Samsung entwickelt HDR10+, einen dynamischen HDR-Standard. Dieser lässt sich wohl lt. Aussagen von Samsung in alle neuen 2017er TV-Modelle integrieren. Modelle aus 2016 werden wohl nicht in den Genuss von HDR10+ kommen.


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Update: HDR10+ Samsung und Amazon Video treten gegen Dolby Vision an!

Originalmeldung: Richtig gelesen, Samsung arbeitet bereits seit längerer Zeit an einem eigenen HDR-Standard. Der koreanische Hersteller entwickelt aber nicht wie wild darauf los, sondern hat sich an die Richtlinien der ITU gehalten. Die eingereichte „Anwendung“ mit der Nummer ST 2094-40 wurde bereits veröffentlicht und beinhaltet alle Komponenten für „HDR10+“. Neben Samsung haben auch Dolby (ST 2094-10), Philips (ST 2094-20) und Technicolor (ST 2094-30) eigene Applikationen eingereicht. Doch was bedeutet des jetzt für den Nutzer. Schon wieder neue Hardware kaufen? Benötigen wir jetzt Geräte mit HDMI 2.1? Kann das neue dynamische HDR auf jedem TV verarbeitet werden?

Mehr Details, mehr Hell, mehr Dunkel

Viele der Fragen können wir auch noch nicht beantworten. Auf der CES 2017 hat uns Samsung bereits das neue HDR-Format demonstriert – das Ergebnis war auf jeden Fall überzeugend (auf einem 2017er QLED TV). Mit HDR10+ können die Limitierungen des statischen HDR10 aufgebrochen werden. Die größten Probleme gab es bei Filmen mit häufigen Helligkeitswechseln. Da ein Helligkeitswert festgelegt werden musste, waren dunkle Szenen oft zu hell und helle Szenen oft zu dunkel. Ein gutes Beispielt dafür ist die 4K Blu-ray „Mad Max: Fury Road“.

HDR10+ setzt spezielle Hardware voraus

Die Technik setzt lt. Samsung eine bestimmte Hardware-Komponente voraus. Dabei wird es sich aber nicht um HDMI 2.1 oder ähnliches handeln. Wir gehen eher von einem Chipsatz aus der die Metadaten verarbeiten kann. Womöglich lässt sich HDR10+ auch auf älteren TV-Geräten installieren. Bei einer erfolgreichen Einführung von HDR10+ Filmen, Serien und TV-Geräten ist es möglich, dass das dynamische HDR-Format auch von anderen Herstellern übernommen wird. Einen kleinen, oder vielleicht sogar großen, Vorteil hat HDR10+ bereits jetzt gegenüber dem Konkurrenzformat Dolby Vision: Es fallen keine Lizenzgebühren für das neue Format an.

Wie sich HDR10+ genau entwickeln wird, zeigt uns wie immer nur die Zeit. Wir warten erst einmal auf die offizielle Ankündigung seitens Samsung sowie auf zusätzliche Demonstrationen bis hin zu fertigen Inhalten.

HDR10+: Samsung entwickelt dynamischen HDR-Standard
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