Der Markt für Micro LED könnte 2026 um satte 100 % wachsen. Wer allerdings hoffnungsvoll auf den TV-Markt blickt, ist leider schief gewickelt.
So prognostizieren die Marktforscher von Omdia Research, dass die Einnahmen mit Micro LED in diesem Jahr im Vergleich mit 2025 um satte 100 % ansteigen könnten. Wir reden hier aber immer noch über eine recht kleine Nische im übergeordneten Display-Sektor. Statt 52,4 Mio. US-Dollar (2025) könnten die Hersteller mit Micro LED 2026 105,4 Mio. US-Dollar erwirtschaften. Das Wachstum soll zum einen aus reiferen Herstellungsprozessen hervorgehen, sich aber auch aus einem speziellen Segment speisen – TV-Geräte sind es nicht.
Micro LED: Großes Wachstum dank kleiner Displays
Vielmehr soll es mehr Micro LEDs für z. B. Mixed-Reality-Geräte geben – und im Signage-Bereich. Möglich wird das durch LEDoS (Micro LED on Silicon). Das erlaubt es, sehr kleine Bildschirme mit der Technik herzustellen, die sich für Augmented Reality und Virtual Reality eignen. Bis 2032 könnte dieser Marktbereich daher auf Einnahmen von 6,8 Mrd. US-Dollar kommen. Da stehen für Micro LED also durchaus spannende Zeiten bevor, wenn eben auch immer noch nicht im Markt für Fernsehgeräte.

So zeigen die Prognosen von Omdia, dass zwar auch der Bereich der Micro-LED-TVs bis 2027 deutlich wachsen sollte, aber vor allem der Bereich für AR, VR und MR der eigentliche Wachstumstreiber sein dürfte. So werden die Herstellungskosten der Display-Technologie, welche im Grunde die Stärken von LCDs und OLEDs ohne die jeweiligen Schwächen kombiniert, wohl immer noch nicht ausreichend sinken, um in der Breite Fernsehgeräte salonfähig zu machen.
LEDoS (Micro LED on Silicon) bietet große Chancen
Die größten Chancen gehen also wohl von LEDoS aus. Dabei werden die Micro-LED-Chips direkt auf den Schaltkreisen platziert. Die Herstellung eignet sich aber nur für kleine Displays und erinnert mehr an die Fertigung von Computerchips als an die traditioneller Panels. Omdia sieht aber auch Potenzial in Bildschirmen für Fahrzeuge, wo hohe Helligkeiten für die Sichtbarkeit der Armaturen entscheidend sind.
Der Traum von erschwinglichen Micro-LED-TVs erfüllt sich jedenfalls wohl auch in den nächsten Jahren eher nicht.
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