Problem, vor allem bei Live-Aufnahmen, war die „Eitelkeit der Stars“. In UHD sieht alles etwas filigraner aus und so sieht man bei Stars und Sternchen auch jede noch so kleine Falte. Da noch kein UHD-Makeup erfunden wurde, kann es sein, dass die Prominenz sich nicht unbedingt gerne vor eine hochauflösende Kamera stellt. Doch auch hier gilt es frühzeitig zu testen, um entsprechende Atmosphäre zu schaffen. Hier heißt das Zauberwort „Licht“. Gutes Licht schafft Ästhetik und kann auch ältere Moderatoren, Musiker und co. von ihrer Schokoladenseite darstellen.

Das war der erste Vortrag und der Workshop wurde wegen anhaltender technischen Probleme mit einer 15 minütigen Zwangspause belegt. Gerade richtig um einen Kaffee und ein Crossaint zu holen 😉

[/fusion_builder_column][fusion_builder_column type=“1_1″ background_position=“left top“ background_color=““ border_size=““ border_color=““ border_style=“solid“ spacing=“yes“ background_image=““ background_repeat=“no-repeat“ padding=““ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ class=““ id=““ animation_type=““ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“no“ center_content=“no“ min_height=“none“][fusion_title size=“2″]Auro 3D – Mittendrin statt nur dabei[/fusion_title]

[fusion_imageframe style=“bottomshadow“ bordercolor=“grey“ bordersize=“1px“ stylecolor=““ align=“right“]Auro 3D 9.1 Setting[/fusion_imageframe]Bert van Daele von Auro Technologies, hielt als nächstes seinen Vortrag. Seine erste Frage an die Hörerschaft war: „What is 3D Sound?“ Natürlicher Klang/Geräusche, wie man sie aus dem echten Leben kennt. Geräusche die von der Seite, von Vorne, von Hinten, aber auch von Oben kommen. Das Gefühl zu wissen, in welcher Umgebung man sich befindet. Bin ich in einer rießigen Konzerthalle oder in einem kleinen Fahrstuhl. Auro 3D geht weit über Surround-Sound hinaus und gibt dem Kinobesucher und Heimkinofan das Gefühl „Mittendrin statt nur dabei“ zu sein. Es soll dem Zuhörer ganz klar suggeriert werden, Auro 3D Sound ist nicht nur eine Anlage mit mindestens 9.1 Lautsprechern, Auro 3D ist ein neuer Standard, der das Hörerlebnis verändern wird. Musik- und Sounddaten, die mit Auro 3D decodiert wurden, haben nur einen Bruchteil ihrer eigentlichen Größe. Encodiert man die Dateien wieder, erhält man besten Klang versehen mit Metadaten, die eine Anpassung auf fast jeder Soundanlage ermöglichen.

[fusion_imageframe style=“bottomshadow“ bordercolor=“grey“ bordersize=“1px“ stylecolor=““ align=“left“]Auro 3D Simulation[/fusion_imageframe]Ein wichtiges Merkmal von Auro 3D, wie auch vonUltra HD, ist seine Rückwärtskompatibilität. Es können Auro-Inhalte auch auf Stereo-Lautsprechern oder einer 5.1 Anlage abgespielt werden. Für den vollen Klang benötigt man aber eine minimale Konfiguration von 9.1 Lautsprechern. 5 Lautsprecher, die den Surround-Sound bieten und 4 höher gelegene Lautsprecher um Geräusche aus oberen Ebenen zu simulieren. Im Kino wird Auro 3D bereits genutzt. Blockbusterproduktionen wie Red Tails von George Lucas, Elysium oder Enders Game bedienen sich bereits einer erweiterten Konfiguration von Auro 3D. Hier wird ein 11.1 Speaker-Setup genutzt. Lautsprecher werden in dieser erweiterten Version sogar direkt in die Decke integriert. Diese Ceiling-Speakers werden gerne für Erzählungen genutzt und  scherzhaft „Die Stimme Gottes“ genannt.

Für den Heimkinofan hat Auro 3D auch einen Vorteil. Blu Rays sind in der Lage maximal acht Soundkanäle wiederzugeben. Wird die Audiodatei mit Auro 3D encodiert und mit einem entsprechenden Blu Ray-Player mit Decoder abgespielt können bis zu 14 Soundkanäle wiedergegeben werden. Auro 3D ist garnicht mehr so fern, bereits im Januar 2014 auf der CES in Las Vegas, werden sechs Hersteller ihre ersten Auro 3D-kompatiblen Geräte vorstellen. Darunter auch Apple!

Auro 3D Show-Reel – Unser Highlight des Tages!

Beim Show-Reel kurz vor Ende der Veranstaltung gab es eine Präsentation von Auro 3D. Was wir hier zu hören bekamen war wirklich überwältigend. Die Fachleute der Futuretainment GmbH haben „nur“ ein 9.1 Setup aufgebaut, doch die vier Top-Speaker gaben dem Ton so viel mehr Räumlichkeit, dass ein einfacher 5.1 Surround-Sound nur noch falsch klang. Das merkte man vor allem, als die Tonspuren der Top-Speaker ausgeblendet wurden. Man konnte die Klänge nicht mehr so einfach zuordnen, weil sie nur flach auf einer Ebene zum Hörer gelangten. Als das Auro 3D-Setup wieder aus allen Boxen erklang, konnte man sich vorstellen aus welcher Richtung und Höhe die Geräusche/Musik kamen. Die Präsentation eines Konzertmitschnitts mit Auro-3D überzeugte auf voller Linie. Mit Bewegung des Kopfes konnte man ausmachen, aus welcher Richtung einzelne Instrumente spielten. Auro 3D war unser Überraschungs-Highlight des Tages.

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Der interessanteste Beitrag war wohl der aktuelle Statusbericht zur UHD-Standardisierung. Marcel Gonska, Gründer und Geschäftsführer der WLC GmbH, berichtete über die Standardisierung von UHD (Ultra HD) und erklärte warum ein gut durchdachter und ausgearbeiteter Standard so wichtig sei. Auf einen der ersten Folien ging es auch gleich zur Sache. Wieso Ultra HD?

„Ultra-HD bedeutet nicht nur MEHR PIXEL – Ultra-HD bedeutet vor allem BESSERE PIXEL!“ – Thomas Wrede, SES

[/fusion_builder_column][fusion_builder_column type=“1_2″ last=“no“]

[fusion_checklist icon=“arrow“ iconcolor=““ circle=“yes“]

  • Erhöhte Bildauflösung (4-fach / 8-fach gegenüber Full-HD)
  • Erweiterte Farbdarstellung
  • Erhöhte Farbauflösung des Videosignals
  • Erhöhter Dynamik-Umfang im Videosignal
  • Erhöhte Bildwiederholungsrate (100p/120p)
  • Erhöhter Kontrast
  • Erweiterter Mehrkanalsound (mehr als 5.1 oder objektbasiert)

[/fusion_checklist][/fusion_builder_column][fusion_builder_column type=“1_2″ last=“yes“][fusion_imageframe style=“bottomshadow“ bordercolor=“grey“ bordersize=“1px“ stylecolor=““ align=““]

Einführungsphasen von Ultra HD[/fusion_imageframe][/fusion_builder_column]

Der Ultra HD Standard  bringt eben nicht nur die vier- oder achtfache Full-HD Auflösung auf den Bildschirm, er verbessert auch die Farbauflösung, die Bildwiederholungsrate, den Kontrast und den Sound. Viele dieser Verbesserungen werden wir in der ersten Einführungsphase (siehe Abbildung) von Ultra HD garnicht zu sehen oder hören bekommen. Ein neuer Standard heißt auch, weit in die Zukunft zu denken. Ultra HD soll die Entertainment- und Unterhaltungselektronik-Branche bis ins Jahr 2020 und darüber hinaus begleiten. In der letzten Einführungsphase werden Bilder mit 7.680 x 4.320 Pixel und Bildwiederholungsraten von 100p oder 120p unterstützt.

[fusion_builder_column type=“1_3″ last=“no“]

[fusion_imageframe style=“bottomshadow“ bordercolor=“grey“ bordersize=“1px“ stylecolor=““ align=““]

Farbraum von HD Rec. 709 (weiß) und Ultra HDRec. 2020 (schwarz)

[/fusion_imageframe][/fusion_builder_column][fusion_builder_column type=“2_3″ last=“yes“]Die Erweiterung des Farbraumes ist ein sehr wichtiger Aspekt, der die Bildqualität entscheidend verbessern wird. Vergleicht man den aktuell definierten Farbraum von HD (Rec. 709) und den Farbraum von Ultra HD (Rec. 2020) dann erkennt man auf einen Blick, dass sich das Farbspektrum drastrisch erweitert (Siehe Abbildung). Der Kontrast im UHD-Standard soll ebenfalls erhöht werden, damit in Zukunft niemand mehr seine Lieblingsfilme mit einem Grauschleier genießen muss. Hier ist das Ziel echtes Schwarz abzubilden, auch wenn in der gleichen Szene  helle Bildabschnitte zu sehen sind. Eine erhöhte Bildwiederholungsrate verbessert das Bild vor allem bei Szenen mit viel Bewegung. Fussball ist hier wieder ein perfektes Beispiel. Tritt ein Spieler den Ball, dann ist er unter Umständen nur für ein oder zwei Frames (Bilder) zu sehen, ehe er am Bildschirmrand verschwindet. Eine erhöhte Bildwiederholungsrate ermöglicht es dem Zuschauer schnellen Objekten und Actionszenen mit viel Bewegung und Bildwechseln besser folgen zu können. Es fühlt sich im Gegensatz zum 25p Standard viel natürlicher an. In der letzten Phase mit 100p oder 120p werden wir unter Umständen gar keine Blurring-Effekte mehr realisieren.  Ein weiterer Aspekt war die Audiowiedergabe, die im neuen Standard erweitert weren soll. Der Kunde soll seine hochauflösende Inhalte weit über 5.1 Kanalsound hinaus genießen können. Dieses Thema wurde ja bereits auführlich unter „Auro 3D – Mittendrin statt nur dabei“ behandelt.[/fusion_builder_column]

Rückwärtskompatibilität – Zurück in die Zukunft!

Ganz wichtig für einen neuen Standard ist Rückwärtskompatibilität. Ein schönes Beispiel konnte Herr Gonska direkt aus dem Leben entnehmen. Sein Iphone hat sich nach einem Sturz entschlossen nicht mehr zu funktionieren. Kurzfristig ließ sich auch kein anderes Smartphone organisieren, aber in der Schublade schlummerte noch ein altes Nokia Handy mit Tasten. Zum Telefonieren und SMS-Schreiben sollte das Handy ausreichen. Herr Gonska war fast überrascht als  sich das Nokia mit der Bluetooth Freisprecheinrichtung in seinem Auto verbunden hat und er sogar Anrufe über die Freisprecheinrichtung tätigen konnte. Ein gutes Beispiel für eine gelungene Standardisierung. Alte Geräte und Inhalte, sind immer noch mit aktuellen Geräten kompatibel, obwohl ca. 10 Jahre zwischen Handy und Automodell liegen. Genau das macht auch die Standardisierung so kompliziert. Man muss Ultra HD für die Zukunft, die Gegenwart und die Vergangenheit rüsten. Somit muss man einen Zeitrahmen von ca. 30 Jahren abdecken. Die noch zu klärenden Punkte haben ganze zwei Folien gefüllt. Da wundert es dann niemanden, dass es noch kein offizielles Ultra HD-Logo gibt. Es sind einfach noch zu viele Fragen offen. Wir können uns aber sicher sein, dass in alle Richtungen mit Hochdruck gearbeitet wird.

[fusion_builder_column type=“1_1″ background_position=“left top“ background_color=““ border_size=““ border_color=““ border_style=“solid“ spacing=“yes“ background_image=““ background_repeat=“no-repeat“ padding=““ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ class=““ id=““ animation_type=““ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“no“ center_content=“no“ min_height=“none“][fusion_title size=“2″]Blu-Ray 2.0: Die Welt ist eine (100 GB) Scheibe![/fusion_title]

Als die ersten Berichterstattungen zu Ultra HD in die Medien kamen, wurde auch ein Thema ganz heiß diskutiert: Werden wir in Zukunft unsere Filme und Serien in Ultra HD nur noch über das Internet streamen oder wird es wieder ein Trägermedium, eine Blu Ray 2.0 geben? Die Antwort ist ganz klar: „Ja“ – Dem ist sich Helmut Schilling, Director of Marketing & Sales Europe bei der Singulus Technologies AG, sicher. Singulus ist weltweit Marktführer bei der Herstellung von Blu-Ray Fertigungsanlagen. Fast 90% aller hergestellten Blu Rays werden von einer Anlage aus ihrer Produktion gefertigt.
[/fusion_builder_column][fusion_builder_column type=“2_3″ last=“no“]

Mehr Layer, neuer Codec

Aktuelle Blu Rays können auf einer Datenschicht (Layer) bis zu 50 GB Daten fassen. Diese sind für gängige Produktionen in 2D und 3D mehr als ausreichend. Das Trägermedium der Zukunft muss aber viel mehr Daten fassen können. Eine Blu-Ray mit zwei Layern könnte bis zu 66 GB an Daten fassen. Eine Triple Layer Blu Ray speichert sogar an die 100 GB (also ca. 33 GB pro Layer). Doch selbst mit so einem großen Speichervolumen, sind Ultra HD Filme in Überlänge nicht realisierbar.

Hier muss zusätzlich an der Kompression der Daten gearbeitet werden. Hier heißt das Zauberwort HEVC (h.265). Der High Efficiency Video Codec ist der Nachfolger des geläufigen h.264 Codecs. Dieser soll Videodaten bis zu 50% effektiver komprimieren, ohne dabei die Qualität der Daten zu beeinträchtigen. Doch selbst mit erhöhter Speicherkapazität und verbesserter Codierung, überschreiten einige Konfigurationen von UHD-Filmen die 100GB-Marke. Ein Ultra HD 3D Film mit 4:2:2 10bit Farbtiefe und 60 Bildern pro Sekunde, würde bei drei Stunden ca. 117 GB benötigen. Mit 48p wären dies immerhin noch 107 GB. 2D Filme passen in jeder Konfiguration auf eine Triple-Layer Blu Ray. Die maximal errechnete Größe beträgt 85 GB bei einem 3 Stunden-Epos mit 60p und 4:2:2 10bit Farbtiefe.

Ob man sich auf die 100 GB Scheibe einigt, oder ob man die Dual-Layer Variante mit 66 GB wählt wird sich zeigen. Es gibt Parteien, die sich für die 66GB Variante aussprechen. Längeres Filmmaterial soll hier per Downscaling eingebracht und somit die Datenmenge verringert werden. Das Filmmaterial auf zwei Discs aufzuteilen, ist so gut wie vom Tisch. Hier ist man sich einig, dass das komplette Filmmaterial auf eine Disc passen muss![/fusion_builder_column]

[fusion_builder_column type=“1_3″ last=“yes“]

[fusion_separator top=“40″ style=“none, single, double, dashed, dotted, shadow“/][fusion_imageframe style=“bottomshadow“ bordercolor=“grey“ bordersize=“1px“ stylecolor=““ align=“right“]Einschätzung 4K Kapazitäten[/fusion_imageframe]

[fusion_imageframe style=“bottomshadow“ bordercolor=“grey“ bordersize=“1px“ stylecolor=““ align=“right“]Einschätzung Kapazität 4K 2D[/fusion_imageframe]

[fusion_imageframe style=“bottomshadow“ bordercolor=“grey“ bordersize=“1px“ stylecolor=““ align=“right“]Einschätzung Kapazität 4K 2D[/fusion_imageframe]

[/fusion_builder_column]

Neue Technik braucht das Land – neue UHD Blu-Ray-Player

Aktuelle Blu- Ray Player wären nicht mit dem neuen Blu Ray-Standard kompatibel. Hier erwartet uns eine neue Generation von Blu Ray Playern, die Dual- und Triple-Layer Blu-Rays wiedergeben und HEVC-Videomaterial decodieren können. Diese wären natürlich rückwärtskompatibel und spielen auch Blu-Rays der aktuellen Generation ab.

Die Blu-Ray Disc Association (BDA) arbeitet bereits seit mehreren Monaten an der Einführung des neuen Formats. Leider gibt es hier wie in allen Bereichen noch mehrere Punkte zu klären:

[fusion_builder_column type=“1_1″ background_position=“left top“ background_color=““ border_size=““ border_color=““ border_style=“solid“ spacing=“yes“ background_image=““ background_repeat=“no-repeat“ padding=““ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ class=““ id=““ animation_type=““ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“no“ center_content=“no“ min_height=“none“][fusion_checklist icon=“arrow“ iconcolor=““ circle=“yes“]

  • Entwicklung von Blu-Ray Disc Spezifikationen
  • Absichern, dass die Blu-Ray Disc Produkte von den Lizenznehmern gemäß den Spezifikationen angewandt werden
  • Das Vorantreiben einer umfassenden Einführung des Blu-Ray-Disc Formates
  • Das Ausarbeiten von nützlichen und zweckdienlichen Informationen für alle, die daran interessiert sind, das Blu-Ray Format zu unterstützen

[/fusion_checklist]

Zur Zeit werden verschiedene Muster vorbereitet und getestet. Eine finale Entscheidung der BDA wird im Frühjahr 2014 erwartet. Singulus selbst rechnet damit, dass die Herstellung einer Ultra-HD-Blu-Ray-Fertigungsanlage um die 6 Monate in Anspruch nehmen wird. Sobald sich das Gremium der BDA final für eine Blu-Ray-Variante entscheidet, ist man ca. Mitte 2014 bereit zur Produktion. Diese Zeit werden auch Hersteller von Blu-Ray-Disc Player benötigen um ihre neuen Geräte zu entwickeln.

[/fusion_builder_column][fusion_builder_column type=“1_1″ background_position=“left top“ background_color=““ border_size=““ border_color=““ border_style=“solid“ spacing=“yes“ background_image=““ background_repeat=“no-repeat“ padding=““ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ class=““ id=““ animation_type=““ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“no“ center_content=“no“ min_height=“none“][fusion_title size=“2″]Hot Air or On Air? Ultra-HD aus Sicht eines Satellitenbetreibers[/fusion_title]

Jeder Deutsche sitzt im Durchschnitt 220 Minuten pro Tag vor dem Fernseher! Das sind über 3,5 Stunden. Somit avanciert die „Flimmerkiste“ zu den beliebtesten Hobbys der Deutschen. In diesen Zahlen kristallisiert sich auch heraus, welche Bedeutung UHD für die Fernsehübertragung hat. Wenn die Haushalte sich mit Ultra HD Fernsehgeräten eingedeckt haben, möchten sie auch qualitativ hochwertige Inhalte zu sehen bekommen.

Stefan Vollmer von Astra Deutschland nahm sich dem Thema an und konnte bereits zum Start seiner Präsentation ganz klar verkünden „Wir sind bereit für Ultra HD“!

Das Ökosystem für die Übertragung von Ultra HD Inhalten via Satellit ist bereits vorhanden und mit dem neuen HEVC h.265 Codec bewegen sich die Bitraten, die für die Übertragung von UHD benötigt werden im machbaren Bereich. Erste Tests und Live-Übertragungen sind bereits im April 2013 gestartet worden. In Kooperation mit Broadcom wurde ein mit HEVC decodiertes Signal über Satellit empfangen. Hierfür wurde eine Offline-Encoding-Lösung von Harmonic genutzt.

Gestützt auf diesen ersten Tests ging auch der erste Astra-UHD-Demokanal ans Netz. Der Sender ist im 24-Stunden Dauerbetrieb und ist über ASTRA 19.2 E Transponder: 1.035 erreichbar. Leider werden nur sehr wenige in den Genuss dieser Demobilder kommen, da hierfür ein UHD-Receiver-Prototyp von Humax von Nöten ist.

Von einer Live-Übertragung ist man aber noch weit entfernt. Der HEVC Codec ist ein hochkomplexer Standard und Lösungen für eine Echtzeit-Encodierung (Verschlüsselung der Daten) wird es wohl nicht vor 2014 geben. Zwischen der Aufzeichnung der Verschlüsselung (Encodierung), Übertragung und Entschlüsselung (Decodierung) liegen meist mehrere Stunden. Mit ersten Satellitenreceiver für den Endkunden wird ab 2015 gerechnet. Bis dahin sollte es bereits eine kleine installierte Basis von UHD-TV-Geräten in Deutschland geben.

Wer glaubt, dass mit dem „Startschuss“ 2014/2015 alles auf UHD umgestellt wird, der irrt. Wie bei der Einführung von HD wird das Angebot an UHD-Sendern langsam und stetig wachsen. Laut Analysen werden erst im Jahr 2025  ca. 40-50% aller verkauften Fernseher Ultra-HD-Auflösung unterstützen. Somit stellen UHD-Übertragungen in den nächsten Jahren sicherlich kein lukratives Geschäft für die Satellitenbetreiber dar. Wie so oft müssen die Sendeanstalten am Anfang draufzahlen um sich früh Marktanteile zu sichern. Parallel dazu wird sich HD als Standard etablieren und jedem ohne Mehrkosten zur Verfügung stehen.

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Stephan Heimbecher, Head of Innovations & Standards Product & Operations – Technology von Sky Deutschland (Puh, was für eine Bezeichnung!) hat bei seiner Präsentation das Thema Live-UHD-Sport-Produktionen behandelt. Welchen Sport Sky gewählt hat, ist natürlich klar – Fussball!

Die Vorbereitung für die ersten Testaufnahmen in Ultra HD gehen zurück bis Ende 2011. Über ein Jahr Vorbereitungszeit hat es gebraucht um gerüstet zu sein das Highlight-Spiel FC Bayern München gegen Borussia Dortmund im Dezember 2012 in Ultra HD aufzuzeichnen. Bei dieser Begegnung wurden drei Kamerapositionen getestet: Die obersten Ränge mit Blick über das komplette Spielfeld inkl. Zuschauerränge, von den mittleren Rängen und einmal vom Spielfeldrand und somit am Puls des Geschehens. Der Testaufnahme folgten noch viele weitere Tests, meist von Top-Begegnungen damit auch die Atmosphäre einer bebenden und jubelnden Fangemeinde gut eingefangen werden kann.

Neue Fernsehkonzepte vorgestellt in Ultra HD auf dem Tecwatch Forum

Mehr Pixel, mehr Möglichkeiten

Wie gut Spielszenen in Ultra HD mit 60p aussehen können, darüber konnte man sich im Show-Reel persönlich überzeugen. Doch der neue Standard lässt nicht nur Material mit 3.840 x 2.160 Pixel besser aussehen, er gibt den Fernsehmachern auch neue Möglichkeiten. Bereits auf der IFA 2013 wurden die neue Fernsehkonzepte vorgestellt und Sky scheint bis jetzt an der Multiview-Idee festzuhalten. Beim Multiview werden verschiedene Bildausschnitte zu einem Multifeed nebeneinander angeordnet. Die Idee von Sky: Die untere Bildschirmhälfte zeigt das komplette Spielfeld, um dem Zuschauer immer einen Überblick über die Spielsituation zu geben. Oben rechts wird das Videosignal eingeblendet, welches dem Ball folgt und Begegnungen zwischen Spielern oder Torschüsse wiedergibt. Der letzte Feed oben links zeigt ebenfalls eine Feldübersicht, die etwas näher am Geschehen ist, und fängt bei einem Tor oder Fehlschuss die Reaktion der Fans ein. Mit dieser Lösung verpasst man garnichts auf dem Spielfeld, es ist aber fraglich, ob die verschiedenen Bildeindrücke den Zuschauer nicht überfordern.

Von der technischen Seite gibt es eigentlich keine Produktionsstufe, die nicht überarbeitet werden muss. Um ein Fussballspiel live in Ultra HD übertragen zu können, muss neben den neuen 4K Kameras auch ein neuer Übertragungswagen geplant werden. Auch im Playout-Center muss neue Technik angewandt werden, die unter anderem das Videosignal in Echtzeit im neuen HEVC (h.265) encodiert. Nur so kann sichergestellt werden, dass die von den Satellitenbetreibern verfügbare Bandbreite für die Liveübertragung ausreicht.

Neue Tests werden bereits im Februar 2014 bei den Olympischen Winterspielen in Sochi stattfinden. Natürlich wird auch das Finale der Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien in Ultra HD aufgenommen. Doch wann werden wir endlich UHD-Liveübertragungen zuhause bewundern können? Sky rechnet damit, dass 2015/2016 erste Fussball-Liveübertragungen in UHD realisiert werden können.

[/fusion_builder_column][fusion_builder_column type=“1_1″ background_position=“left top“ background_color=““ border_size=““ border_color=““ border_style=“solid“ spacing=“yes“ background_image=““ background_repeat=“no-repeat“ padding=““ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ class=““ id=““ animation_type=““ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“no“ center_content=“no“ min_height=“none“][fusion_title size=“2″]Fazit:[/fusion_title]

Es ist wichtig, dass Presse, Hersteller und Fachleute die gleiche Sprache sprechen. Hier muss eine Kommunikationslinie gefahren werden, damit auch der Kunde ganz klar vermittelt bekommt, worum es bei Ultra HD eigentlich geht. Jeder muss sich seiner individuellen Aufgabe bewusst sein und versuchen diese bestmöglich zu meistern. Aufgaben gibt es genug. Überall gibt es Baustellen, sei es bei der Erstellung von Ultra HD Inhalten, der Übertragung via Satellit oder dem Erarbeiten eines neuen physischen Wiedergabemediums. Jede Institution wird sich die Zeit nehmen, die sie braucht die jeweilige Aufgabe zu erfüllen. Man möchte auf jeden Fall Fehler wie bei der Einführung von 3D vermeiden: Verschiedene Standards, verschiedene Übertragungstechniken und schlechte Inhalte. „Wenn man wenig Zeit hat, sollte man sich am Anfang genug davon nehmen“. Bevor man erfolgreich mit Ultra HD starten kann, muss am Tag X ein Standard definiert sein, der mindestens 15-20 Jahre Bestand hat.

Der Workshop war sehr informativ und hat klar gezeigt, wo es noch hakt, wie weit die einzelnen Arbeitsgruppen sind und vor allem hat er gezeigt, wie der Zeitplan aussieht. Die Revolution geht weiter, aber sie wird 2014 wohl nicht ihren Höhepunkt erreichen. Der „finale Startschuss“ wird wohl erst 2015 oder später fallen, aber man kann sich sicher sein, er wird fallen.

Auch wenn die Technik am Anfang etwas gestreikt hat, war das Event sehr gut organisiert und wir würden uns freuen, wenn im nächsten Jahr ein ähnliches Event mit neuen Erkenntnissen und Erfolgsmeldungen aus der Ultra HD-Welt stattfinden würde.

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UHD2013 Ultra HD Kompetenz Workshop – Ein Statusbericht
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