Teufel erweitert sein Audio-Portfolio um einen ziemlich außergewöhnlichen WLAN-Lautsprecher. Der neue IKONIO kombiniert 650 Watt RMS mit gleich zwei integrierten 200-mm-Subwoofern, soll bis auf 19 Hz runterkommen und fällt auf jeden Fall mit seinem bombigen Design auf.
Langweilig sieht der neue Teufel IKONIO* (*Affiliate-Link) definitiv nicht aus. Der Berliner Audiospezialist setzt auf ein offen gestaltetes Gehäuse, bei dem die einzelnen Lautsprecher/Chassis deutlich sichtbar sind. Wer es dezenter mag, kann die Treiber mit den mitgelieferten magnetischen Akustikstoff-Abdeckungen verdecken. Teufel bezeichnet den IKONIO als bislang leistungsstärksten Lautsprecher seiner Home-Streaming-Serie.
Im Inneren arbeitet ein geschlossenes Drei-Wege-System mit drei Hochtönern, drei Mitteltönern und zwei 200 mm großen Subwoofern. Die beiden Tieftöner sitzen sich gegenüber und sollen durch Force Balancing störende Gehäuseschwingungen reduzieren. Acht Class-D-Endstufen treiben die Lautsprecher separat an und liefern zusammen 650 Watt RMS. Kurzzeitig sollen sogar bis zu 2.500 Watt Peak möglich sein.
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Teufel IKONIO: Technik und Ausstattung
| Lautsprechersystem | Geschlossenes Drei-Wege-System |
| Treiber | 3 Hochtöner, 3 Mitteltöner, 2 × 200-mm-Subwoofer |
| Verstärker | 8 × Class-D |
| Leistung | 650 Watt RMS / bis zu 2.500 Watt Peak |
| Tiefgang | bis 19 Hz (-6 dB) |
| Max. Schalldruck | 118 dB |
| Streaming | AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect, TuneIn |
| Bluetooth | Bluetooth 5.1 |
| TV / Eingänge | Optisch digital, Cinch |
| Stereo | Zwei IKONIO drahtlos als echtes Stereopaar koppelbar |
Bass bis 19 Hz und breite Klangbühne

Besonders interessant ist natürlich der versprochene Tiefgang bis 19 Hz. Damit erreicht der IKONIO Frequenzbereiche, für die bei vielen Stereo-Systemen ein zusätzlicher Subwoofer benötigt wird. Erste unabhängige Tests bestätigen, dass der Lautsprecher trotz seines vergleichsweise kompakten Gehäuses ordentlich Tiefbass und erhebliche Reserven mit sich bringt. Für Letztere kommt Teufels Dynamore Ultra zum Einsatz. Dabei werden die seitlich angeordneten Mittel- und Hochtöner genutzt, um die wahrgenommene Stereobühne eines einzelnen IKONIO zu verbreitern. Eine echte Links-rechts-Trennung ersetzt das zwar nicht, zwei Lautsprecher lassen sich aber drahtlos zu einem klassischen Stereopaar verbinden. Die vier 200-mm-Subwoofer erhöhen damit übrigens die Leistung auf bis zu 1.300 Watt RMS.
AirPlay 2, Google Cast und Spotify Connect

Bei den Komfortfunktionen ist der IKONIO umfangreich ausgestattet. Musik lässt sich über Apple AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect oder TuneIn übertragen. Bluetooth 5.1 (leider nur SBC) steht ebenfalls bereit, Einstellungen und Klangregelung übernimmt die Teufel Home App. Eine Integration in ältere Raumfeld-Systeme ist dagegen nicht möglich. Etwas überraschend fällt die TV-Anbindung aus. Teufel verbaut zwar einen optischen Digitaleingang, verzichtet aber komplett auf HDMI ARC bzw. HDMI eARC. Wer den IKONIO hauptsächlich zum Musikhören kauft, dürfte damit problemlos leben können. Mit einer HDMI-Schnittstelle wäre der IKONIO nahezu perfekt ausgestattet.
IKONIO startet für 1.199,99 Euro

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Ein einzelner Teufel IKONIO kostet 1.199,99 Euro. Das Stereo-Set mit zwei Lautsprechern wird für 2.279,99 Euro (120 Euro Preisvorteil) angeboten. Zusätzlich gibt es einen passenden Standfuß von König & Meyer für 99,99 Euro. Preislich liegt der IKONIO damit oberhalb vieler klassischer WLAN-Lautsprecher, bietet dafür aber auch ein ungewöhnliches Gesamtpaket. Zwei integrierte Subwoofer, 650 Watt RMS und ein Tiefgang bis 19 Hz findet man in einem einzelnen Streaming-Lautsprecher nicht allzu häufig. Wer dagegen grundsätzlich zwei getrennte Lautsprecher bevorzugt, kann sich auch die bereits vorgestellten Teufel STEREO L 2 ansehen.
Das sagen die ersten Tests:
Die ersten Tests zeichnen insgesamt ein ziemlich klares Bild vom Teufel IKONIO. Besonders häufig gelobt werden der ungewöhnlich tiefe, druckvolle und dennoch kontrollierte Bass sowie die enormen Pegelreserven. Gleichzeitig soll der Lautsprecher nicht einfach nur auf maximale Wucht getrimmt sein, sondern auch Stimmen, Mitten und Höhen ausgewogen wiedergeben. Dynamore Ultra sorgt laut den Testern zudem für eine überraschend breite Klangbühne, auch wenn ein einzelner IKONIO natürlich kein echtes Stereo-Paar ersetzt. Positiv fallen außerdem die einfache Bedienung und die umfangreichen Streaming-Funktionen auf. Die deutlichsten Kritikpunkte betreffen den fehlenden HDMI-ARC/eARC-Anschluss, die eingeschränkte Bluetooth-Unterstützung und den hohen Preis.
| Positiv | Negativ |
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