Nintendo Switch: Der nächste Sargnagel für physische Medien?

Der wichtigste Fertiger von Modulen für die Nintendo Switch wirft das Handtuch. Ein schlechtes Zeichen für physische Medien.

So hat Sony ja ohnehin bereits den Abschied von der Disc beschlossen. Man produziert sowohl eigene als auch Drittentwickler-Spiele nämlich ab Januar 2028 grundsätzlich nicht mehr auf Disc für PlayStation-Konsolen. Damit ist im Grunde auch klar, dass die PlayStation 6 kein Disc-Laufwerk mehr bieten wird. Auch ob Microsofts nächste Xbox mit dem Codenamen Project Helix physischen Medien treu bleiben wird, ist äußerst fraglich.

Nintendo Switch: Module bleiben

Jetzt hat eben der wichtigste Zulieferer Nintendos für physische Switch-Module, das Unternehmen Macronix, diesem Bereich den Rücken gekehrt. Stattdessen will man lieber Datenzentren mit Speicher beliefern. Letzten Endes ergibt das für den Zulieferer wirtschaftlich mehr Sinn. Das Glück für Nintendo: Zwar war Macronix bisher der wichtigste Lieferant von Switch-Modulen, doch man setzt auch noch auf andere Partner. Engpässe sind also wohl erst einmal nicht zu befürchten.

Die Nintendo Switch 2 könnte doch noch ein OLED-Display erhalten.
Die Nintendo Switch 2 könnte doch noch ein OLED-Display erhalten.

Zudem sind die Module für die Nintendo Switch 2 ausdrücklich nicht betroffen. Diese nutzen abweichenden Speicher. Dennoch ist hier zu erkennen, dass physische Medien weiter unter Druck geraten. Denn die Frage ist natürlich, wie lange Nintendo daran noch festhalten wird. Gut möglich, dass auch ein Nachfolgemodell der Switch 2, auch wenn es derzeit noch fern liegen mag, keine physischen Spiele mehr unterstützen wird.

Auch Nintendo verkauft mehr Spiele rein digital

Schätzungen zufolge verkauft auch Nintendo mittlerweile 61,5 % seiner Spiele inzwischen rein digital. Im Falle der PlayStation 5 werden 85 % der Spieleverkäufe über den PlayStation Store abgewickelt. An den Xbox-Konsolen sollen es sogar bereits 96 % sein. Klar ist, dass der Markt für physische Spiele also immer weiter schrumpft. In absehbarer Zeit wird ihn wohl keiner der drei Hersteller mehr bedienen wollen.

PC-Gamer haben ohnehin bereits mit physischen Spielen abschließen müssen. Alle PC-Titel erscheinen nur noch über Download-Plattformen wie GOG.com, den Epic Games Store oder Steam.

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QuelleGenki (X)
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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3 Kommentare
  1. Und ich habe seit dem Download-Zwang mit dem PC-Gaming abgeschlossen.
    Aber leider siegt ja die Faulheit und die Kosumenten begreifen nicht, dass sie eigentlich den Hebel in der Hand haben.
    So freuen sich die Konzerne über bequeme, süchtige Kunden denen man die eigenen Regeln und Preise diktieren kann.
    Fein lieber Konsument, hol brav das Stöckchen.

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