Sony will Herstellungskosten für Fernsehgeräte um bis zu 70 % drücken

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Die Bravia XR XJ95 sind Sonys neue LCD-Flaggschiffe.
Die Bravia XR XJ95 sind Sonys neue LCD-Flaggschiffe.

Sony ist in Sachen TVs zwar durchaus für Qualität, nicht aber für günstige Preise bekannt. Das will man offenbar ändern, denn mit der Hilfe von Robotern in der Fertigung will man die Herstellungskosten von Fernsehgeräten um bis zu 70 % senken.

Laut Kimio Maki, der die Consumer-Sparten von Sony auf Vordermann bringen soll, wolle man verstärkt Roboter in der Fertigung einsetzen und so die Kosten senken. Das werde sich dann auch in den Verkaufspreisen widerspiegeln. Betroffen sollen davon neben Fernsehgeräten auch Smartphones und Kameras sein. So liefert Sony etwa Jahr für Jahr attraktive TVs der Oberklasse, preislich liegen die hauseigenen Fernseher aber in der Regel bei vergleichbaren Spezifikationen über Konkurrenzprodukten von etwa LG und Samsung.

Laut Maki sei die Automatisierung allein natürlich noch kein Weg in die Zukunft, man müsse auch die Abteilungen enger vernetzen und die Digitalisierung vorantreiben. In Malaysia etwa wolle man durch die kommenden Maßnahmen die Herstellungskosten um rund 70 % senken. Das wolle man für das Jahr 2023 erreichen – vergleicht da allerdings mit den Herstellungskosten aus dem Jahr 2018. Inwiefern durch die zunehmende Automatisierung dann Arbeitsplätze gestrichen werden, ließ Sony noch offen.

Der Sony Bravia XR X85J ist bald verfügbar.
Der Sony Bravia XR X85J ist im Handel verfügbar.

Vorteile seien laut Maki auch darin zu sehen, dass man das Potenzial habe durch fortgeschrittene Techniken auch die Fehlerquoten zu senken und die Ausbeute zu verbessern. Auch das senke für Sony die Kosten und man habe die Chance Preisvorteile an die Kunden weiterzugeben. So muss Sonys TV-Sparte seit Jahren Verluste hinnehmen. Man möchte den Fokus auf weniger aber hochwertigere Produkte verlagern.

Sony will auch durch Produkte für Geschäftskunden ein Wachstum erreichen

Sony will aber nicht nur seine Bestrebungen im Markt für Privatkunden ausbauen. Mit seinen Crystal LED, womit bei Sony die Micro LED gemeint sind, will man ebenfalls abräumen. Auch in Sachen Infotainment-Systeme für Fahrzeuge will man verstärkt vertreten sein. Das sei aber ein langfristiges Projekt. Am erfolgreichsten ist für Sony dabei aktuell die PlayStation-Sparte, welche das Unternehmen schon oft über Wasser gehalten hat. In vielen anderen Bereichen kriselt es hingegen, denn weder TVs noch Smartphones von Sony sind aktuell große Erfolge.

QUELLEFinancial Times
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

4 KOMMENTARE

  1. „In vielen anderen Bereichen kriselt es hingegen, denn weder TVs noch Smartphones von Sony sind aktuell große Erfolge.“

    Auch die AVRs sind in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.

    • Sony hat sich durch viele schlechte Entscheidungen der letzten 10 Jahre selbst das Wasser abgegraben.
      Wenn man mit Premium wirbt, dann muss auch Premium dabei herauskommen. Allein schon der Supoort egal in welchem Bereich ist nur noch Hohn und Spott.

      Wer sich ein Oberklassegerät kauft, ist meist auch bereit etwas mehr Geld auszugeben aber dann muss das ganze sowohl Hardware als auch Software 1a funktionieren. Da kann man nicht kommen und drei mal im Jahr ein paar Fehlerupdates rausbringen die nichtmal eine handvoll Bugs beseitigen. Desweiteren müssen Features mit denen geworben wird auch zeitnah erscheinen (zB bei Tvs VRR, sowie bisher nur Fake 4K@120Hz, der relativ hohe Standby bei bestehender Netzwerkverbindung ist auch so eine Sache die sich schon seit über einem halben Jahrzehnt zieht.
      Vorallem muss man auch etwas bieten was die Konkurrenz nicht hat, und nicht nur den anderen hinterherrennen.
      Ohne die Einnahmen durch die PS5….

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