Neuer Apple TV 4K (2026) vorgestellt: Die größte Überraschung ist jedoch der Preis!

Apple hat den neuen Apple TV 4K (2026) vorgestellt. Vier Jahre nach dem letzten Modell gibt es einen A19-Chip, WLAN 7, eine neue Siri-Steuerung und Surround-Sound mit vier HomePods. Die größte Überraschung ist für uns allerdings der Preis: Stolze 349 Euro verlangt Apple für seinen neuen Streaming-Player!

  • Preis und Release: 349 Euro, ab sofort vorbestellbar, erhältlich ab dem 13. November 2026.
  • Mehr Leistung: A19-Chip mit bis zu 50 Prozent schnellerer CPU, doppelter GPU-Leistung und AV1-Decoder.
  • Ausstattung: 128 GB Speicher, WLAN 7, Bluetooth 6, Gigabit-Ethernet und drei integrierte Mikrofone.
  • Heimkino und KI: Surround-Sound mit vier HomePods und Siri AI, die in Deutschland zunächst nicht verfügbar ist.

Apple TV 4K (2026): 349 Euro und keine günstigere Variante

Apple verlangt für die vierte Generation 349 Euro und bietet nur noch eine Version mit 128 GB Speicher, WLAN und Gigabit-Ethernet an. Die günstigere 64-GB-Ausführung fällt weg. Erst im Juni 2026 hatte Apple die Preise des Vorgängers auf 229 Euro (64 GB) beziehungsweise 299 Euro (128 GB) erhöht. Der neue Player kostet damit nochmals 50 Euro mehr als die bisherige Topversion. Gegenüber dem ehemaligen Einstiegsmodell sind es sogar 120 Euro Aufpreis. Zur Markteinführung 2022 ging es übrigens noch bei 169 Euro los. In nur vier Jahren hat sich der Einstiegspreis somit mehr als verdoppelt, auch wenn die Ausstattung inzwischen umfangreicher ausfällt.

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Vorbestellungen sind im deutschen Apple Store möglich, die Auslieferung beginnt am 13. November 2026. In den USA kostet das Gerät 299 US-Dollar. Dort können berechtigte Kunden über die Apple Card auch sechs zinsfreie Raten zu je 49,83 US-Dollar wählen. Ein entsprechendes Angebot für Deutschland ist das nicht.

A19-Chip, AV1 und WLAN 7: Was steckt im neuen Apple TV 4K?

Der A19-Chipsatz soll die Leistung des Apple TV 4K (2026) um bis zu 50 Prozent steigern.
Der A19-Chip soll die CPU-Leistung des neuen Apple TV 4K um bis zu 50 Prozent steigern.

Der neue A19-Chip ersetzt den A15 Bionic der dritten Generation. Laut Apple steigt die CPU-Leistung um bis zu 50 Prozent, die GPU soll sogar doppelt so schnell sein. Davon dürften insbesondere Spiele und aufwendigere Apps profitieren. Für Netflix, Disney+ und Co. war allerdings auch der Vorgänger schon schnell genug. Interessanter ist der dedizierte AV1-Decoder, der effizientes Streaming bei hoher Bildqualität ermöglicht.

Dazu kommen WLAN 7 (802.11be) mit 2×2 MIMO, Bluetooth 6, Gigabit-Ethernet und Thread. Beim Vorgänger gab es nur WLAN 6 und Bluetooth 5.0; Ethernet und Thread waren auf die 128-GB-Version beschränkt. Diese Unterscheidung entfällt beim neuen Modell.

Dolby Vision, HDR10+ und Dolby Atmos: Kaum Neuerungen beim Bild

Auf dem Apple TV Streamingdienst (gibt es beim Kauf des Apple TV 4K 2026 3 Monate gratis) laufen Filme und Serien weiterhin mit einer sehr hohen audiovisuellen Qualität.
Apple TV liefert Filme und Serien weiterhin mit Dolby Vision und Dolby Atmos.

Bei den Bild- und Tonformaten ändert sich dagegen vergleichsweise wenig. Dolby Vision, HDR10+, HDR10, HLG und Dolby Atmos bleiben erhalten. Dazu kommen die Videocodecs AV1, VP9, HEVC und H.264. Das Datenblatt nennt Dolby Vision Profile 5 und 8.1, eine offizielle Unterstützung von Dolby Vision 2 aber nicht. An entsprechenden Fernsehern funktionieren herkömmliche Dolby-Vision-Inhalte weiterhin. Ob der Streaming-Player auch zusätzliche Dolby-Vision-2-Funktionen verarbeiten oder weitergeben kann, ist noch offen.

Trotz HDMI 2.1 bleibt bei 4K mit maximal 60 Bildern pro Sekunde Schluss. 4K/120 Hz ist nicht vorgesehen. Apple nennt auch keine konkrete HDMI-Bandbreite. Das wäre durchaus interessant, schließlich reicht für die HDMI-2.1-Kennzeichnung bereits die Unterstützung einzelner Funktionen. Mit QMS lassen sich bei kompatiblen Fernsehern Schwarzbilder beim Bildfrequenzwechsel reduzieren; auch Kinoformate wie 21:9 werden unterstützt. Beim Ton stehen Dolby Digital 5.1, Dolby Digital Plus 7.1 und Dolby Atmos auf dem Datenblatt. Eine native Bitstream-Ausgabe von Dolby TrueHD oder DTS:X wird weiterhin nicht genannt. Wer lokale 4K-Blu-ray-Backups abspielt, dürfte diese Einschränkung kennen.

Vier HomePods machen den Apple TV 4K zum Surround-System

Bis zu vier Home Pod-Speaker lassen sich mit dem Apple TV 4K (2026) zu einem Surround-Soundsystem verbinden.
Neu: Vier HomePods lassen sich mit dem Apple TV 4K zu einem Surround-System verbinden.

Deutlich mehr passiert beim Heimkino-Ton. Der Apple TV 4K lässt sich erstmals mit vier HomePods zu einem drahtlosen Surround-System verbinden. Unterstützt werden der HomePod mini 2 und der HomePod der zweiten Generation. Auch eine Kombination beider Modelle ist möglich, sofern Front- und Rücklautsprecher jeweils aus einem passenden Paar bestehen. Zwei große HomePods vorne und zwei HomePod mini 2 hinter dem Sofa wären also denkbar.

Der Player soll die Position der Lautsprecher erkennen und Laufzeiten sowie Pegel automatisch auf den Raum abstimmen. Außerdem gibt es eine Funktion, die Musik oder andere Inhalte gleichmäßiger auf alle vier Lautsprecher verteilt. Das Surround-Setup setzt allerdings die vierte Apple-TV-Generation voraus; der erste HomePod mini wird als kompatibler Lautsprecher nicht genannt. Wer noch keine passenden HomePods besitzt, muss diese zusätzlich zu den 349 Euro für den Streaming-Player einkalkulieren.

Siri AI startet als Beta – Deutschland muss warten

Siri AI (immer noch in Beta) muss natürlich in jede Apple-Hardware Einzug halten. In diesem Beispiel gibt die KI optimierte Content-Vorschläge aus.
Siri AI liefert auf Wunsch passende Film- und Serienempfehlungen. In Deutschland ist die Beta zunächst nicht verfügbar.

Siri AI soll die Filmsuche deutlich bequemer machen. Nutzer können in natürlicher Sprache nach passenden Serien fragen, sich Empfehlungen anzeigen lassen oder während der Wiedergabe Informationen zu Schauspielern und Drehorten abrufen. Passende Filmplakate und Vorschläge erscheinen auf dem Fernseher, Antworten auf Fragen während eines Films als kleinere Einblendung. Mit einem Apple-Intelligence-fähigen iPhone lassen sich auch persönliche Zusammenhänge einbeziehen, etwa eine Empfehlung aus einer Nachricht.

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Drei eingebaute Fernfeldmikrofone ermöglichen außerdem die freihändige Siri-Bedienung, ohne dass man zur Fernbedienung greifen muss. Eine Echounterdrückung soll dafür sorgen, dass Sprachbefehle auch bei laufendem Film erkannt werden. In Deutschland können wir Siri AI zum Start allerdings nicht nutzen: Apple führt die neue Sprach-KI mit tvOS 27.2 zunächst als englischsprachige Beta in ausgewählten Ländern ein, darunter die USA, Großbritannien, Kanada und Australien. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht.

Und noch etwas ist wichtig: Siri AI kommt auch auf den Apple TV 4K der zweiten und dritten Generation, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Die neue KI allein dürfte für Besitzer des Vorgängers deshalb kaum ein Kaufargument sein.

Siri Remote mit Signalton und genauer Suche

Die neue touch-basierte Siri-Remote soll sich mit kompatiblen Apple-Geräten noch einfacher finden lassen, sollte man sie einmal verlegt haben.
Die neue Siri Remote lässt sich über ein iPhone genauer orten und kann einen Signalton abspielen.

Die Siri Remote behält ihr Touch-Klickpad und den USB-C-Anschluss. Hinzu kommen die „Genaue Suche“ über kompatible iPhones sowie ein integrierter Lautsprecher, der beim Wiederfinden einen Signalton abspielt. Endlich muss man nicht mehr blind zwischen den Sofakissen suchen. Die Fernbedienung wird auch separat angeboten und funktioniert mit älteren Apple TV HD- und Apple TV 4K-Modellen.

Mehr Smart Home, aber keine große Überraschung beim Streamingdienst

Der Apple TV 4K (2026) soll auch dank mehrerer UI-Änderungen zur Smart-Home-Zentrale heranwachsen.
Der Apple TV 4K übernimmt zusätzliche Aufgaben im vernetzten Zuhause.

Der Apple TV 4K bleibt zugleich eine Steuerzentrale für HomeKit- und Matter-Geräte, Automationen und Thread-Zubehör. Neu sind KI-generierte Beschreibungen von Kameraaufnahmen und zusammengefasste Hinweise in der Home-App. So lässt sich schneller erkennen, was vor der Haustür passiert ist. Für einzelne Funktionen können zusätzliche kompatible Geräte oder ein iCloud+-Abo erforderlich sein.

Parallel hat Apple den HomePod mini 2 und die Smart-Home-Zentrale HomeView vorgestellt. Beim Streamingdienst Apple TV gab es dagegen keine vergleichbare Überraschung: Eine große Erweiterung des Abokatalogs um Filme und Serien von Drittanbietern wurde nicht angekündigt. Netflix, Disney+ und Prime Video bleiben über ihre jeweiligen Apps verfügbar. Käufer des neuen Apple TV 4K erhalten unter den geltenden Angebotsbedingungen drei Monate Apple TV kostenlos.

Apple TV 4K (2026): Technische Daten im Vergleich

Die wichtigsten Unterschiede zwischen dem neuen Apple TV 4K und dem Vorgänger:

Ausstattung Apple TV 4K (2026) Apple TV 4K (2022)
Generation 4. Generation 3. Generation
Prozessor Apple A19 Apple A15 Bionic
CPU-Leistung Bis zu 50 % schneller Referenz
GPU-Leistung Bis zu 2x schneller Referenz
Speicher 128 GB 64 / 128 GB
Videoauflösung 4K UHD, max. 60 Hz 4K UHD, max. 60 Hz
HDR Dolby Vision, HDR10+, HDR10, HLG Dolby Vision, HDR10+, HDR10, HLG
Videocodecs AV1, VP9, HEVC, H.264, MPEG-4 HEVC, H.264, MPEG-4
Audioformate Dolby Atmos, DD+ 7.1, DD 5.1 Dolby Atmos, DD+ 7.1, DD 5.1
HDMI HDMI 2.1 HDMI 2.1
Netzwerk WLAN 7 WLAN 6
Bluetooth Bluetooth 6 Bluetooth 5.0
Ethernet Gigabit, serienmäßig Nur 128-GB-Version
Smart Home Thread, Matter, HomeKit Thread nur bei 128 GB, Matter, HomeKit
Mikrofone am Gerät 3 Fernfeldmikrofone Keine
Siri AI Ja, regional eingeschränkt Ab 2. Generation per Update
HomePod Surround Bis zu 4 Lautsprecher Bis zu 2 Lautsprecher
Fernbedienung Siri Remote (4. Gen.) Siri Remote (3. Gen.)
Fernbedienung finden Genaue Suche + Signalton Einfache Suche
Maße ca. 9,3 x 9,3 x 3,1 cm ca. 9,3 x 9,3 x 3,1 cm
Preis zuletzt / neu 349 Euro 229 / 299 Euro
Verkaufsstart 13. November 2026 4. November 2022

Lohnt sich der Apple TV 4K (2026) für 349 Euro?

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Wer hauptsächlich Filme und Serien über Netflix, Disney+, Prime Video oder die eigene Apple-TV-Mediathek schaut, wird mit dem Apple TV 4K von 2022 weiterhin gut bedient. Dolby Vision, HDR10+ und Dolby Atmos beherrscht schließlich auch der Vorgänger, und Siri AI soll später ebenfalls dort laufen. Das neue Modell richtet sich daher besonders an Nutzer, die mehrere HomePods betreiben, ihr Smart Home intensiver steuern oder die zusätzliche Leistung für Spiele benötigen. Gerade das Vier-HomePod-Surround-System könnte in einigen Wohnzimmern einen echten Unterschied machen.

Mit Ausblick auf die neue Apple Home Collection, die mehrere Smart-Home-Geräte wie Türschlösser, Überwachungskameras oder Thermostate umfasst, könnte der Apple TV 4K (2026) schon bald zusätzliche Aufgaben bekommen.
Die neue Apple Home Collection umfasst künftig weiteres Smart-Home-Zubehör.

349 Euro sind trotzdem eine Ansage. Dass Apple die günstigere Variante vollständig streicht, dürfte viele Käufer mehr stören als die reine Preiserhöhung. Wer tief im Apple-Ökosystem steckt, bekommt ein interessantes Upgrade. Wer einfach nur hochwertige 4K-Filme streamen möchte, braucht die vierte Generation dagegen nicht zwingend. Eine preiswertere Einstiegsvariante hätten wir uns jedenfalls gewünscht.

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse
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