EU gibt Daumen nach oben: Paramount Skydance greift nach Warner Bros. Discovery

Der Übernahme-Krimi um Warner Bros. Discovery setzt sich fort. Immerhin hat Paramount Skydance jetzt jedoch grünes Licht von der EU-Kommission erhalten.

Kürzlich hatten wir es ja aufgegriffen: Erst einmal wird die Übernahme von Warner Bros. Discovery in den USA deutlich ausgebremst. Zumindest kann sich Paramount Skydance jedoch in der Europäischen Union (EU) den Schweiß von der Stirn wischen. Denn die EU-Kommission hat den Deal jetzt durchgewunken. Allerdings hat man einige Auflagen beschlossen.

Paramount Skydance bekommt grünes Licht – mit diesen Einschränkungen

So erklärt die EU-Kommission, dass es auch nach der Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance immer noch ausreichend Konkurrenz im Markt für Filmproduktionen geben werde. Allerdings konnte man das nicht beim Vertrieb behaupten. Deswegen soll Paramount Skyance in Europa seine bisherigen Anteile am Filmvertriebsunternehmen United International Pictures (UIP) abtreten. Dies ist ein Joint-Venture von Paramount Skydance und Universal Pictures, das Filme an die Kinobetreiber reicht, also im B2B-Bereich aktiv ist.

Paramount will immer noch unbedingt Warner Bros. Discovery schlucken.
Paramount will immer noch unbedingt Warner Bros. Discovery schlucken.

Nach der Übernahme von Warner Bros. Discovery hätte Paramount Skydance zu viel Marktmacht, würde das Gemeinschaftsunternehmen von Paramount und Universal in der aktuellen Form weiter bestehen bleiben. Deswegen muss die Kooperation aufgelöst werden. Zudem muss sich Paramount Skydance verpflichten, innerhalb der nächsten Dekade keine ähnliche Partnerschaft mit Universal im europäischen Wirtschaftsraum einzugehen.

Probleme in den USA

In Hollywood stemmen sich derweil immer noch zahlreiche namhafte Kreative gegen die Übernahme. Zudem haben dort zwölf US-Bundesstaaten Klage gegen die Übernahme eingereicht, weswegen sie erst einmal temporär eingefroren werden musste. Die Befürchtung: Der Deal der beiden Hollywoodstudios werde zu Entlassungswellen, weniger Film- und Serienproduktionen, höheren Preisen für das Publikum und Qualitätseinbußen führen. Am Ende müssen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery also weiterhin um den Deal bangen.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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