Stephen Kings ES – Kapitel 2 auf 4K Blu-ray im Test: Genauso gut wie der Vorgänger?

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Bildqualität (80%)

Die Umsetzung der UHD geschah analog zum ersten Teil unter den praktisch gleichen Voraussetzungen. Auch beim zweiten Teil kamen Kameras vom Typ ARRI Alexa Mini und ARRI Alexa XT zum Einsatz. Und wie schon beim Vorgänger resultierten daraus Aufnahmen in 2.8K- bis 3.4K-Auflösung. Und um das Trio der Analogien perfekt zu machen, wurde davon auch hier kein 4K DI gezogen, sondern auf 2K herunter gerechnet, um für die UHD wieder hoch zu skalieren. Nichts wirklich neues also bei der Fortsetzung. Wobei, doch. Denn wo der erste Teil „nur“ HDR10 und Dolby Vision bot, hat die Fortsetzung nun zusätzlich noch HDR10+ an Bord. Selbstredend neben einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Letzterer schlägt sich im Film auf der UHD allerdings nur wenig nieder. Es gibt nur wenige Szenen, die farblich wirklich satter erscheinen, was in diesen Momenten aber auch vornehmlich an einem anderen Punkt liegt: Der immens hohen Helligkeit der UHD.

Entgegen der meisten anderen Ultra-HDs ist der zweite Teil von ES sichtbar heller gemastert und liefert gleichzeitig die helleren und strahlenderen Farben. Wenn die sechs Freunde in den Katakomben unterwegs sind und der riesige rote Luftballon immer größer wird, ist der Widerschein auf den Gesichtern kräftiger. Das könnte man auf den höheren Farbumfang schieben. Allerdings ist es bei näherer Betrachtung eher eine HDR-Wirkung. In den Szenen, die über die BD zu dunkel geraten, zeichnet die UHD durchweg besser durch. Zwar auf Kosten des sattesten Schwarz (109’11), allerdings lässt sich dies durch ein klein wenig Reduzieren des Helligkeitsreglers des TVs in den Griff bekommen – und zwar, ohne auf die dynamischere Helligkeit und die bessere Durchzeichnung verzichten zu müssen.

Die Durchzeichnung im Schwarz gelingt der UHD besser

Geradezu fantastisch geraten die Spitzlichter. Zwar ist der UHD keine Angabe zur Spitzenhelligkeit zu entnehmen, doch wenn man sich die Leuchtreklame bei 37’50 anschaut, wirkt sie bei der Blu-ray dagegen fast flau und fad. Das Color Grading unterscheidet sich zwischen BD und UHD praktisch nicht. Hautfarben leuchten auch hier bei der UHD nur deshalb mehr, weil sie einfach dynamischer ist. Die Farbgebung bleibt identisch. Ebenso bspw. bei den in Cyan getauchten Szenen nach etwas über 76 Minuten. Ein paar Worte zu HDR10+ und Dolby Vision: Da die UHD gegenüber der BD kaum differenziert, was die Farbgebung angeht, sieht man auch bei den dynamischen Varianten kaum Veränderungen. Dolby Vision zeigt etwas mehr Kontrast bei den Hell-Dunkel-Übergängen und HDR10+ zeigt erneut … quasi gar nichts. Man mag bei vereinzelten helleren Szenen etwas mehr Punch wahrnehmen. In dunkleren Momenten und bei Mischlicht gibt es keine Unterschiede. In puncto Auflösung gibt’s keinen echten Detailgewinn in Close-ups – vielmehr ist die Oberfläche etwas homogener, wo die Blu-ray ganz dezent überschärft (siehe Vergleichsbild unten). Bei Halbtotalen wie der Übersicht im Second-Hand-Laden werden allerdings bis in den hinteren Bereich die Regale, Lampen an der Decke und die Artikel plastischer abgebildet – auch hier aber ebenso bedingt durch das prägnante HDR.

ES Kapitel 2 [4K] [Blu-ray]
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(Stand von: 2021/09/19 7:25 am - Details
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Der echte Filmfan bleibt im Heimkino: Das Bild ist besser, der Sound unmittelbarer und die Sitznachbarn angenehmer - Timo rezensiert seit 2002 mit Leidenschaft (fast) durch alle Genres. Aktuelle Rezensionen findest du auf blu-ray-rezensionen.net

1 KOMMENTAR

  1. Selbst wenn die Figuren teils „Unhorror“ wirken, passt das doch. Der Film spielt um erwachsene. Die sehen alles etwas weniger Gruselig. Ich bin auf jeden Fall gespannt und hoffe, dass der Directors Cut bald kommt.

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