GEEKOM hat auf der IFA 2026 in Berlin deutlich mehr gezeigt als nur die nächste Generation seiner Mini-PCs. Mit vier zusammengeschalteten A9 Mega demonstrierte der Hersteller einen kompletten KI-Cluster, daneben gab es den neuen IT13 Mega, neue GeekBooks mit AMD-Prozessoren und natürlich auch deutlich bodenständigere Mini-PCs zu sehen.
Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit GEEKOM.
Bereits vor der IFA hatten wir euch einen ersten Überblick über die neuen Geräte von GEEKOM gegeben. Inzwischen ist die Messe gelaufen bzw. befindet sich in den letzten Stunden und damit liegen deutlich mehr Details darüber vor, was GEEKOM in Halle 6.2 am Stand H6.2-119 tatsächlich aufgefahren hatte. Das Spektrum war dabei ziemlich breit. Es reichte vom günstigen Office-Mini-PC über ultraleichte Notebooks bis hin zu einem aus vier Rechnern bestehenden System, das große KI-Modelle komplett lokal ausführen kann. Gleichzeitig zeigte GEEKOM mit Geräten wie dem IT13 Mega, wohin sich klassische Mini-PCs in den kommenden Generationen entwickeln dürften.
Agent 4N: Vier GEEKOM A9 Mega werden zu einem KI-Cluster

Das auffälligste Exponat war zweifellos der sogenannte Agent 4N. Dafür verbindet GEEKOM vier seiner A9 Mega über USB4 miteinander und lässt die Rechner gemeinsam an KI-Aufgaben arbeiten. Jeder der vier Mini-PCs arbeitet mit einem AMD Ryzen AI Max+ 395 und der integrierten Radeon 8060S. Statt eines klassischen Server-Racks und spezieller Netzwerkhardware reicht GEEKOM für die Verbindung der Systeme USB4. Als Softwarebasis kommen unter anderem Ubuntu, AMD ROCm und DwarfStar zum Einsatz.

Auf dem Messeaufbau lief DeepSeek V4 Flash vollständig lokal. GEEKOM nennt für eine einzelne Anfrage rund 14,6 Token pro Sekunde sowie Kontextgrößen von bis zu 250.000 Token. Die Stärke des Systems liegt damit weniger darin, einen Cloud-Dienst bei der reinen Antwortgeschwindigkeit zu schlagen. Interessanter ist die Möglichkeit, sehr große Dokumente, Quellcode, interne Wissensdatenbanken oder KI-Agenten zu verarbeiten, ohne die zugrunde liegenden Daten überhaupt an einen externen Anbieter übermitteln zu müssen.
Genau darauf zielt GEEKOM auch ab. Der Agent 4N ist weniger ein Rechner für Privatnutzer als vielmehr eine Demonstration für Unternehmen, Entwickler oder kleinere Teams, die KI-Anwendungen innerhalb der eigenen Infrastruktur betreiben möchten. Praktisch ist dabei, dass sich das System prinzipiell skalieren lässt. Ein A9 Mega funktioniert weiterhin als eigenständiger Mini-PC, mehrere Geräte können anschließend zu einem Verbund zusammengeschaltet werden.
A9 Mega mit Ryzen AI Max+ 388 als günstigere Alternative

Wer keine vier A9 Mega benötigt, für den hatte GEEKOM noch eine zweite interessante Konfiguration dabei. Diese arbeitet nicht mit dem Ryzen AI Max+ 395, sondern mit einem AMD Ryzen AI Max+ 388. Der Prozessor besitzt zwar weniger CPU-Kerne, behält aber die leistungsfähige Radeon 8060S. Gerade bei lokalen KI-Anwendungen ist das durchaus sinnvoll, weil hier GPU-Leistung und verfügbarer Speicher häufig wichtiger sind als möglichst viele klassische CPU-Kerne. GEEKOM kombiniert den Prozessor mit 64 GB Unified Memory und einer Phison AI SSD. Damit sollen sich lokal Sprachmodelle mit 70 Milliarden Parametern und teilweise sogar noch größere Modelle betreiben lassen.
Der Unified Memory ist dabei einer der entscheidenden Unterschiede zu einem klassischen Desktop-PC. CPU und Grafikeinheit können auf einen gemeinsamen großen Speicherbereich zugreifen. Bei KI-Modellen muss deshalb nicht zwingend eine große dedizierte Grafikkarte mit entsprechend viel eigenem VRAM verbaut werden.
IT13 Mega: Intels Arc B390 landet im Mini-PC
Für uns gehört der neue GEEKOM IT13 Mega trotzdem zu den spannendsten klassischen PC-Neuheiten des Messestands. Hier steckt Intels neuer Core Ultra X7 358H im kompakten Gehäuse. Der Prozessor bringt 16 CPU-Kerne, eine eigene NPU für KI-Berechnungen und vor allem die integrierte Intel Arc B390 mit. Letztere basiert auf einer neuen Intel-Grafikgeneration und dürfte den größten Unterschied gegenüber vielen bisherigen Mini-PCs ausmachen.
Solche Rechner sind damit längst nicht mehr auf Office, Browser, Streaming oder einfache Server-Aufgaben beschränkt. Auch Bildbearbeitung, Videoschnitt und Spiele können auf einer leistungsfähigen integrierten GPU laufen, ohne dass dafür eine separate Grafikkarte notwendig wird. Natürlich sollte man auch einen IT13 Mega nicht mit einem großen Gaming-PC samt High-End-GPU verwechseln. Die Grenzen zwischen Mini-PC und klassischem Desktop verschwimmen aber zunehmend.
Preise und finale Speicherkonfigurationen hat GEEKOM für den IT13 Mega bislang noch nicht vollständig kommuniziert. Der Mini-PC war auf der IFA entsprechend auch ein Ausblick auf die kommende Produktgeneration.
GeekBook X16 Pro bekommt AMD Ryzen AI 9 HX 470

GEEKOM baut gleichzeitig sein noch relativ junges Notebook-Geschäft weiter aus. Besonders prominent stand auf der IFA eine neue AMD-Version des GeekBook X16 Pro. Statt eines Intel-Prozessors kommt hier der AMD Ryzen AI 9 HX 470 samt Radeon 890M zum Einsatz. Damit gibt es auch beim Notebook eine Kombination aus leistungsfähiger CPU, schneller integrierter Grafik und eigener NPU für lokale KI-Anwendungen. Interessant bleibt vor allem der Formfaktor. Das X16 Pro steckt in einem leichten Magnesiumgehäuse, wiegt rund 1,3 Kilogramm und besitzt einen 77-Wh-Akku. GEEKOM versucht also nicht, die hohe Leistung in einen klassischen schweren Gaming-Laptop zu stecken. Die Radeon 890M ist zudem schnell genug, um neben klassischen Produktivitäts- und Kreativanwendungen auch Gaming mit angepassten Einstellungen zu ermöglichen.
GeekBook X14 Pro war eine DER IFA-Überraschungen
Im ursprünglichen IFA-Ausblick hatten wir dagegen den neuen GeekBook X14 Pro noch nicht auf dem Schirm. Das kompaktere Notebook stand ebenfalls am GEEKOM-Stand und verwendet in der dort gezeigten AMD-Version ebenfalls den Ryzen AI 9 HX 470 samt Radeon 890M. Dabei wird das Konzept noch einmal deutlich extremer auf Mobilität getrimmt. Das Magnesiumgehäuse bringt laut den Angaben am Messestand lediglich rund ein Kilogramm auf die Waage.
Besonders interessant ist das 14 Zoll große 2,8K-AMOLED-Display mit 2.880 x 1.800 Bildpunkten im 16:10-Format. Der Bildschirm soll 100 Prozent des DCI-P3-Farbraums darstellen. Hinzu kommen ein 72-Wh-Akku, Laden über USB-C mit 65 Watt, ein Fingerabdrucksensor im Einschaltknopf und eine mechanische Abdeckung für die Webcam.
| Modell | GeekBook X14 Pro | GeekBook X16 Pro |
| Prozessor | AMD Ryzen AI 9 HX 470 | AMD Ryzen AI 9 HX 470 |
| Grafik | Radeon 890M | Radeon 890M |
| Display | 14 Zoll, 2.8K AMOLED | 16 Zoll |
| Gewicht | ca. 1 kg | ca. 1,3 kg |
| Akku | 72 Wh | 77 Wh |
Für beide neuen AMD-Versionen stehen Preise und konkrete Termine noch aus. Besonders der X14 Pro könnte aber interessant werden, wenn GEEKOM das geringe Gewicht mit einem konkurrenzfähigen Preis kombiniert.
A5 2027 Edition: Es geht auch ohne KI-Hochleistungsprozessor

Fast schon etwas unspektakulär wirkt zwischen all den KI-Systemen die GEEKOM A5 2027 Edition. Dabei dürfte gerade dieser Mini-PC für viele Käufer am Ende wesentlich relevanter sein. Verbaut wird unter anderem der AMD Ryzen 7 7730U mit acht CPU-Kernen. Das ist weder AMDs neueste Prozessorarchitektur noch ein Chip, mit dem GEEKOM neue KI-Rekorde aufstellen möchte. Für Office, Internet, Streaming, Homeoffice, kleinere Server-Aufgaben oder einfache Bildbearbeitung reicht die Leistung aber weiterhin problemlos aus. Gleichzeitig kann GEEKOM dadurch wesentlich niedrigere Preise anbieten als bei einem A9 Mega. Damit zeigte der IFA-Auftritt recht schön, wie breit GEEKOM sein Sortiment inzwischen aufstellt. Nicht jeder Nutzer benötigt 70B-KI-Modelle oder die schnellste integrierte GPU.
GEEKOM zeigte auch das aktuelle Serien-Line-up
Die IFA bestand bei GEEKOM jedoch nicht ausschließlich aus noch unveröffentlichten Geräten. Der Hersteller nutzte den Stand ebenfalls, um sein inzwischen ziemlich umfangreiches aktuelles Sortiment zu präsentieren. Dazu gehören beispielsweise leistungsfähige Mini-PCs wie der A9 Max 2026 Edition mit Ryzen AI 9, der Intel-basierte IT15 und der GT1 Mega. Im Notebook-Bereich ergänzen bereits erhältliche GeekBooks wie das M16 sowie die bisherigen Intel-Versionen des X14 Pro und X16 Pro das Angebot.
Damit wird auch deutlich, wie stark sich GEEKOM in den vergangenen Jahren verbreitert hat. Der klassische kompakte Office-PC bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Sortiments. Gleichzeitig dringt der Hersteller mit leistungsfähigeren integrierten GPUs, großen Speicherausstattungen und lokalen KI-Anwendungen zunehmend in Bereiche vor, für die früher ein deutlich größerer Desktop-PC notwendig gewesen wäre.
Nach der IFA läuft der große GEEKOM Jubiläums-Sale

Passend zur IFA läuft aktuell außerdem der Jubiläums-Sale von GEEKOM. Der Hersteller wirbt dabei mit Rabatten von bis zu 45 Prozent auf ausgewählte Mini-PCs und Notebooks. Besonders interessant ist aus unserer Sicht aktuell allerdings der GEEKOM IT13 Max. Den Mini-PC hatten wir bereits ausführlich ausprobiert. Trotz des ähnlichen Namens sollte man ihn nicht mit dem gerade erst auf der IFA gezeigten IT13 Mega verwechseln.
Im IT13 Max steckt ein Intel Core Ultra 9 185H mit 16 Kernen und 22 Threads sowie integrierter Intel-Arc-Grafik und NPU. Dazu kommen unter anderem USB4, Wi-Fi 7 und gleich zwei 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse. Mit unserem exklusiven Rabattcode 4KIT13M23 bekommt ihr die Version mit 24 GB Arbeitsspeicher und 500-GB-SSD aktuell für 649 statt 799 Euro. Damit sinkt der Preis um 150 Euro bzw. rund 19 Prozent.
Der Gutscheincode ist nach aktuellem Stand bis zum 30. September 2026 gültig. Wer aktuell einen leistungsfähigen Mini-PC sucht und nicht auf die nächste Generation rund um den IT13 Mega warten möchte, bekommt damit aus unserer Sicht eines der interessantesten Angebote des gesamten Jubiläums-Sales.
GEEKOM wird deutlich ambitionierter
Der IFA-Auftritt zeigt vor allem, wie weit sich GEEKOM vom klassischen Anbieter kleiner Office-PCs entfernt hat. Geräte wie der A5 bleiben zwar erhalten und dürften weiterhin einen großen Teil der Verkäufe ausmachen. Am anderen Ende des Sortiments stehen inzwischen aber Systeme wie der A9 Mega oder sogar ein kompletter Verbund aus vier Mini-PCs. Fast spannender sind deshalb die Geräte dazwischen. Der IT13 Mega könnte mit Intel Arc B390 ein äußerst leistungsfähiger Allround-Mini-PC werden, während die neuen AMD-Versionen von X14 Pro und X16 Pro zeigen, dass GEEKOM auch bei leichten Notebooks zunehmend ambitionierter auftritt.
Bei mehreren IFA-Neuheiten fehlen allerdings noch Preise und konkrete Markttermine. Genau davon wird am Ende abhängen, wie interessant IT13 Mega, X14 Pro und X16 Pro tatsächlich werden. Technisch hat GEEKOM auf der IFA 2026 jedenfalls genug gezeigt, um auch nach der Messe noch einige Geräte auf unserer Beobachtungsliste zu behalten.

