Alita: Battle Angel 4K Blu-ray im Test: Audiovisuelles Fest

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Bildqualität (90%)

Alita: Battle Angel wurde durchweg digital gefilmt. Nach allen verfügbaren Informationen wurde von ihr allerdings nur ein 2K-DI erstellt. Neben dem integrierten erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 ist die UHD hierzulande die erste Scheibe, die mit allen drei HDR-Formaten ausgestattet ist: HDR10, HDR10+ und Dolby Vision. Was dieses Review angeht, so konzentriert es sich auf HDR10 und Dolby Vision. Da die Resultate, die HDR10+ mit den ersten erhältlichen Titeln brachte, praktisch ohne jede Veränderung gegenüber dem statischen HDR10 blieben (zumindest auf einer hochwertigen Kette von Panasonic-Geräten), scheint HDR10+ derzeit immer noch nicht in einer Liga mit DV spielen zu können.

Die Blu-ray stellt das Bild deutlich heller dar als die UHD

Das auffälligste Merkmal der UHD (und das gilt für HDR10 ebenso wie für DV) ist die weitaus größere Kontrastdynamik sowie das intensivere Color Grading. Beides in Kombination sorgt für eine sichtbar bessere Farbdifferenzierung. Nimmt man sich bspw. den Beginn von Kapitel Kapitel vier so sieht man auf dem Steampunk-Design der Stadt eine Vielzahl an vielfältigeren Farben und Schattierungen. Man wähnt Rost und abbröckelnde Farbe, wo die BD eher wie ein pastellhaftes Gemälde mit zu weichen Farbtönen wirkt.
Sichtbar mehr Blau- und Violett-Schattierungen gelangen zum Auge und Hautfarben kommen nun natürlicher, brauner und nicht so gelblich rüber.

Auch Wolken am Himmel arbeitet die UHD besser heraus, während die Blu-ray hier etwas mehr überreißt. Hintergründe, die nicht mehr unter einem leichten Schleier liegen, lassen das Bild in der Tiefe organischer wirken. Selbst die CGI-Elemente machen über die UHD einen echteren Eindruck, wirken weniger artifiziell.

Dolby Vision arbeitet Hell-Dunkel-Kontraste am besten raus

Nimmt man die Dolby-Vision-Fassung für sich, punktet sie mit der maximal möglichen Hell-Dunkel-Dynamik. Was die UHD per DV hier in Sachen Schwarzwert abliefert, ist wirklich sensationell. Nur ganz selten mal wirken helle Bereiche auf Gesichtern ganz leicht überstrahlt. Ansonsten ist das schon ein vorzüglich dynamisches Bild. Gegenüber HDR10 wird hier und da noch ein leichter Schleier vom Bild genommen, dafür wirkt DV an anderen Stellen nicht ganz so farbintensiv, was am Ende Geschmackssache ist.

Grundsätzlich punktet die UHD mit einem noch ruhigeren Eindruck gegenüber der Blu-ray. Wo die BD immer wieder leichte Körnung auf Hintergründen oder uniformen Flächen offenbarte, bleibt die UHD ruhig. Lediglich die ganz dezente Körnung ausgerechnet auf den CGI-Figuren bleibt vorhanden. Gerade Alitas Gesicht und ihr Körper weisen bisweilen eine leichtes Rauschen auf, wohingegen das im gleichen Frame gefilmte Gesicht von Christoph Waltz absolut ruhig bleibt (41’56) – ein Problem allerdings, das auch die BD schon (deutlich intensiver) hatte.

Bei der 3D-Fassung werden Figuren sauber vom Hintergrund getrennt

Der UHD liegt auch die 3D-BD des Films bei. Und weil Rodriguez zum einen ein alter 3D-Hase ist (schon sein Spy-Kids 3D von 2003 wurde stereoskopisch gefilmt) und er zum anderen auf das cameron’sche Kamerasystem zurückgreifen konnte, mit dem dieser seine Unterwasser-Dokus aufnahm, sollte auch dieser in echtem 3D aufgenommene Film eine herausragende 3D-Visualisierung liefern.

Und das tut Alita dann auch. Schon auf dem Schrotthaufen schält sich Christopher Waltz sehr plastisch vom Hintergrund ab. Grundsätzlich gehört Rodriguez‘ Film zu den technisch saubersten 3D-Filmen der letzten Jahre. Wenn Alita und Dyson sich Zalem anschauen, sieht man volle drei Ebenen in der Stadt, später sogar noch mehr. Das einzige Problem bei einem in weiten Teilen am Rechner entstandenen Film sind dann die Hintergründe. Dieser zweidimensional-flache Back-Layer wirkt dann arg gezeichnet, was in der 3D-Fassung gegenüber der 2D-Version stärker auffällt.

Richtig klasse sind aber bspw. die vielen Staubpartikel, die teilweise in der Luft umher schwirren oder auch die Totale von Zalem. Die Versorgungsstränge, die von dort runter hängen und der Müll, der herabfällt sorgen für einen schicken 3D-Effekt.

Alita: Battle Angel (4K Ultra HD + 3D Blu-ray + Blu-ray)

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7 KOMMENTARE

  1. Wiso Flop?wie sagte einst der kleine Gallier:die spinnen die Amis(Briten).Es ist ein super Animations Film mit ganz tollen Bildern und Sound.
    Einzig zu bemängeln wäre mal wieder die verkaufspackung,Blu-ray,3D und UHD in der Hülle,ich würde noch DVD und VHS dazu packen

  2. Der Film war DIE Überraschung 2019! Mit Null Erwartungen an- und mit Begeisterung zu Ende geschaut. Ich hoffe es kommt ein zweiter Teil. Die 4k Scheibe ist super gelungen, 3D werde ich mir bei Gelegenheit anschauen.

  3. Möchte noch mal was zu den angeblich zu großen Augen sagen!
    Es hat nicht nur was damit zu tun das der Film einen Manga als Vorlage hat, sondern auch mit dem Umstand das Alita aus einer Mars Kolonie stammt! Die dortigen Bewohner hatten fast alle größere Augen.

    Hätten sie das Detail im Film weggelassen, würde der Film nicht nur im Kino gefloppt sein, sondern im Heimvideo Bereich ebenfalls!
    Das es im Kino in die Hose gegangen ist, dürfte auch in erster Linie an anderweitig enttäuschten Fans liegen, denn wer den Film gesehen hat der liebt ihn überwiegend!
    Meiner Meinung nach ist es eine der besten Anime/Manga verfilmungen überhaupt! Und ich hoffe mal das sie eine Triologie daraus machen! Denn Stoff ist noch genug da!

    • …und auch wenn er hier und da kleine Schwächen hat ist es mMn die erste korrekt umgesetzte Anime-Realverfilmung. Hier kann man das Vergleichsvideo auf Yt sehr empfehlen. Von dieser Art würd ich gerne mehr sehen.

      • …im Gegensatz zu ner gequirlten Scheiße wie z.B. das Netflix Deathnote oder…..ich mags kaum aussprechen….Dragonball Evolution.

  4. Hey, ihr habt eine Wortdopplung „Kapitel“ auf Seite 2: „Nimmt man sich bspw. den Beginn von Kapitel Kapitel vier“.
    Schöner Artikel, aber ich bin auch voreingenommen. Mir hat der Film im Kino schon gut gefallen 😉 Daher eh Pflichtkauf.
    Was ich mir von euch noch gewünscht hätte, etwas mehr Details zum 2k DI. Merkt man das im direkten Vergleich zu nativen 4k DI’s?

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