Werden Streaming-Player zum Luxusgut? Aktuell sieht es fast danach aus. Der neue Apple TV 4K der 4. Generation soll beispielsweise satte 349 Euro kosten.
Apple hat diese Woche seinen Apple TV 4K der 4. Generation präsentiert. Der Streaming-Player nutzt den Chip A9 Pro und ist für die KI-Siri und Apple Intelligence bereit. Doch die offizielle Preisempfehlung von 349 Euro ist schwer zu schlucken. Am Ende dürfte das Gerät daher wohl nur beinharte Fans des Herstellers aus Cupertino ansprechen. Doch auch andere Hersteller haben die Preise deutlich erhöht.
Auch die Amazon Fire TV Sticks sind mittlerweile teurer
Beispielsweise hat auch Amazon kräftig an der Preisschraube seiner Fire TV Sticks gedreht. Das beliebte Modell Fire TV Stick 4K Max kostet mittlerweile beispielsweise 114,99 Euro. Selbst der Fire TV Stick 4K Plus rangiert bei 84,99 Euro. Bedenkt man, dass Amazon die Oberfläche der Geräte besonders stark mit Werbung garniert, dann bringt einen das schon zum Nachdenken. Doch bei Google läuft es nicht anders.

Auch der Google TV Streamer ist teurer geworden. In den USA stieg der Preis um satte 50 % – von 100 auf 150 US-Dollar. Hierzulande kostet das Gerät 119 Euro. Hinter den Preiserhöhungen stecken dabei mehrere Aspekte. Zum einen ist etwa die Lockvogelphase vorbei. Früher wollte Amazon etwa mit subventionierten Geräten Kunden an sein Ökosystem binden. Das eigentliche Geld wollte man z. B. mit dem Prime-Abo und Werbung verdienen. Mittlerweile soll jedoch auch die Hardware Gewinn abwerfen.
Die Speicherkrise treibt die Preise hoch
Dazu kommt die aktuelle Speicherkrise, ausgelöst durch den KI-Hype. RAM und Speicher sind deutlich teurer geworden, was die Herstellungskosten in die Höhe treibt. Und als Resultat geben die Anbieter diese Preissteigerungen auch an die Endkunden weiter. Ehrlicherweise dürften einige Anbieter die aktuelle Lage zudem für Gewinnmitnahmen nutzen. Dieser Verdacht drängt sich zumindest teilweise auf.

Beispielsweise hat Nvidia den Preis seiner bereits 2019 erschienenen Shield TV Pro von auf 329 Euro erhöht. Zuvor kostete der Streaming-Player 219 Euro. Die Shield TV Pro nutzt jedoch nur 3 GByte RAM und 16 GByte Speicherplatz, sodass so eine drastische Preiserhöhung schwer allein durch die Speicherkrise erklärbar ist.
Doch ungeachtet der Hintergründe: Privatkunden finden sich in einer Welt wieder, in der Streaming-Player schlichtweg deutlich teurer geworden sind. Am Ende könnte das auch mehr und mehr dazu führen, dass sich viele Anwender mit den Apps ihres Smart-TVs begnügen.
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