Xbox Series X|S: Microsoft erhöht (wieder) die Preise der Spielekonsolen

Microsoft erhöht ab 1. August 2026 (wieder) den Preis der Xbox Series X|S. Das Modell mit 2 TByte Speicherplatz nimmt man sogar ganz aus dem Angebot.

Es ist wohl zu erwarten gewesen: Vor einigen Wochen hatte Sony die Preise aller Versionen der PlayStation 5 um satte 100 Euro erhöht. Jetzt ist nach mehreren Preiserhöhungen wieder Microsoft am Zug. So steigen die Preise der Spielekonsolen Xbox Series X|S ab dem 1. August 2026 weltweit. Allerdings machen die Redmonder noch keine Angaben zur genauen Höhe der Preiserhöhung in Europa.

Xbox Series X mit 2 TByte wird gestrichen

Klar ist, dass die Xbox Series X mit 2 TByte Speicherplatz gänzlich aus dem Programm genommen wird. Microsoft verkauft nur noch bestehende Exemplare ab. Wiederum werden die Xbox-Konsolen mit 512 GByte Speicherplatz 100 US-Dollar teurer. Varianten mit 1 TByte steigen sogar um 150 US-Dollar im Preis. Für Europa bzw. Deutschland dürften analog wohl Preiserhöhungen von 100 bzw. 150 Euro greifen.

Als Begründung nennt Microsoft, sicherlich für niemanden eine Überraschung, die explodierenden RAM- und Speicherpreise. Diese hätten sich in den letzten Monaten fast verdreifacht. Bis Herbst 2027 rechnet man mit einer weiteren Verdopplung. Entsprechend habe man keine andere Wahl, als die Preise anzupassen.

Die Xbox-Sparte muss einen Neuanfang wagen.
Die Xbox-Sparte muss einen Neuanfang wagen.

Um Kunden dennoch günstige Einstiegsoptionen zu bieten, will man etwa in den USA „Buy now, pay later“-Angebote forcieren. Letzten Endes senkt das aber nicht den Preis, sondern drückt euch in Ratenzahlungsverträge. Obendrein will man verstärkt auf Refurbished-Konsolen setzen, die dann natürlich mit Abschlägen zu haben sein werden.

Schlechte Zeiten für die Xbox

Pikant ist, dass Microsoft einerseits selbst unter der Speicherkrise leidet, aber auch zu den Verursachern zählt. Schließlich ist man selbst sehr aktiv im KI- und Datenzentren-Bereich. Bessere Zeiten erwarten Spieler wohl erst ab 2028. Vorher ist laut Herstellern und Marktbeobachtern nicht mit einer Entspannung am Markt zu rechnen.

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QuelleXbox.com
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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8 Kommentare
  1. Die Xbox-Sparte bei MS steht derzeit quasi vor dem Kahlschlag.
    Konsolen-Verkaufszahlen sind kaum noch existent, die (nötigen) Preiserhöhungen werden das nicht besser machen.
    Ehemals exklusive Franchises der hauseigenen (erst vor ein paar Jahren teuer eingekauften) Studios sind nun multiplattform, weil ansonsten einfach keine relevanten Stückzahlen zu erzielen sind.
    Der Gamepass wurde erst massiv im Preis erhöht und dann, nach großer Abwanderungswelle, wieder gesenkt.
    MS-CEO Nadella fordert (berechtigterweise) nach nunmehr 25 Jahren auch endlich mal nachhaltige Gewinn der Xbox-Sparte, stellt ansonsten ihre Existenzberechtigung innerhalb des Konzerns in Frage.
    Der Xbox-CEO wurde deshalb ausgetauscht, SEHR viele Mitarbeiter entlassen.
    Neue Hardware, die mit besserer Leistung und/oder Portabilität zu interessanten Preisen ein größeres Publikum anzieht, weil sie einen relevanten Mehrwert zu bestehenden Systemen wie Playstation, Steamdeck oder der kommenden Steam Machine bietet, ist bei den explodierenden Preisen aufgrund der weltweiten RAM- und Komponentenkrise (deren Ende nicht absehbar ist) kaum zu realisieren.
    Als reiner Games-Service kommt Xbox ebenfalls nicht gegen Steam & Co. an, der GamePass ist für MS, zu den nun wieder gesenkten Preisen, ein Verlustgeschäft und somit so nicht dauerhaft haltbar.
    Alles in allem sehe ich kein Szenario, wie man da in absehbarer Zeit das Ruder in Richtung „Wir gewinnen wieder Marktanteile und sind gleichzeitig profitalbel“ herumreißen könnte.
    So gut es für uns Konsumenten wäre, wenn Sony nicht der alleinige Platzhirsch würde.
    Frau Sharma hat sich da jedenfalls einen schöne Schleudersitz-Posten auflabern lassen… 🙁

    • Das wäre für Kunden der Supergau, insbesondere für PlayStation-Fans. Denn dann könnte Sony die Preise noch massiver erhöhen mangels Konkurrenz – geholfen wäre damit in erster Linie Sony. Für Käufer jeglicher Konsolen wäre es hingegen das schlimmste Szenario.

      • Microsoft ist für Sony leider schon lange keine Konkurrenz mehr. Die können eh schon machen was sie wollen. Das Beste was passieren kann wäre, wenn Microsoft die XBox Sparte verkauft und dann ein fähiges Unternehmen die Sparte übernimmt.

    • Gerade jetzt, wo Microsoft einen Strategiewechsel mit Xbox plant, wäre ein kompletter Rückzug unsinnig. Eher könnte es sogar zur Folge haben, dass ein Aufschlag zu den bereits angedeuteten $ 1.000+ (wobei die sicherlich nicht gehalten werden können, siehe Steam Machine) für die nächste Konsolengeneration, nicht mehr so riesig ausfallen würde. Und das für eine Konsole, die ein kompakter Gaming-PC mit dessen offenem System werden soll. Da Sony aber an seinem geschlossenen System festhalten will, könnten die Karten dann durchaus neu gemischt werden.

      • Der Strategiewechsel bzw. die Rolle rückwärts ist einfach nur eine Notwendigkeit gewesen, um sich für potenzielle Käufer attraktiv zu machen.

        Ist also eher der größte Hinweis, dass MS sich zurückziehen wird.

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