DLA-NP5: JVCs neuer Projektoren-Einstieg mit nativem 4K, HDMI 2.1 und HDR10+

JVC kündigte im Rahmen der CES 2022 ihren neuen, nativen 4K Projektor DLA-NP5 an. Das Lampen-basierte Modell wartet mit neuen Features wie 4K@120Hz-Darstellung via HDMI 2.1 oder HDR10+ auf.


Nach der Ankündigung der neuen 4K/8K Laser-Projektoren DLA-NZ7, DLA-NZ8 und DLA-NZ9 Anfang September 2021 gab es Mutmaßungen, nachdem der DLA-N5 nachrückt und den neuen Einstieg ins 4K-Segment bilden soll. Dem ist aber wohl nicht so. Abverkaufsaktionen ermöglichten, dass der Vorgänger bereits viele Heimkinobesitzer glücklich gemacht und um Platz für den JVC DLA-NP5 zu machen. Der D-ILA-Projektor profitiert nämlich von den technischen Entwicklungen der letzten Monate und soll ab März in einer schwarzen (DLA-NP5B) und weißen Variante (DLA-NP5W) in den Handel gelangen. Die unverbindliche Preisempfehlung soll bei 6.999 Euro liegen.

DLA-NP5 verarbeitet 4K@120Hz via HDMI 2.1

Der DLA-NP5 setzt auf native 4K Projektion dank D-ILA-Technologie
Der DLA-NP5 setzt auf native 4K Projektion dank D-ILA-Technologie

Der 0,69 D-ILA Chip erlaubt eine native Verarbeitung von 4K-Videosignalen, von der Quelle über den Chipsatz bis auf die Leinwand. Das System löst sogar im Kinostandard auf und bietet so 4.096 x 2.160 Bildpunkte. Optimierungen bei den Prozessoren, dedizieren Treiberbausteinen und dem LSI-Treiber erlauben zudem die Bildwiedergabe mit 120fps und das bei voller Ultra HD-Auflösung. Zwei entsprechende HDMI 2.1-Schnittstellen mit 48 Gbit/s Bandbreite, HDCP 2.3 sowie Low Latency Modus stehen bereit, um Gamer-Herzen höherschlagen zu lassen. Die Lichtleistung konnte durch die Verbesserung der Reflexionseffizienz im Vergleich zum Vorgänger auf 1.900 Lumen angehoben werden. Das Kontrastverhältnis bleibt dabei gleich, bei immer noch hervorragenden 40.000:1 (dynamische 400.000:1).

HLG, HDR10 und dynamisches HDR10+

Frame Adapt HDR von JVC ist ein Gamechanger bei der Heimkinoprojektion von HDR-Inhalten
Frame Adapt HDR von JVC ist ein Gamechanger bei der Heimkinoprojektion von HDR-Inhalten

Eine weitere Neuerung bringt der DLA-NP5 im Bereich HDR mit sich. Wie auch die großen Brüder mit Laser-Lichtquelle kann das System neben HLG und HDR10 nun auch das dynamische HDR10+ verarbeiten. Da die Auswahl an Bildinhalten mit HDR10+ derzeit immer noch recht übersichtlich ist, profitieren die Zuschauer womöglich weitaus mehr von den Funktionen „Auto Tone Mapping“ (automatische Anpassung von HDR-Inhalten) und den „Theater Optimizer“ (optimiert HDR-Darstellung in Abhängigkeit der Installationsumgebung – Leinwandgröße, Gain etc. inkl.. eigenem Tone Mapping).

Ansonsten übernimmt der DLA-NP5 so gut wie alle in den letzten Jahren eingeführten Hardware- und Softwareverbesserungen, darunter das Ganzglas-Objektiv mit 17 Elementen, die verbesserte Clear Motion Drive-Wiedergabe (Upscaling) für maximal 4K@60p-Signale mit 4:4:4 Chroma, Vermeidung von Geisterbildern und Schlieren dank Motion Enhance, 10 abspeicherbare Installationsmodi inkl. Objektivsteuerung, Pixelanpassung etc., ein 6-Achsen-Farbmanagement-System und ein ISF C3-Modus für die professionelle Kalibrierung.

Lampe mit 4.500 Stunden Lebensdauer

Mit einer Lebensdauer der Lampe mit rund 4.500 Stunden im normalen Lichtmodus kann man sich auch sicher sein, dass man lange Freude an diesem Projektor hat, bevor man eine Serviceleistung in Anspruch nehmen muss. Da schmerzt auch nicht zu sehr, mal eine Runde auf dem JVC DLA-NP5 4K-Projektor zu zocken, oder das Geisterspiel aus der Fußball-Bundesliga zu verfolgen.

Für einen Anschaffungspreis von 6.999 Euro (UVP) und den neuen Features ist der Einstieg oder ein Upgrade im Heimkino ganz schön erstrebenswert geworden. Mal sehen, wie gut das neue Modell verfügbar sein wird, da auch im Projektoren-Segment die Knappheit von Chipsätzen zugeschlagen hat.

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse

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14 Kommentare
  1. Dass Sony wegen angeblich kurzer Haltbarkeit nicht in Frage kommen ist ja der grösste Schwachsinn. Hatte den 270 er nun den 290 er beides Top-Modelle. Den JVC werde ich mir mal genauer anschauen

  2. Die Projektion dreht sich leider doch seit Jahren sehr im Kreis (habe TV im Wohnzimmer und dediziertes Heimkino mit Projektor):
    Es werden hier für angepasste Signalverarbeitung und 100 Lumen mehr Helligkeit -> 1000€ auf die UVP des N5 gepackt! „Einstieg“ mit 7000€, Wahnsinn!
    Die Kontrastwerte/Schwarzwerte die für Bildplastizität und Tiefe wichtig sind, sinken bei den Herstellern (vergleiche JVCx7900 vs N5; Epson TW9400 vs LS11000 usw.)
    Statt das natives 4K erschwinglich wird, gibt es eine große Kluft zwischen günstigen DLP mit Shift, Mittelklasse LCD mit Shift und eben jenen, echten 4K(günstigste sind Sony).
    Letztere Sony können aufgrund lediglich kurzer Haltbarkeit eigentlich nicht empfohlen werden.

  3. Alles was sich unter 100 Zoll befindet, kann schon prinzipiell einen Beamer im Heimkino nicht ersetzen. Darüber hinaus….für den Preis was so ein 97 Zoll OLED kosten wird, kannst du dir auch einen guten Beamer kaufen plus einer großen Leinwand, dann ist man locker bei 150 Zoll, wenn man den Platz hat.

  4. Bin auf den Beamer Killer (so wird er im HiFi Forum inzwischen genannt) gespannt, der 97er OLED von LG wird den Markt ganz schön aufmischen.

      • Ich war 15 Jahre Beamer-Besitzer, weil man nur so ein wirklich großes Bild bekam. Inzwischen bin ich aber bei OLED gelandet. Ordentliche Bild-Diagonale und ein Bild, an das ein Beamer nicht heranreicht – und das sogar am Tage. Zwar habe ich momentan nicht den Platz für ein dediziertes Heimkino aber wenn, dann würde ich auch dort zum OLED greifen, auch wenn das den Nachteil der Lautsprecher-Platzierung hat.

        • Na wenn 77 Zoll für dich eine ordentliche Bilddiagonale sind, ist es doch okay.
          Und das Oled besseres Schwarz und Bild liefert ist auch klar. Sind ja auch zwei völlig verschiedene Techniken……

      • Ein 97er ist jetzt auch nicht sooo weit von der 3m Leinwand entfernt, dazu kommt die massiv bessere Bildqualität.

        Also ja: ich sehe das tatsächlich bei einigen passieren mit dem „herausreißen“, ist absolut nicht unvorstellbar…

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