Die Xbox-Sparte befindet sich aktuell im vollen Krisenmodus. So ist man weiteren Studioschließungen und Entlassungen zu rechnen.
Die Chefetage der Xbox-Sparte, Asha Sharma und Matt Booty, hat ein Memo veröffentlicht, das in dieser Form international an die Xbox-Mitarbeiter gegangen ist. Teilweise spricht man dabei offene Worte, allerdings ist auch viel diffuser Business-Talk enthalten. Klar erwähnen die Manager, dass es nicht so weitergehen könne wie bisher. Bei sinkenden Einnahmen habe man Milliarden investiert und müsse jetzt auf Wachstumskurs kommen.
Xbox: Keine klare Strategie
Aktuell ist sicher das Problem der Marke Xbox, dass kaum eine klare Strategie ersichtlich ist. Etwa erhöhte man im Herbst 2025 die Preise der Spiele-Flatrate Game Pass massiv, nur um diese Erhöhung im April 2026 zumindest teilweise wieder rückgängig zu machen. Oder man erteilte zukünftigen Exklusivtiteln für die hauseigenen Konsolen eine Absage, nur um sie jetzt doch wieder zurückzubringen.

Und auch der Erfolg der Next-Gen-Konsole Project Helix, die zu einem Premium-Preis erscheinen soll und fast eher an klassische Gaming-PCs erinnert, ist fraglich. Die nüchterne Bilanz der derzeitigen Chefs der Gaming-Sparte bei Microsoft, Asha Sharma und Matt Booty: Die Gewinnmargen sinken, die jährlichen Einnahmen sind zuletzt um eine halbe Milliarde US-Dollar abgesackt. Parallel hat man innerhalb der letzten fünf Jahre über 20 Mrd. US-Dollar, die Übernahme von Activision Blizzard nicht eingerechnet, ausgegeben. So könne es nicht weitergehen.
Speicherkrise macht Team Xbox zu schaffen
Zudem macht die Speicherkrise Microsoft besonders zu schaffen, was auch die Pläne für die nächste Konsole natürlich beeinflusst bzw. deren Preisgestaltung. So müsse man sein eigenes Geschäftsmodell hinterfragen. Zwischen den Zeilen deutet sich vage an, dass Microsoft Project Helix vielleicht nur als Referenzdesign vorstellen könnte. Eventuell übernehmen dann Partner Herstellung und Vertrieb der Konsole.
Auch gibt Team Xbox zu, dass man sich zwar allerlei Studios und Marken zusammengerafft habe, jedoch ohne diese ausreichend zu nutzen. Hier werde man in Zukunft den richtigen Fokus setzen müssen. Da ist anzunehmen, dass nicht lukrative Studios geschlossen oder im Zweifelsfall Teams verkleinert werden.
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