Paramount schluckt Warner Bros.: Gerät der Deal doch noch ins Wanken?

Paramount Skydance will Warner Bros. Discovery schlucken. Doch jetzt soll eine Klage dem Deal in die Parade fahren.

Es ist ohnehin ein Übernahmekrimi gewesen: Erst hatte Warner Bros. Discovery bereits eine Vereinbarung mit Netflix getroffen. Letztere informierten sogar schon ihre Abonnenten darüber, dass die Inhalte des Hollywoodstudios, inklusive der HBO-Serien, bei Netflix aufschlagen würden. Doch dann kam alles anders, und Paramount Skydance erhielt nach zunehmend aggressiveren Offerten den Zuschlag. Jetzt gibt es aber auch gegen diese Übereinkunft Widerstand.

Mehrere US-Bundesstaaten wollen klagen

Zuletzt haben bereits einige Proteste von Gewerkschaften für Unruhe gesorgt. Denn wie es bei großen Übernahmen so ist: Am Ende wollen die Beteiligten die massiven Investitionen wieder herausholen. Das führt immer auch zu Sparmaßnahmen und Zusammenlegungen – ergo dem Verlust von Arbeitsplätzen. Mehrere US-Bundesstaaten bereiten laut US-Medienberichten allerdings ebenfalls schon Klagen gegen den Deal vor.

Demnach sollen unter anderem Kalifornien und New York wohl zu den Klägern zählen; Einzelheiten stehen aber noch aus. Auch ist offen, ob die geplante Klage der Übernahme von Warner Bros. Discovery wirklich gefährlich werden kann oder wirkungslos verpufft. Mindestens könnte sie die Finalisierung jedoch merklich verzögern. Und Paramount Skydance hat sich etwa verpflichtet, Aktionären eine zusätzliche Gebühr zu zahlen, wenn der Deal nicht bis Oktober 2026 in trockenen Tüchern ist.

Paramount Skydance bewirbt die Übernahme als gut für alle

Während die Menschen in Hollywood mit herben Einschnitten wie weniger Film- und Serienprojekten und Stellenstreichungen rechnen, bewerben Sprecher von Paramount Skydance die Übernahme als gut für die ganze Branche. Sie werde zu mehr Wettbewerb und Konkurrenzdruck auf z. B. Netflix führen. Davon sollen auch die Verbraucher am Ende profitieren.

Doch auch weltberühmte Schauspieler und Kinobetreiber sehen die Übernahme kritisch. In der Europäischen Union rechnet man im Übrigen bis 7. Juli 2026 mit einer Entscheidung zum Deal. Auch da wird es spannend sein, ob es Auflagen geben könnte oder Paramount Skydance alles durchgewunken bekommt.

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QuelleReuters
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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