Handschlag perfekt: Paramount darf Warner Bros. nächste Woche übernehmen

Paramount Skydance darf Warner Bros. Discovery bereits nächste Woche final übernehmen. In den USA wurde eine Einigung erzielt.

So hatte es in den USA einigen Streit um den geplanten Deal gegeben. Mehrere US-Bundesstaaten wollten gerichtlich dagegen vorgehen. Auch Kreative aus Hollywood positionierten sich klar gegen die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance. Inzwischen hat ein US-Gericht aber einen Kompromiss durchgewunken, den die unterschiedlichen Parteien ausgehandelt hatten. Zufrieden sind dennoch nicht alle.

Paramount Skydance geht Verpflichtungen ein

Zwischenzeitlich kochten die Gemüter derart hoch, dass der Chef von Paramount Skydance, Milliardärssohn David Ellison, damit drohte, Paramount Skydance aus Kalifornien abzuziehen. Stattdessen ist man nun mehrere Verpflichtungen eingegangen, um die Übernahme durchzubekommen. Beispielsweise muss Paramount Skydance nach der Übernahme mindestens 300 Mio. US-Dollar zusätzlich in die US-Filmproduktion stecken und in den ersten beiden Jahren nach dem Deal 30 Kinofilme pro Jahr veröffentlichen.

In den Jahren 3 bis 5 nach der Übernahme von Warner Bros. Discovery wird Paramount Skydance gar mindestens 32 Filme pro Jahr ins Kino bugsieren müssen. Dabei müssen die exklusiven Zeitfenster jeweils mindestens 45 Tage betragen. Obendrein muss das zusammengelegte Unternehmen die physischen Studios mindestens 5 Jahre weiter betreiben und darf sie weder verkaufen noch schließen.

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Paramount Skydance + Warner Bros. Discovery = ?

Offen ist im Übrigen noch, unter welchem Namen der neue Gesamtkonzern firmieren soll. Allerdings wird sich in der Führungsebene einiges drehen. Neben David Ellison soll der ehemalige Mattel-CEO Ynon Kreiz etwa zum Co-CEO werden. Casey Bloys, bisher bei Warner Bros. Discovery für HBO verantwortlich, wird den gesamten Streaming-Bereich führen. Dabei steht schon fest, dass HBO Max und Paramount+ verschmelzen werden.

Der bisherige Warner-Chef David Zaslav wird sich hingegen offenbar verabschieden. Traurig dürfte er darüber nicht sein, denn er wird fast 600 Mio. US-Dollar in Form von direkten Zahlungen und Aktienpaketen einstreichen. Der neue, zusammengeschlossene Konzern aus Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery wird dann Marken wie Game of Thrones, Harry Potter oder auch DC (Batman, Superman, Wonder Woman) sowie Teenage Mutant Ninja Turtles, Spongebob Schwammkopf, Top Gun oder Mission: Impossible in den Händen halten.

Viele Kreative sorgen sich aber dennoch über die Zukunft. Sie rechnen langfristig mit Kürzungen, weniger Film- und Serienproduktionen sowie abnehmender Medienvielfalt.

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QuelleVariety
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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1 Kommentar
  1. Es wäre für Hollywood weitaus schlimmer gewesen, wenn Ellison umgezogen wäre, was sich sogar viele Mitarbeiter gewünscht hätten, weil sie sich ein Leben in L.A. immer schwerer leisten können. Und verloren hat nur der Staat Kalifornien mit seinem dussligen Staatsanwalt. Als ob es möglich gewesen wäre, einen x-fachen Milliardär mit Klagen zu stoppen. Das mußte ja schiefgehen. Klarer Sieger ist hier Ellison: mindestens 30 Filme pro Jahr wollte er sowieso veröffentlichen und CNN darf er wohl auch behalten. Der lacht sich ins Fäustchen.

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