Netflix streicht 1.000 Arbeitsplätze: Auf der Suche nach dem richtigen Kurs

Netflix will 1.000 Arbeitsplätze streichen. Der Streaming-Dienst scheffelt Geld, sucht aber nach der richtigen Position für die Zukunft.

So streicht Netflix also 1.000 Stellen, was rund 6 % der Begelschaft entspricht. Laut den beiden Geschäftsführern Ted Sarandos und Greg Peters muss sich der Streaming-Dienst damit einem zunehmend dynamischeren Marktumfeld anpassen. Ein wenig paradox ist, dass die Manager dennoch betonen, dass die Plattform stetig wächst. Denn Netflix konnte beispielsweise im 2. Quartal 2026 seine Einnahmen um rund 13 % im Jahresvergleich steigern. Die Gewinne wuchsen sogar um etwa 33 %.

Netflix fällt es schwer, die Kunden zu begeistern

Doch das Problem ist ein anderes. Die Haushalte abonnieren zwar Netflix, doch ihr Konsum an Inhalten stagniert. Netflix ist jedoch darauf angewiesen, dass die Abonnenten den Dienst auch aktiv nutzen – schließlich will man im günstigsten Tarif auch Werbung ausspielen. Doch vor einiger Zeit haben etwa Untersuchungen gezeigt, dass die meisten Zuschauer Serien bei Netflix bereits nach einer Staffel direkt wieder abbrechen.

Obendrein konnte Netflix in den letzten Jahren mit seinen neuen Serien nicht wirklich an seine bisherigen Dauerbrenner-Hits wie z. B. „Stranger Things“, „Squid Game“ oder „Wednesday“ anknüpfen. Am Ende läuft das Wachstum also eben doch nicht ganz so wie erhofft, was auch Sarandos und Peters zugeben müssen.

Aktienkurs bricht ein

Netflix hat innerhalb der letzten 12 Monate mehr als 40 % von seinem Aktienwert eingebüßt. Eine peinliche Angelegenheit war unter anderem auch der Übernahmeversuch, bei dem der Streaming-Dienst sich Warner Bros. einverleiben wollte. So machte man seinen Abonnenten sigar schon durch eine voreilige E-Mail den Mund wässrig, in der man auf bald kommende Inhalte von Warner Bros., HBO und DC aufmerksam machte. Doch der Deal platzte und Paramount Skydance erhielt den Zuschlag.

Sein Heil sucht Netflix mittlerweile auch zunehmend in Live-Übertragungen. So hat beispielsweise auch die Gaming-Initiative des Streaming-Dienstes bisher wenig Früchte getragen. Die Zeit muss zeigen, ob Netflix sich als Marktführer behaupten kann oder die Börse bzw. die Kundschaft am Ende in einem anderen Streaming-Dienst mehr Potenzial sieht.

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QuelleDeadline
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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