GEEKOM auf der IFA 2026: Neue Mini-PCs, Laptops und ziemlich viel lokale KI

GEEKOM bringt zur IFA 2026 gleich mehrere neue Mini-PCs und ein neues 16-Zoll-Notebook mit nach Berlin. Eines der Highlights dürfte jedoch ein System aus vier miteinander verbundenen A9 Mega sein, auf dem große KI-Modelle komplett lokal laufen sollen. Wer mit KI wenig anfangen kann, bekommt am Messestand trotzdem genug neue Hardware zu sehen.

*Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit GEEKOM erstellt.

Wer GEEKOM kennt, dürfte die Marke primär mit kompakten Windows-PCs verbinden. Genau die gibt es auf der IFA natürlich wieder zu sehen, dieses Mal aber teilweise mit Hardware, die man vor ein paar Jahren kaum in einem Mini-PC erwartet hätte. Dazu gesellen sich neue Notebooks und einige ziemlich leistungsfähige Systeme für lokale KI-Anwendungen.

Auf der IFA 2026 vom 4. bis 8. September in Berlin zeigt GEEKOM unter anderem den neuen IT13 Mega, eine AMD-Version des GeekBook X16 Pro sowie mehrere Varianten des A9 Mega. Wer sich die Geräte selbst ansehen möchte, findet GEEKOM in Halle 6.2 am Stand 119.

Vier Mini-PCs arbeiten gemeinsam an einer KI

Die Anwendungsbereiche für DeepSeek V4 mit dem Hermes-Agent sind extrem breit gefächert und reicht von adiministrativen Arbeiten, hin zur Erstellung von Bild- und Audiodateien.
Die Anwendungsbereiche für DeepSeek V4 mit dem Hermes-Agent sind extrem breit gefächert und reichen von administrativen Arbeiten bis hin zur Erstellung von Bild- und Audiodateien.

Das auffälligste „Ausstellungsstück“ dürfte der bereits angekündigte A9-Mega-Cluster werden. GEEKOM stellt dafür nicht einfach vier Mini-PCs nebeneinander, sondern verbindet die Systeme über USB4 miteinander. In jedem der vier Rechner steckt ein AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Zen-5-Kernen und einer Radeon 8060S mit 40 Compute Units. Hinzu kommt ein großer gemeinsamer Speicher. Ein einzelner A9 Mega lässt sich bereits mit bis zu 128 GB Speicher ausstatten. Spannend wird es durch die Kombination der vier Rechner. GEEKOM lässt darauf DeepSeek V4 Flash laufen und verteilt die Berechnungen auf die einzelnen Systeme. Die Idee dahinter? Statt einen klassischen Server samt entsprechendem Rack und spezieller Netzwerktechnik aufzubauen, übernehmen mehrere kompakte PCs gemeinsam die Arbeit.

Für den normalen Heim-PC ist das natürlich eine Nummer zu groß. Bei Unternehmen, Entwicklern oder kleineren Arbeitsgruppen sieht das schon anders aus. Sprachmodelle, interne Wissensdatenbanken, Dokumentenanalysen, Programmierassistenten oder AI Agents könnten damit direkt im eigenen Netzwerk laufen. Das hat vor allem beim Datenschutz einen Vorteil.

A9 Mega läuft auch mit sehr großen KI-Modellen

Der Geekom A9 Mega Mini-PC mit AMD Ryzen AI Max+ 388 und 64 GB "unified" Memory.
Der GEEKOM A9 Mega Mini-PC mit AMD Ryzen AI Max+ 388 und 64 GB Unified Memory.

Man muss aber nicht gleich vier A9 Mega kaufen. GEEKOM zeigt auf der IFA auch eine neue Einzelkonfiguration die neu mit einem AMD Ryzen AI Max+ 388, 64 GB Unified Memory und einer Phison AI SSD ausgestattet ist. Damit sollen sich lokale KI-Modelle mit 70 Milliarden Parametern und teilweise sogar noch größere Modelle betreiben lassen.

Der gemeinsame Speicher spielt dabei eine wichtige Rolle. Bei klassischen PCs verfügen CPU und Grafikkarte normalerweise über getrennte Speicherbereiche. Beim A9 Mega können CPU und GPU dagegen auf denselben Speicherpool zugreifen. Gerade bei großen KI-Modellen soll das ein gewaltiger Vorteil sein, weil nicht erst eine dedizierte Grafikkarte mit entsprechend viel VRAM verbaut werden muss. Aus dem klassischen Mini-PC für Office und Homeoffice wird damit langsam eine kleine Profi-Workstation.

IT13 Mega bringt Intel Arc B390 in den Mini-PC

Der Geekom IT13 Mega wird mit dem neuesten Intel Core Ultra X7 358H-Prozessor ausgestattet!
Der GEEKOM IT13 Mega wird mit dem Intel Core Ultra X7 358H ausgestattet.

Für klassische PC-Anwendungen dürfte der neue GEEKOM IT13 Mega fast noch spannender sein. Im kleinen Gehäuse steckt der neue Intel Core Ultra X7 358H mit insgesamt 16 CPU-Kernen. Vor allem die integrierte Intel Arc B390 dürfte hier einiges ausmachen. Intels neue iGPU ist deutlich leistungsfähiger als die integrierten Grafiklösungen, die man noch vor wenigen Generationen in solchen Mini-PCs bekommen hat. Damit bleibt der IT13 Mega nicht auf Office, Browser und Streaming beschränkt. Auch Bild- und Videobearbeitung und Gaming kommen infrage. Natürlich ersetzt die integrierte Grafik keine große Desktop-GPU, der Abstand zwischen Mini-PC und klassischem Desktop schrumpft aber weiter. (Erste Tests der Arc B390-GPU schafften Cyberpunk 2077, Baldurs Gate 3, GTA V uvm. mit über 45 fps bei Full-HD-Auflösung und hohen Qualitätseinstellungen).

Zusätzlich besitzt der Prozessor eine eigene NPU für KI-Berechnungen. CPU, GPU und NPU teilen sich damit unterschiedliche Aufgaben, ohne dass dafür eine separate Grafikkarte oder ein deutlich größeres Gehäuse nötig wäre. Bei Arbeitsspeicher, SSD-Konfigurationen, Anschlüssen und Preisen hält sich GEEKOM bislang noch zurück. Dazu dürfte es spätestens rund um die IFA weitere Informationen geben.

GeekBook X16 Pro erstmals mit AMD-Prozessor

Das GeekBook X16 Pro Laptop wird auf der IFA 2026 erstmals mit einem AMD-Prozessor gezeigt.
Das GeekBook X16 Pro wird auf der IFA 2026 erstmals mit einem AMD-Prozessor gezeigt.

Noch relativ neu ist GEEKOM im Notebookgeschäft. Auf der IFA bekommt das GeekBook X16 Pro jetzt erstmals eine AMD-Variante. Bislang wird das Notebook mit Intel Core Ultra angeboten. Die neue Version setzt dagegen auf den AMD Ryzen AI 9 HX 470. Der Prozessor verfügt über 12 CPU-Kerne und 24 Threads und erreicht bis zu 5,2 GHz. Für die Grafik ist eine Radeon 890M mit 16 Compute Units zuständig. Eine NPU für lokale KI-Anwendungen ist ebenfalls integriert.

Das allein wäre noch nicht außergewöhnlich. Interessant wird das X16 Pro durch die Kombination mit einem vergleichsweise dünnen und leichten 16-Zoll-Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung. Dazu kommt ein 77-Wh-Akku. GEEKOM versucht hier also nicht, einen klassischen schweren Gaming-Laptop mit dicker Kühlung und separater GPU nachzubauen.

Ein bisschen Gaming ist mit der Radeon 890M ebenfalls drin. Eine High-End-GPU sollte man natürlich nicht erwarten. Bei angepasster Auflösung und Detailstufe lassen sich mit der integrierten Grafik aber durchaus viele Spiele vernünftig nutzen.

A5 2027 Edition: Nicht alles muss High-End sein

Zwischen A9 Mega, neuer Intel-Grafik und KI-Prozessoren gibt es am Messestand auch noch etwas Bodenständigeres. Die A5 2027 Edition setzt auf den bekannten AMD Ryzen 7 7730U mit acht CPU-Kernen. Das ist 2026 natürlich kein technisches Feuerwerk mehr. Muss es aber auch nicht sein. Für Office, Internet, Streaming, einfache Bildbearbeitung oder einen kompakten Arbeitsplatz reicht die Leistung weiterhin locker aus.

Damit deckt der A5 einen ganz anderen Bereich ab als A9 Mega und IT13 Mega. Wer keine lokale KI berechnen oder anspruchsvolle GPU-Anwendungen nutzen möchte, braucht schließlich nicht zwangsläufig einen der deutlich teureren High-End-Prozessoren. Die A5 2027 Edition wird in Deutschland bereits mit Ryzen 7 7730U sowie günstigeren Konfigurationen angeboten und bildet damit am IFA-Stand den eher klassischen Mini-PC für den Alltag.

GEEKOM findet ihr auf der IFA 2026 vom 4. bis 8. September in Halle 6.2 am Stand 119.

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse
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