Sony PlayStation 5: 4,5 Mio. Konsolen wanderten 2020 über die Ladentheke

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Die Sony PlayStation 5 ist zwar nicht schön, aber dafür selten
Die Sony PlayStation 5 ist zwar nicht schön, aber dafür selten

Sony hat 2020 rund 4,5 Mio. PlayStation 5 verkauft. Das liegt in etwa auf dem Niveau des PS4-Launches aus dem Jahr 2013.

Sony hatte vor der Veröffentlichung der PlayStation 5 angekündigt, dass man mehr Einheiten der Spielekonsole in den Handel bringen werde, als anno dazumal zum Launch der PS4. Letztere war 2013 direkt zum Start ausverkauft. Dieses Schicksal ereilte auch die PS5, welche bis heute nur über Scalper zu horrenden Preisen zu bekommen ist. Sony soll das nicht gerne sehen, denn es habe wohl den Spieleverkäufen geschadet.

Jedoch ist nun klar, dass Sony eben doch nicht deutlich mehr Chargen an den Handel senden konnte. Vielleicht war dies jedoch ursprünglich einmal geplant und wurde dann durch die Corona-Krise verhindert. Die Pandemie setzt aktuell die Lieferketten unter Spannung. Zum einen ist die Produktion erschwert, da die Sicherheitsmaßnahmen strenger sind, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Zum anderen ist die Nachfrage nach Chips, RAM und Co. erheblich gestiegen. Denn diese Komponenten werden in allerlei Geräten benötigt, die aufgrund der Corona-Krise mit intensiviertem Home-Office sowie Home-Schooling nachgefragt werden.

Gleichzeitig sank 2020 im Übrigen die Nachfrage nach der PlayStation 4 drastisch: Nur 1,4 Mio. Einheiten konnte Sony im vierten Quartal, von Oktober bis Dezember 2020, ausliefern. Im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht das einem Abfall um 77 %. Dennoch stellte die PlayStation-Sparte Rekorde auf und erzielte ihr bestes Quartal überhaupt. Die Einnahmen kletterten auf 8,4 Mrd. US-Dollar und der operative gewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 50 % an, auf 763,3 Mio. US-Dollar. Dafür sorgten erhöhte Spieleverkäufe, mehr PS-Plus-Abonnements und gesteigerte Margen bei der PS4-Hardware.

PlayStation 5: Für Sony aktuell ein Verlustgeschäft

Die PS5 ist für Sony hingegen aktuell noch ein Zuschussgeschäft. Die Konsole koste in der Herstellung mehr, als der Preis, für den sie verkauft werde. Das ist nichts Ungewöhnliches. Zum Launch verkaufen die Konsolenanbieter ihre Plattformen in der Regel mit Verlust, weil sie die Kosten mit Spielen bzw. Lizenzkosten wieder reinholen.

Ansonsten ist zu erwähnen, dass Sony sicherlich noch deutlich höhere Verkaufszahlen der PS5 erreicht hätte, wäre sie breiter verfügbar gewesen. Denn das Interesse der Gamer übersteigt bei Weitem die Nachfrage.

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