Xbox Game Pass: Millionen von Abonnenten haben gekündigt

Microsoft hatte im Herbst massiv die Preise des Xbox Game Pass erhöht. Offenbar führte das tatsächlich zu einer Kündigungswelle.

Einerseits sollte das keine Überraschung sein, denn die Preise für die Spiele-Flatrate stiegen je nach Tarif um über 50 %. Andererseits läuft es fast immer so, dass einige Nutzer online ihrem Ärger lautstark Luft machen, aber am Ende doch die breite Masse weiter zahlt. So geschehen z. B. bei den meisten Streaming-Preiserhöhungen oder der Einführung von Werbung bei Amazon Prime Video.

Xbox Game Pass: Microsoft hatte sich verkalkuliert

Im Falle der Preiserhöhungen des Xbox Game Pass haben aber offenbar doch viele Bestandskunden Nägel mit Köpfen gemacht. Das ist besonders auffallend, da jene eigentlich gar nicht betroffen gewesen sind. Denn zunächst sollte die Preiserhöhung der Gaming-Flatrate nur für Neukunden greifen. Mutmaßlich wollten aber offenbar viele Spieler den Redmondern direkt einen Denkzettel verpassen.

Die nächste Xbox (Codename Helix) soll mehr Leistung bieten als die Sony PlayStation 6.
Die nächste Xbox (Codename Helix) soll mehr Leistung bieten als die Sony PlayStation 6.

So brach die Website des Xbox Game Pass zwischenzeitlich wegen der vielen Kündigungsabsichten zusammen. Erstmals hat nun auch Microsoft bzw. dessen Xbox-Manager Matthew Ball bestätigt, dass es in der Tat Millionen von Kündigungen gegeben habe. Am Ende zog die neue Chefin der Xbox-Sparte, Asha Sharma, im April 2026 die Reißleine. Man machte die Preiserhöhung zumindest anteilig wieder rückgängig.

Xbox: Chancenlos gegen die PlayStation?

Auch Exklusivtitel, von denen sich Microsoft eigentlich verabschiedet hatte, soll es nun doch wieder für die Xbox-Konsolen geben. Den Anfang macht „Gears of War: E-Day“. Dennoch dürfte es für die angeschlagene Konsolensparte von Microsoft schwierig werden, Gamer zurückzugewinnen. In der nächsten Konsolengeneration will man daher mit Project Helix einen neuen Ansatz wählen. Die kommende Next-Gen-Xbox soll zum Premium-Preis mehr Leistung als eine PlayStation 6 bieten und zudem Drittanbieter-Stores wie Steam zulassen. Man wird sich also quasi zwischen traditionellen Konsolen und Gaming-PCs positionieren.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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