Signify hat zur IFA seine neue Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K auf den Markt gebracht. Wir haben im Test geprüft, ob sie im Alltag vielleicht sogar der ideale Mittelweg für viele TV-Nutzer sein könnte.
Zunächst einmal ist Vorsicht geboten: Wir sprechen hier natürlich über das neue Einstiegsmodell Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K. Signify hatte unter im Grunde identischem Namen schon vor einigen Jahren eine Box veröffentlicht. Technisch gibt es da gewisse Ähnlichkeiten zur neuen Version, etwa die Verwendung von HDMI 2.0b als Verbindungsstandard und damit einhergehend die Begrenzung auf maximal 60 Hz. Allerdings bietet die alte Box vier HDMI-Eingänge, während es beim neuen Modell nur ein einziger Eingang ist.
Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K: Das unterscheidet sie vom Flaggschiff
Die neue Hue Play Sync Box 4K von Philips Hue wurde Anfang September 2026 auf der IFA in Berlin enthüllt. Grundsätzlich hat sie den gleichen Sinn und Zweck wie die 8K-Version. Ihr schließt die Box im Grunde als Mittelsmann zwischen Wiedergabequelle, z. B. einen UHD Blu-ray-Player, einen Streaming-Dongle oder auch eine Spielekonsole, und euren Smart-TV. Die kompakte Kiste greift das HDMI-Signal ab und analysiert die Farben. Letztere können nun mit eurer Hue-Beleuchtung synchronisiert werden.

Voraussetzung, damit ihr etwas von diesem Set-up habt, sind also auch eine Hue Bridge (Pro) und entsprechende Leuchtmittel bzw. Lampen. Über die Hue-App könnt ihr euch dann einen Entertainment-Bereich einrichten, in dem ihr die synchronisierbaren Hue-Lampen und -Leuchtmittel hinterlegt. Anschließend könnt ihr die Synchronisierung jederzeit starten oder aussetzen. Im Falle der Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K funktioniert das aber eben nur mit einem einzigen Zuspieler, da nur ein Eingang vorhanden ist. Mit dem Ausgang verbindet ihr natürlich euren Fernseher bzw. Beamer.
Da die neue Hue Play HDMI Sync Box 4K kein 4K mit 120 Hz unterstützt, ist sie für Gamer eine suboptimale Wahl. Da bleibt die 8K-Version vorzuziehen. Wer aber einfach nur z. B. einen Apple TV 4K dranhängen möchte, für den reicht das Einstiegsmodell im Grunde vollkommen aus. Wir weisen auf einen offensichtlichen Stolperstein hin: Mit dieser Box könnt ihr nur die Bildsignale von HDMI-Zuspielern für die Farbsynchronisation mit eurer Hue-Beleuchtung einsetzen. Verwendet ihr die integrierten Smart-TV-Apps, tut sich gar nichts.

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K trägt dabei eine offizielle Preisempfehlung von 149,99 Euro. Der Straßenpreis ist aber bereits bei 119,99 Euro angelangt.
| Feature | Neue Sync Box 4K (Modell 2026) | Sync Box 8K |
|---|---|---|
| UVP | 149,99 € | 349,99 € |
| HDMI-Eingänge | 1× HDMI-Eingang (Single-Input) | 4× HDMI-Eingänge (automatisches Umschalten) |
| HDMI-Standard | HDMI 2.0b | HDMI 2.1 |
| Bildeigenschaften | 4K bei max. 60 Hz | 4K bei 120 Hz (bis 144 Hz) & 8K bei 60 Hz |
| Gaming-Features (VRR & ALLM) | Nicht nativ unterstützt | Nativ unterstützt |
| Zielgruppe | Single-Source (z. B. nur Apple TV oder Shield TV) | Multi-Console / PC-Gaming Setup |
Der Praxistest der kompakten Kiste

Ihr könnt an die Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K zwar auch eine PlayStation 5, Xbox Series X|S oder einen Gaming-PC anschließen, aber dann maximal 60 Hz durchreichen. Das kann auch dann ein Nachteil sein, wenn ihr nur mit maximal 60 fps zockt. Denn z. B. gibt es ja an der Xbox Series X|S zugunsten geringerer Eingabeverzögerung die Option, generell mit einem 120-Hz-Bild als Container zu arbeiten. Das funktioniert aber in Kombination mit der neuen Sync Box 4K natürlich auch nicht. Fürs Gaming ist die Kiste daher keine Empfehlung.

Dass nur ein HDMI-Eingang zur Verfügung steht, muss in der Praxis kein so großer Minuspunkt sein. Zum einen könnt ihr ja auch zwei Geräte per HDMI-Switch verbinden. Zum anderen fallen Spielekonsolen und Gaming-PCs ja eher in diesem Fall raus, sodass im Grunde weniger Szenarien übrig bleiben, bei denen man unbedingt mehrere Zuspieler verbinden müsste. Wer etwa nur einen Apple TV 4K oder anderweitigen Streaming-Player an seinem Fernseher hängen hat, wird zugunsten des deutlich niedrigeren Preises bestimmt mit der Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K zufrieden sein.
Ansonsten arbeitet die Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K im Grunde identisch zum großen 8K-Bruder. Die Latenz bei der Umschaltung der Beleuchtung ist identisch und die Synchronisation der Hue-Beleuchtung mit den Farben im Bild funktioniert tadellos. Ihr könnt dabei pro Entertainment-Bereich bis zu 10 Lampen und Leuchtmittel synchronisieren.
Ebenso ist es möglich, die Intensität der Beleuchtung, damit sind vor allem die farblichen Übergänge gemeint bzw. wie sanft sie ausgeführt werden, und die Helligkeit zu justieren. Zudem gibt es unterschiedliche Modi für Videos, Musik oder Games. Die Box und die Beleuchtung können sich dank HDMI CEC auch automatisch ausschalten, sobald ihr den Fernseher ausknipst. Das funktioniert absolut schnörkellos und ohne Gefrickel. Genau so soll es ja auch sein.
Unser Fazit

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K ist fürs Gaming wegen des Fehlens der 120-Hz-Unterstützung suboptimal und auch dann nicht für euch geeignet, wenn ihr auf jeden Fall mehrere HDMI-Zuspieler verbinden wollt. Wer aber ohnehin nur einen einzigen Streaming- oder UHD-Blu-ray-Player nutzt bzw. gegebenenfalls gewillt ist, einen HDMI-Switch einzusetzen, spart bei ansonsten identischer Ausstattung gegenüber der 8K-Version eine Menge Geld.

Im Gesamtbild bleibt Philips Hue fürs Heimkino, insbesondere mit der Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K, eine exzellente Wahl fürs Heimkino, um für immersive Lichtstimmungen zu sorgen. Das neue Einstiegsmodell könnte eine breite Zielgruppe erreichen und macht sich in jedem Haushalt gut, der ohnehin bereits ins Hue-Ökosystem eingetaucht ist.
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