Eclipsa Video ist im Hintergrund in der Entwicklung. Es handelt sich um eine Art Weiterentwicklung von HDR10+.
Bereits Ende Mai 2026 vorgestellt, aber weitgehend unter dem Radar geflogen ist eine Pressemeldung von Eclipsa Media. Diese bestätigt, dass neben Eclipsa Audio bald auch die Initiative Eclipsa Video startet. Wo Eclipsa Audio z. B. mit Dolby Atmos konkurriert, soll es Eclipsa Video mit Dolby Vision aufnehmen. Es handelt sich um eine Art Weiterentwicklung von HDR10+. So steht auch Eclipsa Video für einen offenen Videostandard.
Eclipsa Video: Apple, Google und NBCUniversal sind an Bord
An Eclipsa Video arbeiten federführend Experten von Apple, Google und NBCUniversal. HDR10+ hat man sich dabei als Grundlage auserkoren, Im ersten Schritt visiert man aber noch nicht Fernsehgeräten an, sondern in erster Linie Smartphones und Tablets. Dafür arbeitet man auch direkt mit der HDR10+ Technologies LLC zusammen. Demnach sollen Eclipsa Video und HDR10+ auch direkt ineinander greifen.
So erklärt man, dass etwa Geräte, die für sowohl Eclipsa Video als auch HDR10+ zertifiziert worden sind, an Ende mit „Eclipsa Video powered by HDR10+“ beworben werden dürfen. Erste Geräte soll es noch in diesem Jahr geben. Zunächst werden das zwar nur Smartphones sein, später will man den Standard jedoch auch auf weitere Geräte ausweiten.
Die Grenzen zu HDR10+ verschwimmen
Eclipsa Video basiert auf SMPTE 2094-50, einem neuen Standard der Society of Motion Picture and Television Engineers. Falls ich die kryptische Bezeichnung eher verwirrt. Damit steht Eclipsa Video eben ST 2094-10 (Dolby Vision), ST 2094-20 und 30 (Advanced HDR) und ST 2094-40 (HDR10+) als Konkurrenz gegenüber. Die Grenzen zu HDR10+ sind aber offenbar sehr diffus, was nicht nur die Beteiligung der HDR10+ Technologies LLC verdeutlicht, sondern eben auch die mögliche Werbung mit „Eclipsa Video powered by HDR10+“.
Eclipsa Video wird dann also eine kostengünstige Open-Source-Alternative zu Dolby Vision. Die Frage ist natürlich, wo dann der Platz von HDR10+ in Zukunft liegen soll. Zumindest zum Launch werden die Überschneidungen zumindest etwas geringfügiger ausfallen, da Eclipsa Video nur für mobile Endgeräte startet. Aber auch da gibt es bereits viele Geräte mit HDR10+, sodass sich klären muss, ob und wie die Standards koexistieren sollen.
Denkbar ist, dass Eclipsa Video später auch in Verbindung mit dem neuen Videocodec AV2 stehen könnte. Auch da gilt es jedoch, noch die genauen Verquickungen zu ergründen – wir bleiben dran.
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