Der OLED-Boom erreicht jetzt auch Monitore

OLED-TVs sind bereits in aller Munde. Doch 2026 ist offenbar auch das große Jahr der OLED-Monitore geworden!

So rechnen uns die Marktforscher von Omdia Research vor, dass die Auslieferungsmengen von OLED-Monitorpanels in diesem Jahr gegenüber 2025 um satte 79 % angestiegen sind. Zu beachten ist, dass das noch keine direkte Aussage über die Verkaufszahlen trifft. Es heißt nur, dass die Hersteller mehr Modelle bzw. Stückzahlen auf den Markt gebracht haben. Größter Abnehmer ist dabei weltweit Asus gewesen. Allein dieser Hersteller sicherte sich 23 % der OLED-Panels.

OLED-Monitore: Offenbar schwindet die Angst vor Burn-in

Die Hersteller würden aber natürlich nicht mehr OLED-Monitore auf den Markt werfen, wenn die Nachfrage nicht gegeben wäre. Während Smart-TVs mit OLED-Technik schon seit Jahren fest etabliert sind, sah es lange im Markt für Monitore anders aus. Das liegt auch daran, dass Burn-in eben an Monitoren eine größere Gefahr darstellt. Im Gegensatz zu Fernsehgeräten dominieren eben an Monitoren oft statische Inhalte wie Taskleisten, Menüs, Adresszeilen und mehr. Doch neuere Generationen setzen viele Techniken ein, um Einbrennen zu vermeiden.

OLED-Monitore dürften auch in den nächsten Jahren wachsen.
OLED-Monitore dürften auch in den nächsten Jahren wachsen.

Nach Asus auf der Pole-Position folgen im Übrigen MSI, Samsung und TP Vision als größte Abnehmer von OLED-Panels für Monitore. Danach reihen sich dann LG, Dell, Acer und Lenovo ein. Für 2027 rechnet man dabei sogar mit weiterem Wachstum. Die ausgelieferten Panels sollen 2026 6,1 Mio. Einheiten erreichen. Doch im nächsten Jahr könnten es schon 7,5 Mio. sein.

TCL will ebenfalls mitmischen

Als Grund für das weitere Wachstum sieht man bei Omdia Research auch den Einstieg von TCL China Star an. Der Hersteller will seine im Inkjet-Verfahren gedruckten OLED-Panels nämlich im Monitorbereich voranbringen. Zudem dürften auch kleinere Anbieter wie HKC, KTC oder Gigabyte ihr Angebot ausbauen.

Wiederum rechnet man mit steigender Nachfrage durch Kunden, weil die Verkaufspreise von OLED-Monitoren zunehmend fallen. Einige Gaming-Modelle waren etwa 2026 rund 40 % günstiger als im Vorjahr. Gaming bleibt dann vorerst auch der Hauptanwendungszweck der Monitore. Allerdings nimmt die Verbreitung etwa auch im Bereich Content Creation zu.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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1 Kommentar
  1. Fehlt nur noch, dass OLED-Monitore auch HiDPI Auflösungen erreichen. 5K (5.120 x 2.880) oder 5K HD (4.800 x 2.700) in 32 Zoll wären mal nice – und vergleichbare Pixeldichten in 27, 34 oder 39 Zoll.

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