Philips Hue Bridge Pro ausprobiert: Lohnt sich das Upgrade?

Der Hersteller Signify hat in der zweiten Jahreshälfte 2025 die Philips Hue Bridge Pro veröffentlicht. Wir haben uns die neue Schaltzentrale für smarte Heimbeleuchtung für euch im Kurztest angeschaut.

Die reguläre Hue Bridge gibt es schon seit vielen Jahren. Sie bleibt auch weiter fester Teil des Angebots von Signify. Doch die Hue Bridge Pro bringt einige Mehrwerte mit sich. So verfügt das neue Modell etwa nicht nur jetzt über Wi-Fi und kann daher flexibler ins Heimnetzwerk eingebunden werden, es wird in Verbindung mit USB-C-Stromversorgung genutzt. Auch unterstützt die Pro-Version die Verwaltung von deutlich mehr Leuchtmitteln, sodass in vielen Haushalten die Notwendigkeit entfallen könnte, eine zweite Bridge zu verwenden.

Mit der Hue Bridge lassen sich etwa „nur“ bis zu 50 Leuchtmittel verwalten, mit der Pro-Variante sind es bis zu 150, also die dreifache Menge. Es können zudem mehr Zubehörgeräte und Szenen Verwendung finden. Zielgruppe sind also Nutzer, die im Smart-Home zu den Enthusiasten zählen und voll im Ökosystem von Signify aufgehen. Dafür steigt aber natürlich auch der Verkaufspreis. Kostet die Standardversion 59,99 Euro (UVP), so liegt die Philips Hue Bridge Pro bei 89,99 Euro. Ob sich dieser Aufschlag lohnt, hängt eben ganz von euren Anwendungsszenarien ab.

Funktion Hue Bridge Pro Hue Bridge
Farbe Schwarz Weiß
Anschlüsse RJ45 (Ethernet) + USB-C RJ45 (Ethernet) + DC-Hohlstecker
Max. Anzahl Leuchtmittel bis zu 150 bis zu 50
Max. Anzahl Zubehörgeräte bis zu 50 ca. 1 bis 20
Max. Anzahl Lichtszenen bis zu 500 ca. 200
Geschwindigkeit Lichtszenen 5× schneller Basis
Prozessor 1.7 GHz Quad-Core Cortex A-35 CPU/GPU Ältere Lösung
MotionAware (Lampen als Bewegungsmelder) Ja Nein
Netzwerkanbindung WLAN oder LAN/Ethernet LAN/Ethernet
Verschlüsselung ZigBee Gesamtes System Pro Gerät
Zukunftssicherheit Ja Offen
Preis (UVP) 89,99 Euro 59,99 Euro

Die Tabelle oben zeigt euch noch einmal die wichtigsten Eckdaten der Philips Hue Bridge Pro im Vergleich mit dem Standardmodell. Dabei fällt auch eine weitere, neue Funktion auf: MotionAware. Dieses Feature erlaubt es euch, die vernetzten Leuchtmittel als Bewegungsmelder zu nutzen. Voraussetzungen: Im jeweiligen Raum müssen mindestens drei Hue-Leuchtmittel bzw. Lampen zum Einsatz kommen.

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Praxistest der Philips Hue Bridge Pro

Signify verspricht, neben den bereits erwähnten Upgrades, dass die Philips Hue Bridge Pro auch für schnellere Reaktionen im Smart-Home sorgen soll. Tatsächlich konnten wir feststellen, dass Leuchtmittel nach Einbindung des neuen Modells flotter reagieren. Im Übrigen können beim Einrichtungsprozess auch alle Einstellungen von der alten Bridge auf das Pro-Modell umgezogen werden. Dabei werden dann die Leuchtmittel und eingerichtete Szenen und Co. übernommen. Das hat in unserem Test auf Anhieb geklappt. Voraussetzung ist natürlich, dass ihr die alte Bridge noch während der Einrichtung der Bridge Pro mit dem Netzwerk verbunden haltet.

Links sieht man die Hue Bridge Pro, rechts die "alte" Standard-Bridge.
Links sieht man die Hue Bridge Pro, rechts die „alte“ Standard-Bridge.

Auch im Doppelbetrieb kann man die beiden Geräte nicht verwechseln, da die neue Hue Bridge Pro schwarz ist. Ansonsten sind Form und Größe aber nahezu identisch mit dem älteren Modell. Hinter den Kulissen ein Vorteil für die Sicherheit im Smart-Home: Die Verschlüsselung ist verbessert worden. Was aber eben eine enorme Hilfe ist, ist die Wi-Fi-Schnittstelle. Dadurch muss die neue Bridge nicht mehr direkt in der Nähe eines Routers oder Repeaters platziert werden. In unserem Testzeitraum haben wir die Bridge Pro jedoch weitgehend per Ethernet-Kabel verbunden, um Fehlerquellen auszuschließen. Denn freilich kann die Stabilität theoretisch bei einer kabellosen Verbindung eher schwanken.

Die Hue Bridge Pro lässt sich per Ethernet oder Wi-Fi ins Netzwerk einbinden.
Die Hue Bridge Pro lässt sich per Ethernet oder Wi-Fi ins Netzwerk einbinden.

Motion Aware hat im Übrigen bei uns im Test gut funktioniert, wir können aber erklären, dass dies nicht bei allen Anwendern so sein wird. Denn wo eure Bewegungen erkannt werden, hängt direkt von der Platzierung der Leuchtmittel bzw. Lampen ab Die erkennen quasi Veränderungen der kabellosen Signalkette, die durch euren Körper verursacht werden. Mit der Bewegungserkennung könnt ihr dann bestimmte Routinen verbinden. Beispielsweise könnt ihr einrichten, dass eine Lampe sich einschalten soll, sobald ihr den Flur nachts betretet. Da aber eben nur Bewegungen erkannt werden, die sozusagen zwischen zwei Leuchtmitteln bzw. Lampen erfolgen, ist das immer so eine Sache. Ihr könnt euch das wie einen unsichtbaren Stolperdraht vorstellen, der die Meldung im Hintergrund auslöst. Und der muss eben an der richtigen Stelle aufgespannt sein. Nützt euch also z. B. nur was im passenden Szenario.

Wer also im Smart-Home dedizierte Bewegungssensoren einsetzt, sollte diese nicht zu vorschnell einmotten, denn die werden oft ihre Daseinsberechtigung behalten.

Fazit: Kleine, aber feine Neuheiten

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Ansonsten arbeitet die Philips Hue Bridge Pro weitgehend im Hintergrund, genau so, wie sie sollte: Das Beste, was man von so einem Produkt sagen kann, ist, dass man es nicht aktiv bemerkt. Die Bridge Pro nutzt wie die Hue-Lampen und -Leuchtmittel, sodass sie euer WLAN nicht „zumüllt“. In unserem Test hatten wir keinerlei Verbindungsprobleme oder sonstige Auffälligkeiten. Stattdessen stießen wir auf eine erhöhte Reaktionsfreude im Smart Home und konnten MotionAware einsetzen. Dabei gilt: Je mehr Produkte ihr von Hue bereits besitzt, desto mehr werdet ihr von der Bridge Pro profitieren.

Philips Hue Spatial Aware erlaubt noch flexiblere Lichtszenen - nur in Kombination mit der Hue Bridge Pro.
Philips Hue Spatial Aware erlaubt noch flexiblere Lichtszenen – nur in Kombination mit der Hue Bridge Pro.

Ehrlicherweise muss man aber auch sagen: Bei kleineren Haushalten muss schon ein großer Hang zur Verwendung von Zubehör und eine Vorliebe zu ausgefuchsten Szenen bestehen, damit die Hue Bridge Pro ihre Mehrkosten rechtfertigt. Aber: Signify liefert inzwischen auch verstärkt exklusive Funktionen für das neuere Modell. Dazu zählen z. B. die neuen Spatial-Aware-Szenen, welche mit der älteren Standard-Bridge nicht mehr möglich sind. Denn dabei werden innerhalb einer Szene verschiedene Einzeleinstellungen für eure Leuchtmittel angelegt – siehe das Bild oben.

Die Hue Bridge Pro lohnt sich für Smart-Home-Enthusiasten.
Die Hue Bridge Pro lohnt sich für Smart-Home-Enthusiasten.

Insofern verspricht die Hue Bridge Pro mehr Zukunftssicherheit. Wer also sicher sein will, dass er auch solche neuartigen Szenen verwenden kann und auf Funktionsumfang, Sicherheit und Flexibilität im Smart-Home Wert legt, kommt an der Hue Bridge Pro nicht vorbei. Zumal: Bedenkt man die Preise der Hue-Leuchtmittel, dann ist der einmalige Preisaufschlag für die Pro-Version relativ leicht verdaut. Unsere Empfehlung daher im Zweifelsfall: Haben ist besser als Brauchen, sodass die Hue Bridge Pro sich in Zukunft bezahlt machen dürfte.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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1 Kommentar
  1. Ich habe vor ein paar Wochen auf die Pro Birdge migriert, was problemlos lief. Lampen und vor allem Schalter (Hue und Friends of Hue) reagieren mit der neuen Bridge viel schneller. Das Upgrade hat sich für mich voll gelohnt.

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