LG Display will die Preise von OLED-TVs drücken

OLED-TVs könnten in naher Zukunft günstiger werden. Denn LG Display will die Herstellungskosten mit einem Kniff senken.

So nutzen aktuelle WOLED-Panels des Zulieferers entweder drei oder vier Schichten. Bei Mittelklasse-TVs wie den LG OLED C6 sind es drei Layer, während Flaggschiffe wie die LG OLED G6 auf ein 4-Stack-Design für ihre RGB-Tandem-Panels setzen. Als Vergleich: Samsung Display setzt für die QD-OLED-Panels sogar fünf Schichten ein. LG Display will aber einen Weg gefunden haben, um ohne große Qualitätsverluste zu einem Aufbau mit nur zwei Schichten überzugehen.

LG Display macht für neue OLED-Panels aus drei nunmehr zwei

Zuletzt konnte man da ja schon mit seinen OLED-SE-Panels die Preise drücken – jene verzichten auf eine Polarisationsschicht. Das hat allerdings auch Nachteile, etwa bezüglich der Anfälligkeit für Reflexionen. Für neuere Panels möchte LG Display nun die Anzahl der Layer von drei auf zwei herunterfahren. Dies galt lange als technisch schwieriges Unterfangen. Der Zulieferer will da nun einen Durchbruch durch neue Materialien und technische Optimierungen erzielt haben.

LG reduziert vor allem die großen 83 Zoll-Modelle wie hier den LG G6 OLED Evo TV mit Hyper Radiant Color Tech!
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Gedacht sind die neuen Panels im 2-Stack-Design primär für die Einstiegs- und Mittelklasse. In der Oberklasse will man für die beste Bildqualität bei einem 4-Stack-Design für die RGB-Tandem-Panels verbleiben. Ein Vorteil der reduzierten Herangehensweise: Durch die Verwendung von nur zwei Schichten sinkt der Strombedarf und es kann eine niedrigere Spannung angelegt werden. Die Energieeffizienz steigt also.

LG Display stellt die Technik bereits vor

Sinkende Herstellungskosten, steigende Effizienz – und wie steht es um die Bildqualität? Die soll sich offenbar nicht verschlechtern. Bei der Blickwinkelstabilität könnte es sogar Vorteile geben. Die sinkenden Herstellungskosten wären primär ein Weg, um um unteren Preissegment LCD-TVs endlich Paroli zu bieten. Da muss man aber natürlich abwarten, wie groß die Einsparungen sind und ob die TV-Hersteller sie am Ende wirklich an die Endkunden weitergeben.

LG Display hat auch noch keinen Zeitplan genannt. Wann die neuen 2-Stack-OLED-Panels also tatsächlich an Partner gehen könnten bzw. in TV-Geräten werkeln, steht noch in den Sternen.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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