Paramount Skydance ist mit der Übernahme von Warner Bros. Discovery beschäftigt. Doch viele Kreative aus Hollywood stemmen sich in einem offenen Brief dagegen.
So haben die Beteiligten rund 1.500 Unterschriften von Kreativen und weiteren Mitarbeitern der nordamerikanischen Film- und TV-Branche zusammengesammelt. Gegen die Übernahme von Warner Bros. Discovery positionieren sich offen z. B. die Schauspieler Bryan Cranston („Breaking Bad“), Joaquon Phoenix („Joker“) und Mark Ruffalo („Avengers: Endgame“). Auch namhafte Regisseure wie David Fincher („Fight Club“), Denis Villeneuve („Dune“) oder JJ Abrams („Star Trek“) gehören zu den Unterzeichnern.
Hollywood hofft eine Ablehnung des Mega-Deals
Unter dem Motto #BlockTheMerger fordern die Hollywood-Größen, dass die Kartellwächter einschreiten. Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem zuständigen kalifornischen Generalstaatsanwalt. Denn auf Bundesebene ist kaum mit einer Blockade zu rechnen, da die Ellison-Familie hinter Paramount Skydance in enger Verbindung zum US-Präsidenten Donald Trump steht.

Doch warum lehnen die Kreativen die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance so entschieden ab? Sie nehmen an, dass Arbeitsplätze wegfallen werden, es weniger Produktionen geben dürfte und für Kreative und Zuschauer die Auswahlmöglichkeiten schrumpfen. Die vermehrte Konsolidierung werde Hollywood schaden. Ein immer kleinerer Kreis von Konzernen häufe immer mehr Macht an.
Unbegründete Sorgen oder eine düstere Zukunft?
Völlig unbegründet sind die Sorgen sicherlich nicht. Beispielsweise hat Paramount Skydance schon bestätigt, dass man die Streaming-Dienste HBO Max und Paramount+ zusammenlegen will. Man hat allerdings auch mit einer Stellungnahme reagiert. Im Wesentlichen versucht Paramount Skydance darin zu beschwichtigen, und verweist auf Umbrüche in der gesamten Entertainment-Branche, denen man sich offen stellen müsse.
Zudem betont Paramount Skydance zuvor getätigte Aussagen, laut denen man jährlich mindestens 30 Kinofilme produzieren wolle. Ob der Konzern unter der Schuldenlast der Übernahme aber dann nicht doch drastisch die Schere ansetzen wird, daran haben offenbar viele Kreative so ihre Zweifel.
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Immer wieder lustig wenn die Multimillionäre Unterschriften sammeln^^ ist ja nicht so, dass die Nahmhaften mit Gagen einen Großteil der Budgets verschlingen und dadurch mehr Erfolgdruck der Studios entsteht um mit den Produktionen wieder ins Plus zu rutschen (natürlich könnten die Studios aber auch auf mehr Jungtalente setzen als auf Altstars)
Hollywood hat sich dadurch ins Knie geschossen, daß Disney Fox kaufen durfte, was m. E. ein noch größerer Kauf war, als die Übernahme von Warner durch Paramount. Warum sollten jetzt die Kartellbehörden einschreiten, wenn sie es damals nicht taten? So oder so wird daraus eine Wettbewerbsverzerrung entstehen, aber lieber sehe ich Warner bei Paramount, als bei Netflix. Schön wäre es natürlich Warner bleibt für sich, aber das wird wohl nicht mehr passieren, es sei denn die Aktionäre lehnen das Angebot auf der Hauptversammlung am 26.04.26 ab, was ich persönlich allerdings nicht glaube.