LG arbeitet am nächsten OLED-Sprung: Neue Displays sollen heller und langlebiger werden

LG bzw. konkreter gefasst dessen Tochter LG Display arbeitet an neuen OLED-Technologien. Mit fünf Schichten will man Helligkeit und Langlebigkeit steigern.

Neu sind solche 5-Stack-Panels grundlegend allerdings nicht: Samsung bzw. Samsung Display setzt sie bereits für seine QD-OLED-Panels ein. LG Display arbeitet aktuell aber noch mit einem 4-Stack-Aufbau für seine RGB-Tandem-Panels. Man hat sogar im Einstiegsbereich zuletzt auf zwei Schichten abgespeckt, um die Kosten zu senken. Mit einem neuen Penta-Tandem-Panel würde man nun wieder in die Oberklasse vordringen.

LG Display: Penta-Tandem zunächst noch nicht für Smart-TVs

Im ersten Schritt will LG Display seine 5-Stack-Displays aber offenbar nicht für Fernsehgeräte einsetzen, sondern für iMacs von Apple. Das käme uns bekannt vor: Auch die aktuellen RGB-Tandem-Panels mit vier Schichten kamen noch vor Fernsehgeräten in Apple-Produkten zum Einsatz – damals neuen Varianten des iPad Pro. Hier würde sich im Grunde also nur die Geschichte wiederholen.

Die Tandem OLED grenzt LG Display inzwischen von den Tandem WOLED ab.
Die Tandem OLED grenzt LG Display inzwischen von den Tandem WOLED ab.

LG Display will für die neuen OLED-Panels drei blaue Layer plus jeweils einen roten und einen grünen einsetzen. Allerdings ist noch unklar, ab wann Apple die neuen Displays adoptieren könnte und wann sie im nächsten Schritt eventuell in Fernsehgeräten landen. Durch die Erhöhung der blauen Schichten von zwei auf drei werden sie gleichmäßiger belastet und sowohl Helligkeit als auch Lebensdauer sollen sich erhöhen. Das spielt vor allem für Monitore eine Rolle, die sehr viele statische Bildelemente anzeigen müssen und daher ein höheres Burn-in-Risiko haben.

Penta-Tandem treibt die Kosten in die Höhe

Ein Nachteil der Penta-Tandem-Technologie: Die Herstellungskosten steigen. Denn es wird mehr organisches Material benötigt und auch der Beschichtungsprozess wird natürlich komplexer. LG Display hat sich zunächst darauf eingelassen, um Apple zufriedenzustellen. Aber die Erkenntnisse daraus wird man sicherlich auch weiteren Partnern später gerne zugutekommen lassen – inklusive des Mutterkonzerns.

Bis wir Penta-Tandem-Panels von LG Display zu Gesicht bekommen werden, dürfte es aber noch etwas dauern. Vor 2028 wird die Entwicklung passender OLED-Panels wohl nicht abgeschlossen sein. Die ersten Produkte sollen nicht vor 2029 auf den Markt kommen.

Transparenz: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn ihr auf diese klickt, werdet ihr direkt zum jeweiligen Anbieter weitergeleitet. Falls ihr einen Kauf tätigt, bekommen wir eine geringe Provision. Für euch bleibt der Preis unverändert. Vielen Dank für eure Unterstützung!

QuelleThe Elec
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
Beliebte Specials:
Beliebte Beiträge
Neueste Beiträge
Beliebte 4K Blu-rays
Mehr Beiträge
1 Kommentar
  1. Im iPad kommen keine WOLED-Panels zum Einsatz, sondern RGB-OLED Panels im 2-Stack-Verfahren nach dem FMM-Verfahren. Der Schichtenaufbau unterscheidet sich deutlich von den WOLED-Panels, die Farbfilter nutzen, um die Metallmasken zu umgehen und weißes Licht mischen und somit im Stack (dem Sandwich) unterschiedlich farbige Emitter besitzen (dadurch braucht man die Metallmaskierung beim Farbauftrag nicht), während beim iPad-OLED-Panel im Tandem gleichfarbige Schichten übereinander gestapelt werden. Hier ist die Maskierung wkieder notwendig, um auf einer horizontalen Ebene die Farben beim Aufdampfen voneinander zu trennen – bei WOLED sind die Farben auf horizontaler Ebene immer gleich. Tandem-Panels gab es bei den TVs also schon weit vor der Einführung im iPad. Der erste WOLED-TV nutzt schon einen Tandem-Stack. Da aktuell noch kein 24″ 220ppi-Monitor mit 600nits Vollbild machbar ist, hat Apple bei LGD angefragt ob für den OLED iMac in 2028 ein 5-Stack-WOLED-Panel mit 3x Blau im Stack möglich wäre um die Helligkeit zu erhöhen (der aktuelle 4-fach-Stack ist viel zu dunkel – zumal auch nur ohne Weißpixel die Auflösung machbar ist). Mit FLiPP ohne FMM stellt sich die Frage dann evtl. nicht mehr, dafür müsste aber LGD schon 2028 die Produktion aufnehmen.
    5-fach-Stack führt zu einer komplizierteren Ansteuerung resultierend in stärkerem Rauschverhalten/Dithering, erhöhter Bandinggefahr und komplizierteren Near-Black-Ansteuerung, als auch einen eingeschränkteren Blickwinkel. Erhöht nicht nur die Kosten als Nachteil. Ziel ist es also eher effizientere Emitter zu entwickeln um den Stack zu verringern und das ausgegebene Licht effizienter zu nutzen (MLA, UDC OLEDX, Polarizer-Alternativen etc.) um die Ansteuerung zu vereinfachen und die Kosten niedrig zu halten.

Schreib einen Kommentar und teile deine Meinung!

Bitte trage deinen Kommentar ein
Bitte trage deinen Namen hier ein

Die Kommentare werden moderiert. Wir bemühen uns um eine schnelle Freischaltung! Die Kommentarregeln findest du HIER!

Anzeige