Eine Übersicht der beliebtesten 4K Streaming / Media Player inkl. einer kurzen Beschreibung. Welcher Streaming Player ist der richtige für mich? Der neue Apple TV 4K oder doch lieber den günstigen Amazon Fire TV? Kommt vielleicht Nvidias Shield Konsole für mich in Frage? Antworten findest du hier!

Mittlerweile kann der Kunde aus einem beachtlichen Angebot verschiedenster 4K Media & Streaming Player auswählen. Viele der Streaming-Angebote können auch meist direkt über die Smart-TV Funktionen eines Fernsehers oder Projektors genutzt werden, oft fehlen aber einzelne Features oder populäre Streaming-Apps, so dass man oft zwischen verschiedenen Geräten hin und her wechseln müsste. Ein 4K Streaming Player ist hier eine einfache Lösung, alle seine Lieblings-Dienste und Inhalte über ein Endgerät abrufen zu können. Wir möchten euch einen schnellen Überblick, über die beliebtesten und neusten Modelle geben. Während sich die Modelle preislich teils deutlich unterscheiden, decken sich doch meist die Features und Einsatzgebiete:

Auswahl 4K Streaming Player:

Apple TV 4K Nvidia Shield Amazon Fire TV Chromecast Ultra HiMedia Q10 Pro

Appe TV 4K

Apple TV 4K mit HDR10 & Dolby Vision
Apple TV 4K mit HDR10 & Dolby Vision

Der Apple TV 4K ist einer der teuersten Player in unserer Aufstellung. Apples erster Versuch in der 4K UHD Welt Fuß zu fassen ist doch recht erfolgreich. Die Box unterstützt neuste Standards wie HDR10 und Dolby Vision und begründet zudem den Start des neuen 4K-Segments im iTunes Store. 4K Inhalte werden mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde wiedergegeben. Die Soundausgabe ist bislang auf Dolby Digital 7.1 Plus begrenzt, lt. ersten Berichten ist Dolby Atmos aber bereits in Planung. Wer bereits eine große Filmsammlung über iTunes besitzt, sollte sich Gedanken über den Apple TV 4K machen. Alle HD-Filme, die auch als UHD-Version vorliegen, werden nämlich kostenlos auf die hochauflösende Variante hochgestuft.

Die Netflix App wird mit voller 4K Auflösung, HDR und Dolby Vision unterstützt. Die Amazon Video App lässt noch auf sich warten, soll aber bereits Ende Oktober/Anfang November ihren Weg auf den Player finden. Youtube läuft nur mit 1080p. Dieser Umstand ist dem ewig andauernden Clinch zwischen Google und Apple geschuldet. Entsprechend unterstützt der Apple TV 4K den VP9-Codec nicht und somit auch keine 4K/HDR-Wiedergabe über das Videoportal.

Eigene Inhalte (auch in 4K) lassen sich gut über zusätzliche Apps wie Plex, VLC oder Infuse über das Heimnetzwerk wiedergeben. Hier sollte der Apple TV 4K aber über Ethernet oder 5GHz WiFi mit dem Netzwerk verbunden sein, da es sonst zu Rucklern oder längeren Pufferzeiten kommen kann. Eine Unterstützung für HDR steht in den beliebten Playern leider noch aus, könnte aber mit Updates nachgeliefert werden.

Ein Manko gibt es noch, dass auch schon in vielen Reviews angesprochen wurde. Der Apple TV 4K wählt automatisch die angeblich beste Kombination aus Auflösung, Bildwiederholungsrate und HDR-Format für die Wiedergabe der Inhalte aus. Dabei wird eine höhere Bildwiederholungsrate immer bevorzugt. Das bedeutet: Auf einem 2016 OLED TV von LG, wird ein Film mit 4K/60p/HDR10 wiedergegeben, anstatt mit 4K/30p/Dolby Vision. Hier muss der Nutzer je nach Inhalt manuell umschalten und ggf. „nachbessern“. Wer sich gerade einen Film angesehen hat und die Einstellung auf 4K/24p/HDR10 steht, wird im Menü deutliches Ruckeln feststellen. Apple muss hier auf jeden Fall nochmal mit einem Update nachhelfen. Perfekt für iTunes Nutzer mit einer großen Filmsammlung.

Nvidia Shield

Nvidia Shield steht bei Heimkino-Fans hoch im Kurs

Nvidias Shield Konsole ist ein freies System das auf Android TV basiert. Der Player war ursprünglich wohl eher als Zocker-Alternative zu den etablierten Systemen von Sony, Microsoft und Nintendo gedacht, hat sich aber in den letzten Monaten zu einem der beliebtesten 4K Streaming- und Mediaplayer etabliert. Das System unterstützt Netflix, Amazon Video und Youtube in 4K/HDR 60p (Die Shield Konsole unterstützt noch kein VP9 Profil 2, womöglich erst per Update) und bietet auch eine breite Unterstützung verschiedenster Formate über integrierte Player. Unterstützung für Plex, VLC usw. ist natürlich gegeben und für professionelle Anwender sicherlich die bevorzugte Wahl eigene Inhalte wiederzugeben.

Die Bedienung des Systems ist recht einfach gehalten, bietet für fortgeschrittene Nutzer genug Möglichkeiten das System zu verändern und an die eigenen Ansprüche anzupassen. Ein Vorteil sind auch die USB 3.0-Anschlüsse, die bei anderen Streaming-Playern meist fehlen. Darüber lassen sich mal einfach Filme & Serien über USB-Stick oder externe Speichermedien wiedergeben. Aber auch über das integrierte WLAN oder Ethernet, kann der Player ohne Probleme auf Netzwerkspeicher oder Internetdienste zugreifen.

Hervorzuheben wäre noch der großartige Support von Nvidia, die den Player in regelmäßigen Abständen nicht nur mit Updates zur Fehlerbehebung, sondern immer wieder mit neuen Features und Inhalten versorgen. Auch die Games-Datenbank kann sich mittlerweile sehen lassen und so lädt die Shield Konsole doch zur ein oder anderen Zocker-Session ein, vor allem weil ein Controller bereits mitgeliefert wird. Unsere Empfehlung für Netzwerk Streamer.

Nvidia Shield TV Media Streaming Player (16 GB, inkl. Fernbedienung und Shield Controller) schwarz

Preis: EUR 229,00

3.7 von 5 Sternen (106 Kundenrezensionen)

9 neu & gebraucht ab EUR 212,97

Der neue Fire TV (2017):

"Der neue Fire TV" jetzt auch mit HDR (High Dynamic Range) und Dolby Atmos
„Der neue Fire TV“ jetzt auch mit HDR (High Dynamic Range) und Dolby Atmos

Amazon liefert mit dem neuen Fire TV aus 2017 eine kompakte 4K Media Player Lösung zum Kampfpreis an. Mit nur 79,- Euro ist der Fire TV einer der günstigsten Player, lässt dabei aber keine wichtigen Features vermissen. 4K & HDR werden über Amazon Video, Youtube und Netflix unterstützt. Dolby Vision-HDR ist noch kein Thema für den Player. Amazon wird womöglich auf das freie HDR10+ Format umschwenken. Mit 8 GB integriertem Speicher und keiner Möglichkeit diesen zu erweitern ist das Einsatzgebiet des Players klar: Streaming von Filmen & Serien, vielleicht noch die Wiedergabe von Musik & Bildern. Das System ist, wie man es von Amazon kennt, recht geschlossen. Der USB-Typ-C Anschluss wird nur für die Stromzufuhr (und den optionalen Ethernet-Adapter) reserviert, die Kommunikation mit Streaming-Diensten und dem Internet läuft somit vorrangig über das integrierte WLAN-Modul (2.4GHz & 5GHz).

Wer keinen Dolby Vision-fähigen Fernseher besitzt und bereits Amazon Prime Abonnent ist, für den gibt es eigentlich keine bessere Wahl als Amazons neuen Fire TV 4K/HDR Player. Unser Preis/Leistungs Empfehlung.

Das neue Fire TV mit 4K Ultra HD und Alexa-Sprachfernbedienung

Preis: EUR 79,99

(0 Kundenrezensionen)

1 neu & gebraucht ab EUR 79,99

Google Chromecast Ultra:

Entfaltet nur mit externen Geräten (Smartphone, Tablet, PC) sein volles Potential: Google Chromecast UltraDer Google Chromecast Ultra wird dem Namen „Streaming-Player“ wirklich gerecht. Das Modell hat sicherlich den ein oder anderen Impuls für das finale Design des neue Amazon Fire TV gegeben, kann aber mit weit weniger Funktionen aufwarten. Wer den Chromecast Ultra richtig nutzen möchte, benötigt auf jeden Fall ein Smartphone, Tablet oder PC, über den die Inhalte auf den Chromecast Ultra gestreamt werden. Über das Gerät selbst kann nur Netflix und Youtube in 4K und HDR wiedergeben, Amazon Video Streaming fehlt. Alle anderen Inhalte müssen eigentlich von externen Geräten auf den Chromecast gespielt werden.

Das Modell ist sicherlich ein „Nischenprodukt“ und es gibt nur wenige Gründe sich nicht für den günstigeren Amazon Fire TV zu entscheiden. Wer z.B. Dolby Vision Inhalte streamen möchte, ist beim Chromecast Ultra besser aufgehoben. Auch die Wiedergabe des DTS:X Audioformates beherrscht der Player. Das System lässt sich auch sehr gut ins Heimnetzwerk einbinden. Inhalte von dritten Geräten oder einem Netzwerkspeicher (NAS) finden mit wenigen Klicks ihren weg auf den Chromecast Ultra + angeschlossenem TV. Für Amazon-Verweigerer und Technik-Fans.

HiMedia Q10 Pro

Ideal für Inhalte die direkt auf der Box (optionale Festplatte) oder dem Heimnetzwerk liegen
Ideal für Inhalte die direkt auf der Box (optionale Festplatte) oder dem Heimnetzwerk liegen

Der HiMedia Q10 Pro ist seit gut 2 Jahren einer der beliebtesten Media Player am Markt, im Bereich der Streaming-Wiedergabe, kann der Q10 Pro aber nicht mit der Konkurrenz mithalten. Wir wollten das Modell aber trotzdem nochmals erwähnt haben. Mit der Möglichkeit eine Festplatte direkt im Gerät zu verbauen und unzählige unterstützte Formate und Standards, hat der Q10 Pro vor allem für Nutzer einen Mehrwert, die einen Großteil ihrer Filme & Serien bereits digitalisiert auf einer Festplatte oder Netzwerkspeicher liegen haben.

Die Streaming-Funktionalitäten sind meist auf Full-HD 1080p beschränkt. High Dynamic Range via Netflix, Amazon Video oder Youtube funktioniert leider auch nicht und es wird womöglich auch kein Update dafür geben. Wer mehr über den Player erfahren möchte, kann sich aber gerne noch unseren Testbericht durchlesen. Guter Allround-Player für lokal (oder im Netzwerk) gespeicherte Filme & Serien, Musik & Bilder.

HIMEDIA™ Q10 PRO 4K (Ultra HD) & 3D Android Mini PC

Preis: EUR 199,90

4.3 von 5 Sternen (143 Kundenrezensionen)

2 neu & gebraucht ab EUR 179,90

Vergleich 4K Streaming Player 2017:

Apple TV 4K Nvidia Shield Fire TV (2017) Chromecast Ultra Himedia Q10 Pro
Bild
Preis
Betriebssystem tvOS Android TV Fire OS Android Android TV
Apps  (streaming)
Spiele  (streaming)
Amazon Video Update 4K/HDR 4K/HDR 1080p
Netflix 4K/HDR/DV 4K/HDR 4K/HDR 4K/HDR/DV 1080p
Youtube 1080p 4K/60p 4K/HDR 4K/HDR 1080p
iTunes 4K/HDR/DV
Speicher 32 GB / 64 GB 16 GB (Erweiterbar) 8 GB 16GB (Erweiterbar)
Bild
Auflösung 4K (2160p) 4K (2160p) 4K (2160p) 4K (2160p) 4K (2160p)
Bildwiederholungsraten 24, 50, 60 24, 50, 60 24, 50, 60 50, 60 24, 50, 60
HEVC-Dekodierung
VP9-Dekodierung
HDR10
Dolby Vision  —  —
Audio
Dolby bis Dolby Digital Plus 7.1 bis Dolby Atmos bis Dolby Atmos bis Dolby Atmos bis Dolby Atmos
DTS bis DTS:X bis DTS:X bis DTS:X
Konnektivität
Ethernet (LAN) Gigabit Gigabit Gigabit
(via Adapter)
Gigabit
(via Adapter)
Gigabit
WLAN 2.4/5.0 GHz 2.4/5.0 GHz 2.4/5.0 GHz 2.4/5.0 GHz 2.4/5.0 GHz
HDMI 2.0a 2.0b 2.0a 2.0b 2.0a
USB 2x USB 3.0 USB-C (Stromzufuhr) USB-C (Stromzufuhr) 1x 2.0/1x 3.0

 

4K Streaming Player im Vergleich (Apple TV 4K, Fire TV, Nvidia Shield…)
5 (100%) 2 Bewertung[en]

16 KOMMENTARE

  1. Also den Himedia Player reinzunehmen und die technisch (viel) besseren Zappitis außen vor zu lassen…

    Gerade für Leute, die vom NAS zuspielen wollen (bei Netzwerkanschluss stabiler als jeder Stream – und somit in der Bildqualität immer – entsprechendes Quellmaterial vorausgesetzt – deutlich besser als alles, was man so streamen kann) ist das sicher die beste mögliche Wahl am Markt. Und es unterstützt bereits alles an Bild- und Tonformaten, was bei vielen hier aufgelisteten Geräten derzeit noch fehlt. Von einer viel schöneren Bedienoberfläche oder einfach einzurichtenden Parental Controls mal ganz zu schweigen…

    • Hallo Papa Bear, der Player ist mir vor Ewigkeiten mal über den Bildschirm geflimmert, aber nicht die aktuellen Versionen. Ich denke der Zappiti wäre auch mal einen eigenständigen Artikel wert. Hast du mit dem Gerät schon weitreichende Erfahrungen gemacht? Wenn ja, welchen Player nutzt du genau?

      • Ich nutze den Mini 4K HDR. Aber ob man nun den oder den One oder den Duo nutzt, macht in Sachen Features keinen Unterschied. Da ich bereits ein NAS habe, bieten mir die beiden anderen Geräten keine relevanten Vorteile. Für andere ohne bereits vorhandenes NAS können die natürlich sinnvoller sein.

        • Ich habe eine Synology RS815+ am Laufen und im Haus 2 x Nvidia Shield, die mit ABSTAND das Beste Gerät am Markt in seiner Gesamtheit darstellt. (von der (Hardware)-Geschwindigkeit ganz zu schweigen).

          Die Möglichkeit über APPs Satelliten HD von z.b. einer Dreambox über Netzwerk zu streamen ist auch ziemlich genial.

  2. Ist es wirklich ganz sicher, dass der Speicher des neuen Fire TV nicht erweiterbar ist? Ich habe nämlich das Modell unmittelbar davor und das ist mit einer SD-Karte um bis zu 128GB erweiterbar, was ich auch erfolgreich getan habe. Denkt mal darüber nach. Amazon verkauft auch digitale Inhalte zum Downloaden, vor allem auch Filme und TV-Serien. Dieses Gerät ist auch dazu da, diese abzuspielen. Es wäre doch mehr als seltsam, diese Möglichkeit beim neuen Modell wegzulassen.

      • Okay, das trifft auch auf die 2016er Generation zu, die ich habe. Wenn man sich die Infos von der Website mal ansieht …

        https://smile.amazon.de/gp/product/B00UH2K93O/

        … steht hier auch nichts von einer Speichererweiterungsmöglichkeit. Wie ich von meinem eigenen Gerät weiß, ist diese aber gegeben. Deswegen bleibt die Frage: Kann man den Speicher nicht erweitern oder hat Amazon es nur verschnarcht, diese Möglichkeit zu erwähnen?

        Ich glaube, diese Frage ist es wert, dass man ihr nachgeht.
        Der Amazon-Kundenservice weiß das aktuell übrigens auch noch nicht. Ich habe nachgefragt.

        • Kannst du mir kurz mitteilen, welche Formate unterstüzt wurden über den microSD Slot? HDR-Files schon einmal nicht oder? Konnten 4K Files (mit und ohne HEVC) problemlos wiedergegeben werden?

          Ich kann mir gut vorstellen, dass Amazon auch Informationen gesammelt hat und einfach auswertet, wie oft welcher Anschluss/Feature genutzt wird. Und wenn nur wenige sich die Mühe machen, ihre Files
          auf microSD zu spielen, fällt der Port halt weg. Ich glaube, man nutzt im Allgemeinen eher Netzwerk-Streaming über Plex, Kodi usw. (je nachdem was noch unterstützt wird).

          • Dieser Slot ist einfach nur eine Erweiterung des Hauptspeichers (im Gegensatz zum Arbeitsspeicher). Ich sehe nicht, warum man ausgerechnet HDR-Files nicht wiedergeben können sollte. Das Gerät ist schon 4K-fähig. Wenn man sich z. B. Apps für das Fire TV kauft, werden die auch da gespeichert, sobald der eingebaute Hauptspeicher voll ist.
            Da ich aber außerhalb meiner 4K-BDs keine HDR-Files habe, habe ich das noch nie ausprobiert. Der Speicher wird laut Website auf jeden Fall für Apps und Spiele verwendet.
            Mir geht es hier vor allem um den Satz „Mit 8 GB integriertem Speicher und keiner Möglichkeit diesen zu erweitern […]“ Das trifft faktisch auf die Vorgängerversion nicht zu. Deswegen ist die Frage, ob man sicher sein kann, dass es hier stimmt.

          • Wir werden sehen wenn das Gerät auf den Markt kommt. Aktuell sehe ich keine Möglichkeit den Speicher zu erweitern. Solltest du eine zuverlässige Info oder Bestätigung haben, dass das nicht der Fall ist, lass es uns wissen.

  3. Interessant wäre dazu noch die XBOX ONE S gewesen 🙂
    Ansonsten super Beitrag, schaue hier immer öfter und echt gerne in euren Blog, weiter so! 😉

  4. Hi Dominic,
    As far as I know, Nvidia Shield doesn’t support VP9.2, so youtube plays only in 4k at 60fps, no HDR. Maybe next year…

  5. Hi Dominic,

    Kleiner Fehler im Artikel bzw. der Tabelle. Die Nvidia Shield hat zwei USB 3.0-Anschlüsse, nicht 2.0 🙂

    Grüße,
    Stephan

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