Es sind ers­te Bil­der des Dev-Kits (Ent­wick­ler-Ver­si­on) von Micro­softs Xbox Scor­pio auf­ge­taucht. Die­se wer­den an die Ent­wick­ler ver­schickt, die dann anfan­gen kön­nen ihre Spie­le auf die Kon­so­le anzu­pas­sen. Die Fotos geben einen Aus­bli­ck auf das fina­le Desi­gn der 4K Kon­so­le.


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Gama­su­tra wur­den meh­rer Bil­der der neu­en Xbox-Kon­so­le mit dem Code­na­men „Scor­pio“ zuge­spielt. Dar­auf ist das Xbox „XDK“ ganz deut­li­ch zu erken­nen. Die für Ent­wick­ler ange­pass­te Ver­si­on der Xbox Scor­pio wur­de in punc­to Hard­ware und Desi­gn dahin­ge­hend ange­passt, damit die Por­tie­rung von Spie­len leich­ter von der Hand geht. An der Front gibt es z.B. ein OLED-Dis­play, dass über 5 pro­gam­mier­ba­re Knöp­fe dem Ent­wick­ler Daten lie­fert. IN einem Mock­up der Kon­so­le, erkennt man z.B. die Aus­las­tung der Pro­zes­so­ren, des Netz­werks sowie die aktu­ell aus­ge­ge­be­ne Bild­wie­der­ho­lungs­ra­te. Das OLED-Dis­play wird aber mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit der Ent­wick­ler-Kon­so­le vor­ent­hal­ten blei­ben. Dage­gen wer­den die drei USB-Anschlüs­se an der Front sowie einen Ether­net-Port und ein HDMI-Aus­gang auf der Rück­sei­te auch in der fina­len Ver­si­on zu fin­den sein.

24GB Arbeitsspeicher, 1 GB SSD-Festplatte

Das Dev-Kit der Xbox Scorpio verfügt über ein OLED-Display an der Front, fünf Funktionstasten und drei USB-Eingänge

Das Dev-Kit der Xbox Scor­pio ver­fügt über ein OLED-Dis­play an der Front, fünf Funk­ti­ons­tas­ten und drei USB-Ein­gän­ge Bild­quel­le: Gama­su­tra

Die ver­bau­te Hard­ware unter­schei­det sich teils dras­ti­sch von den fina­len Spe­zi­fi­ka­tio­nen. Der Pro­zes­sor mit 8 Ker­nen und 2.3 GHz bleibt gleich, der Gra­fik­pro­zes­sor nutzt 44 CUs (Com­pu­te Units) statt nur 40, wodurch sich eine Rechen­leis­tung von 6.6 Ter­ra­flops ergibt. Der Arbeits­spei­cher wur­de mit 24GB ver­dop­pelt und mit der zusätz­li­chen 1TB SSD-Fest­plat­te (Solid Sta­te Disc) erin­nert das Sys­tem eher an einen High-End-Zocker-PC als an eine Spiel­kon­so­le. Xbox hat noch die Anord­nung der Lüf­ter ver­än­dert, so dass nicht mehr von oben gekühlt, son­dern die Luft von den Sei­ten durch die Kon­so­le gelei­tet wird. Das gibt den Ent­wick­lern den Vor­teil, dass sie meh­re­re Dev-Kits über­ein­an­der Sta­peln kön­nen, ohne eine Über­hit­zung des Sys­tems befürch­ten zu müs­sen.

Downscaling auf die finale Hardware

Doch wie­so lie­fert Micro­soft den Ent­wick­lern eine Kon­so­le, die weit­aus per­for­man­ter als die End­kun­den-Ver­si­on ist? Für den Spiel­ent­wick­ler ist es weit­aus ein­fa­cher, eine anspruchs­vol­le Ver­si­on eines Spie­les auf die Spe­zi­fi­ka­tio­nen der Xbox Scor­pio her­un­ter­zu­ska­lie­ren, als eine schlech­te Ver­si­on nach oben anpas­sen zu müs­sen. Bevor ein Spiel per­fekt auf die Hard­ware-Eigen­schaf­ten einer Kon­so­le opti­miert wird, müs­sen erst ein­mal alle Kom­po­nen­ten feh­ler­frei zum lau­fen gebracht wer­den. Für Micro­soft war es vor allem wich­tig die­se Pro­zes­se zu opti­mie­ren. So wird mit dem XDK z.B. ein neu­es Über­tra­gungs­ka­bel mit­ge­lie­fert, über das sich voll­stän­di­ge Spie­le-Builds in nur weni­gen Minu­ten auf die Kon­so­le über­tra­gen las­sen. Frü­her nahm das bereits 30-45 Minu­ten in Anspruch.

Durch das überarbeitete Lüfter-Design lassen sich die Entwickler-Konsolen nun auch stapeln.

Durch das über­ar­bei­te­te Lüf­ter-Desi­gn las­sen sich die Ent­wick­ler-Kon­so­len nun auch sta­peln. Bild­quel­le: Gama­su­tra

Vor Weihnachten 2017 im Handel

Aus Sicht der Ent­wick­ler, scheint es sich bei der Xbox Scor­pio um einen regel­rech­ten Traum zu han­deln. Inwie­weit sich die Kon­so­le, ihre Fea­tures und Spie­le-Lin­eup beim Kun­den behaup­ten kann, dass erfah­ren wir bereits Ende die­ses Jah­res. Micro­soft möch­te die 4K Kon­so­le noch vor Weih­nach­ten 2017 in den Han­del brin­gen.

So könn­te Xbox Scor­pio aus­se­hen: Bil­der des DEV-Kits auf­ge­taucht
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