„Luca“: Pixar-Film nur als Blu-ray aber digital bei Apple iTunes und Amazon in 4K / UHD

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"Luca" erscheint in Deutschland nur als Blu-ray.

Pixars jüngster Film „Luca“ gab exklusiv bei Disneys Streaming-Angebot Disney+ seinen Einstand. Mittlerweile gibt es aber auch andere Zugriffsmöglichkeiten.

Disney geht dabei bedauerlicherweise den gleichen Weg wie schon bei „Soul“ und anderen Animationsfilmen von Pixar: Während beispielsweise und auch Großbritannien auch eine Ultra HD Blu-ray verfügbar ist bzw. bald sein wird, erscheint „Luca“ in Deutschland nur auf DVD und Blu-ray. Wer also die 4K-Fassung betrachten möchte, muss entweder Disney+ abonnieren, wo der Film zudem im Gegensatz zur UHD Blu-ray auch Dolby Vision bietet, oder aber auf andere Anbieter blicken.

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So ist es mittlerweile möglich, „Luca“ für 13,99 Euro im digitalen Shop von Amazon zu ergattern. Dieser Preis gilt auch bei Apple iTunes, wo es den Film ebenfalls in UHD und wie bei Disney+ mit Dolby Atmos und Dolby Vision gibt. Da ist es doch sehr schade, dass eine Disc-Fassung für Sammler in bester 4K-Qualität auf dem hiesigen Markt fehlt. Natürlich können Sammler zu einem Import greifen, müssen dann aber auf die deutsche Synchronisation verzichten.

„Luca“ von Pixar erzählt die Geschichte von zwei kleinen Jungs, die als Seeungeheuer unter dem Meer leben. Doch sie zieht es in eine kleine Stadt, wo sie, getarnt als Menschen, von nichts sehnlicher träumen, als von einer Vespa. Damit möchten sie gemeinsam die Welt erkunden.

Pixars Filme pushen Disney+

Genau wie schon „Soul“, so startete auch „Luca“ zunächst exklusiv bei Disney+, wird nun aber auch auf anderen Plattformen und als physisches Medium zugänglich gemacht. Schade jedoch, dass Disney offenbar keinen Sinn in einer dt. UHD-Fassung auf Disc sieht. Wir wünschen uns im Übrigen auch, dass man bald Filme wie „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ auf UHD Blu-ray veröffentlicht. Der Film liegt beispielsweise bei Disney+ bereits in 4K mit Dolby Vision vor.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

37 KOMMENTARE

  1. Der Weg, der da eingeschlagen wird, ist schon krass. Eine physische UHD- oder 3D-Version hätte ich gerne gekauft. So werde ich aber nicht kaufen. Die Bluray können sie gerne behalten. Als digitale Version werde ich den höchstens mal im Angebot bei iTunes kaufen.

    Was ich nicht verstehe, wieso diese Firmen so kurzsichtig sind. Blockbuster lebten davon, dass Filmfans durch Mundpropaganda diese Filme „hypten“. Das fängt an, dass man sich den Film nur im Kino ansehen konnte. Für die Masse ist Kino zu teuer, aber die Masse bekommt schon mal durch Erzählungen einen ersten Kontakt mit diesem Film. Paar Monate später gab es ein Release auf physischem Medium und schon war die Schwelle noch etwas runtergesetzt, um den Film zu sehen und die „Erzählungen“ wurden mehr. Spätestens in der Flatrate hat man dann die Masse abgeholt … Wie will Disney zukünftig Filme hypen, wenn die wichtigsten „Hype“-Stufen fehlen? Die Zuschauerzahlen werden nicht annähernd so hoch sein, wie bei einer vollständigen Verwertungskette. Sie werden auch nicht annähernd so viel Merch verkaufen können, wie bei einem vollständig aufgebautem Hype. … Die Hardware-Hersteller sollten den Filmstudios auch mal auf die Finger hauen, zB durch Entzug von Produktplatzierungen. Wieso sollte man als „Filmfan“ zB Geld für 3D-Audio ausgeben, wenn der einzige Markt dafür nur im englischsprachigen Raum vorhanden ist? Wozu sollte man sich teure Fernseher kaufen, wenn das Bild durch Farbtreppen, mangels vorhandener Datenrate, genauso scheiße aussieht wie auf einem 0815-Fernseher? … und wenn die Qualität ausbleibt, wird halt auch weniger Geld ausgegeben, sowohl bei Hardware als auch beim Content. Bei der Musik gibt es neben der Flatrate noch sowas wie Konzerte, so als qualitativ-hochwertigere Alternative. Beim Film wird diese Alternative gerade wegkastriert und es wird wesentlich schwerer, das wieder zu etablieren, wenn es mal weg ist.

    Ich kann diese Kurzsichtigkeit nicht verstehen.

    • edit:

      Witzig finde ich, dass Disney glaubt, der Hype bei Luca wäre so groß, dass man eine Bluray mit Sammelkarten für 10€ mehr verkaufen könnte. DAS klappt nicht. Ich fand Luca sehr gut, aber die Veröffentlichungspolitik von Disney geht mir so sehr gegen den Strich, dass ich da nicht gewillt bin viel mehr Geld zu investieren. Bei einer UHD oder 3D-Bluray mit vernünftigem 3D-Sound hätte ich wahrscheinlich auch die ollen Sammelkarten mitgeschluckt.

  2. Falls den Film jemand noch nicht gesehen hat, der ist richtig gut. Meiner Meinung nach einer der besten Pixarfilme der letzten Jahre.

  3. Bei solchen „Kinderfilmen“ finde ich es persönlich nicht mal sonderlich tragisch.
    Denen würde theoretisch auch VHS reichen. Eigentlich könnten die sich für solche Filme einen physischen Release wohl ganz schenken und die gesparte Kohle dann lieber in die physischen Releases anderer Filme stecken.

    • Pixars Filme einfach als „Kinderfilme“ abzutun, finde ich etwas gewagt – das sind Filme für alle Altersklassen, also auch Kinder – aber keine reinen Kinderfilme – bis auf die „Cars“-Reihe vielleicht.

      Ich selbst hab mir „Luca“ tatsächlich nochmal als UHD aus UK bestellt, weil ich den Film bei Disney+ klasse fand und ihn gerne physisch haben möchte – ist aber auch noch so eine Sammlertradition, die ich da mitschleppe, da ich bisher alle Pixar-Filme auf Disc habe.

      • Pixarfilme habe ich ja nicht generell als Kinderfilme abgestempelt. Sind ja oft eben Familienfilme, die von vielen eben als „Kinderfilme“ bezeichnet werden. Deswegen auch die Anführungszeichen oben 😀

        Was Luca angeht würde ich ihn aber schon einer „jüngeren“ Zielgruppe zuweisen, als bspw. Raya.

  4. Den Kindern ist es doch egal in welcher Qualität sie ihn sehen. Nur die Erwachsenen die sich mit dem Zeugs auskennen, regen sich künstlich auf.
    Das ist wie mit 3D man regt sich auf, aber schlussendlich vermisst man es nach 5 Jahren auch nicht mehr.

    • 3D ist für viele Kunden das wichtigste Kaufargument bei einem in 3D produzierten Film.
      Bei jedem einzelnen ernsthaften Film (Trash Produktionen mal ausgenommen) den ich bis dato gesehen hab, ist die 3D Version die beste Version um den Film zu sehen.

      • So viele Kunden haben aber überhaupt kein >100k Heimkino, weswegen sie also so oder so nicht davon profitieren können. Also hält sich das „viele Kunden“ absolut in Grenzen.

        • Schon mit nem soliden Beamer für unter 2K und vernünftigen RF Brillen ist man den verschmierten passiven Klapperdingern aus öffentlichen Kinos weit überlegen.

          • Selbst einen 2000 Euro Beamer haben doch kaum Leute. Viele haben ja nicht mal einen 1000 Euro Fernsehr, weil die viel zu geizig sind. Und von dem Anteil an Beamern Besitzern wird die Mehrheit der Leute doch auch Billig-Geräte betreiben, die dann noch parallel auf die Raufasertapete projizieren. Von irgendwelchen Restlichtoptimierungen brauchen wir da sicherlich auch nicht reden. Das ist ja nur die Elite die sich über solche Sachen Gedanken macht.

            • Du musst dir doch einfach nur mal die Amazon Rezensionen bei Filmen die nicht in 3D auf Blu-Ray veröffentlicht werden durchlesen.
              Dann siehst du wie viele 3D Fans es noch immer gibt!

            • Das hast du bei 4K Scheiben doch auch. Ist unterm Strich halt alles eine relativ kleine Zahl. Sowohl bei 4K, als auch bei 3D.

        • Nope, bei 4K sind es 2 – 3 Nörgler, bei 3D mehrere Hundert 1 Sterne Bewertungen mit teilweise über 500 Nützlich Angaben.

          • Man ich guck ja auch gerne 3d, aber irgendwann ist ja mal gut….Filme welche in 3d erscheinen werden gekauft und ansonsten halt 4k Version, wenn sich diese lohnt. Sonst reicht halt auch die normale Blu Ray. Finde ich ja gut das du 3d Fan bist, aber wir haben doch gestern genug drüber gesprochen….in diesem Sinne, gute Nacht!

          • Also im Falle von Luca sehe ich zwei Leute die sich wegen einer fehlenden 4K Version beschweren, einen der sich wegen einer 3D Version beschwert und einer der sich beschwert, weil sich einer über eine 3D Version beschwert 😀

            Gucke ich mir Raya an sieht es da nicht viel anders aus. Einer beschwert sich über die fehlende 4K Version. Einer über die fehlende 3D Version. Und von 500 „Zustimmungen“ sind da beide deutlich entfernt.

            Da ist meine Rage Rezension wegen der verkackten Skywalker UHD Saga bezüglich fehlendem Atmos, keinem DV, verkacktem HDR, verkacktem Rauschfilter usw. deutlich stärker angenommen wurden 😀

            • Und Kitti muß wie ein kleines Kind, immer das letzte Wort haben und drauf hinweisen das 4k und Oled das Beste ist….oh man….

            • Star Wars Fans sind auch die Toxicness in Person.
              Sieht man alleine schon daran wie Rian Johnson’s Meisterwerk The Last Jedi von den sogenannten „Fans“ aufgenommen wurde.
              Nicht einmal ein Bruchteil hat den Film auch nur ansatzweise verstanden.
              Das sagt schon alles über diese toxische Fanbase aus.
              Atmos ist doch auf den Scheiben, Dolby Vision gibt’s nur für Fernseher, also im Heimkino uninteressant, und die Rauschfilter sind ein kleineres Übel als das versaute Colorgrading der 2011er BDs, das weit entfernt vom Look des Originals im Kino ist.
              Zusammenfassend nichts worüber man sich echauffieren müsste.
              Alles vollkommen übertrieben.
              Die 4K VÖ ist vollkommen in Ordnung.
              Schade nur, dass die originalen 2.0 Tonspuren nicht auf der Disc gelandet sind.

            • Die Star Wars Fans sind bis auf „The Fandom Menace“ eigentlich ganz gut drauf. Was Episode VIII angeht braucht man sich eigentlich nur Mark Hamills Aussagen und Verhaltensweisen angucken zu dem Film angucken. Einzig George Lucas kennt Luke wohl besser als er. Das sagt eigentlich alles. Und Gerade seine Reaktionen zu The Mandalorian haben ja ausführlich dargelegt welcher Luke für ihn der richtige Luke ist 😀 Aber hey.

              Was Atmos angeht fehlt der O-Ton. Der deutsche Ton wurde im Vergleich zum 2011er Release abgewertet. Dolby Vision interessiert zwar vielleicht dich nicht. Aber scheinbar deutlich mehr Leute, als ausbleibende 3D Veröffentlichungen. Das Color Grading selber ist tatsächlich wesentlich neutraler gehalten. Je nach Situation finde ich das Alte aber tatsächlich besser. An anderen Stellen dann das Neutralere. Die Rauschfilter selber sind definitiv ein großes Übel. Gerade als Beamer-Besitzer sollten dich Rauschfilter ja extrem stören, da sie dir ja Details wegbügeln und du davon quasi keinen Vorteil hast.

            • Du meinst Mark Hamills von toxischen Hatern aus dem Kontext gerissenen Formulierungen aus Interviews in denen er eigentlich so ziemlich das Gegenteil sagt?
              Er lobt Rian Johnson für seinen Film, und respektiert auch dessen Entscheidungen bezüglich seiner Figur.
              Aber das mal beiseite.
              Was man allerdings am Grading der 2011er Blu-ray schöner finden soll ist mir ein Rätsel.
              Das sieht aus wie in Elektronikmärkten die ausgestellten Fernseher, die so richtig knallig eingestellt werden.
              Gesichter haben stets Schweinchenfarbe, Schnee ist BLAU, und Details verschwinden zu Hauf im Schwarz.
              Der Sand auf Tatooine hat beinahe Geonosis-Farbe.
              Das sieht wirklich aus, als hätte sich ein Kleinkind an den Bild-Parametern ausgetobt.
              Die Rauschfilter fallen auf der 4,50m breiten Leinwand sogar weniger auf, als am kleinen 65 Zoll OLED im Wohnzimmer.
              Die OLED Technik offenbart ohnehin jeden noch so kleinen Fehler gnadenlos.

            • Irgendwie kommen mir die Aussagen zu dem guten Mark bekannt vor. Kann es sein, dass wir diese Unterhaltung bereits letztens geführt haben?

              Was seine Aussagen angeht ist da gar nichts aus dem Kontext gerissen. Die Interviews findet man alle auch komplett im WWW und selbst auf der Bonusdisk wird deutlich, dass er von Rian Johnsons Interpretation nicht einverstanden ist und auch absolut überrascht von seinem Auftreten war. Als Profi kann er da natürlich drüber hinwegsehen. Er wurde dennoch nie Müde zu sticheln, weswegen er ja auch zu einer öffentlichen Entschuldigung gedrängt wurde.

            • Mark wurde zu keiner Entschuldigung gedrängt, er hat nur gemerkt wie sehr seine Aussagen aus dem Kontext gerissen wurden um gegen einen Film Stimmung zu machen, den er überhaupt nicht so schlimm findet, wie durch die Schnippsel dargestellt.
              Er wurde überrascht von der Macht des Internets, das nichts vergisst, und einem die Worte im Mund verdrehen kann.

            • Die Aussagen von Mark Hamill hätten nicht eindeutiger sein können. Wie gesagt kann man sich die Sachen auch in Ruhe in aller Vollständigkeit angucken und muss sich nicht auf sogenannte „Hater Compilations“ zurückgreifen. Eindeutiger als die vollen Sachen geht es nicht. Und gerade da wird eben seine Enttäuschung von der Umsetzung von Luke in den Sequels deutlich. Eben weil es nun mal faktisch ein komplett anderer Luke ist.

              Für Mark Hamill ist das Internet übrigens kein Neuland. Der weiß genau wie er damit umzugehen hat und was für Konsequenzen Aussagen haben.

            • Ja, das stimmt schon.
              Er war enttäuscht, und auch nicht einverstanden.
              Er sieht Luke eher als den Mann voller Hoffnung, der nie aufgibt.
              ABER er hat seinen Frieden damit gemacht, und vor allem hat er NIE gesagt dass der Film deswegen schlecht sei.
              Die meisten seiner Aussagen über den „neuen“ Luke wurden getätigt BEVOR er den Film überhaupt gesehen hat.

              Zu der Sache mit dem Internet und Neuland ein kleines Zitat:

              “ The problem was, I wasn’t dealing with social media back then, where you say something and it goes around the world in 24 hours! If I were to answer your questions on paper, I’d think: ‘Oh, that sounds a little strong, or, I shouldn’t say this.’ But I have a tendency just to talk and talk and talk, and you can cherry-pick. You know, I’ll be reading something, and say, ‘What moron said this?’, and then realize, ‘Oh, it’s me.’ They can take selective comments you’ve made out of context and use it to support their argument: ‘See, Mark hated Star Wars!’ Did I?”

              Gerade wegen der Sache rund um The Last Jedi ist für Mark das Internet kein Neuland mehr.
              Und er wird garantiert nicht 2 Jahre nach TLJ bei einem Interview bezüglich einer TV Serie von Disney gezwungen Selbstreflektion zu betreiben.

              Man kann ja den Film schlecht finden, aber man muss deswegen sich nicht einreden, der Darsteller von Luke würde den Film oder Rian Johnson hassen.

            • „und vor allem hat er NIE gesagt dass der Film deswegen schlecht sei.“

              Natürlich würde er das als Profi niemals klar aussprechen. Da aber schon ein Schauspieler Widersprüche an seinem Charakter ausspricht, darf man sich halt nicht wundern, dass Hardcore Star Wars Fans, die jeden SW Content rauf und runter gucken das nocht stärker auffällt. Ist ja auch alles schön und gut, dass Luke sich eben zurückgezogen hat. Nur fehlt ja ganz einfach eine wirklich schlüssige Erklärung. Es schaut ja aber so aus, als würden die da jetzt langfristig drauf hinarbeiten. Nur hätte die Erklärung eben schon vorher kommen sollen.

              „Die meisten seiner Aussagen über den „neuen“ Luke wurden getätigt BEVOR er den Film überhaupt gesehen hat.“

              Er hat den Charakter gespielt und das Drehbuch lesen. Von daher braucht es da nicht viel Fantasie, dass er schon genau weiß wie sich sein Charakter „on-screen“ entwickelt.

              „Zu der Sache mit dem Internet und Neuland ein kleines Zitat:“
              Ja, die Aussage kenne ich. Ist aber ziemlich witzig, da er seit Jahren schon fleißig auf Twitter war.

              „Man kann ja den Film schlecht finden, aber man muss deswegen sich nicht einreden, der Darsteller von Luke würde den Film oder Rian Johnson hassen.“

              Habe ich hier auch nie so kummiziert. Nur sage ich ganz klar, dass selbst Mark Hamill eben mit einigen Sachen nicht zufrieden ist. Muss er deswegen den Film oder RJ hassen? Natürlich nicht. Aber für mich erübrigt sich eben in diesem Zusammenhang die Frage, ob Episode VIII ein Meisterwerk ist. Denn das kann er eben nicht sein, wenn der Film es schlicht und ergreifend nicht gebacken bekommt konkrete Antworten darauf zu geben und selbst der Schauspieler damit am hadern ist.

              Natürlich kann man sich auch alles schlechter reden als es ist. Genau so kann man sich aber auch alles schön reden. Ganz objektiv betrachtet hat der Film halt seine Stärken (insbesondere die Arbeit mit der Kamera), aber eben auch ganz klar seine Schwächen (wie er sich storytechnisch in die Sequels und den Kanon einfügt). Dass man da nicht die ganze Schuld auf RJ schieben kann sollte eben auch klar sein.

            • Bei Kunst gibt es keine Objektivität.
              Für mich subjektiv ein Meisterwerk, für dich eben nicht.
              Da sollte man auch nicht drüber streiten.
              Charaktere haben keinen vorbestimmten Weg, der eine findet eben den, der andere einen anderen Weg besser.
              Nur weil Mark es eben anders sieht, was diese Figur betrifft muss er nicht gleich den ganzen Film schlecht finden.
              Es gibt nur Widersprüche wo man sie sucht, der wohl größte Hardcore Star Wars Fan, Rian Johnson weiß sehr wohl was er tut.
              Ein düsterer Luke ist zudem kein Widerspruch.

              Wir sollten uns einfach alle an Mark ein Beispiel nehmen und unseren Frieden damit finden.
              TLJ ist ein kontroverser Film der spaltet, man kann ihn auch als Hardcore Fan grandios oder komplett beschissen finden.

              Ich fand dafür TFA komplett furchtbar: ein an Ideenlosigkeit nicht zu übertreffender Haufen Schrott, der wirklich nichts neues erzählt.
              Das einzige was diesen Haufen einigermaßen zusammenhält ist die Nostalgie, und wenn man damals nicht mit den alten Filmen aufgewachsen ist, dann bricht das alles in sich zusammen.
              Vielleicht trifft es mich deswegen auch nicht so derart persönlich wenn eine Heldenfigur wie Luke Skywalker zum gebrochenen Helden wird, der von seinen Emotionen geleitet, Dinge tut, die er normalerweise nie so tun würde.

              Sowohl Star Trek, als auch Star Wars brachten mit ihren neuen Filmen viel Schund, aber auch aus meiner Sicht den jeweils besten Film ihrer Reihe.
              Into Darkness und The Last Jedi.

            • „Bei Kunst gibt es keine Objektivität.“

              In gewisser Weise hast du da sicherlich recht. 100% objektiv ist man nie. Aber ich denke man kann sich objektiv darauf einigen, dass man eine Banane, die mit Panzertape an die Wand geklebt es eigentlich nicht verdient hat als „Kunst“ bezeichnet zu werden 😀

              „Es gibt nur Widersprüche wo man sie sucht, der wohl größte Hardcore Star Wars Fan, Rian Johnson weiß sehr wohl was er tut.“

              Das finde ich halt schwer zu sagen. Nachdem was ich eben gesehen habe hat er halt einfach sein Ding gemacht, ohne aber das drumherum zu bedenken. Er hat halt seine Geschichte erzählt. Für eine Trilogie war das aber wohl zu viel des Guten, da er ja eigentlich Episode VII hätte fortsetzen müssen und Episode IX vorbereiten sollen. Sofern die Rian Johnson Trilogie also noch steht bin ich da durchaus gespannt was er da zaubert.

              „Ein düsterer Luke ist zudem kein Widerspruch.“

              Dem stimme ich zu. Selbst im EU war Luke ja mal kurzzeitig böse. Trotzdem wirkt halt sein Verhalten absolut befremdlich, wenn man bedenkt wie wir ihn zum letzten Mal gesehen haben (The Mandalorian jetzt mal ausgeklammert). Er war IMHO auch nicht wirklich düster in Episode VIII, sondern einfach ein griesgrämiger Einsiedler.

              „Ich fand dafür TFA komplett furchtbar: ein an Ideenlosigkeit nicht zu übertreffender Haufen Schrott, der wirklich nichts neues erzählt.“

              Ja, Rückblickend ist das definitiv der Fall gewesen. Natürlich war er auch schon 2015 lediglich eine Neuinterpretation von Episode IV. Aber zumindest das Mysterium um Snoke, Reys Eltern und auch Finns „Machtpotenzial“ fand ich da spannend. Und das Mysterium um Luke will ich auch noch erwähnen. So war halt immerhin eine Vorlage für die folgenden Filme da auf der man hätte aufbauen können. Episode VIII hat da aber viele Sachen kurzen Prozess gemacht, anstatt es weiter auszubauen oder einfach komplett ignoriert. So standen sie dann bei Episode IX natürlich in gewisser Weise vor einem Scherbenhaufen im Hinblick auf die Story. Mit einer gelungenden Episode VIII und IX hätte man so die vorherigen Filme auch noch gleich aufwerten können. So wie es Rogue One bspw. getan hat. Aber vielleicht hätte man RJ eben die ganze Trilogie drehen lassen sollen. JJ war so oder so eine Fehlbesetzung, da man als „Prequel-Hasser“, der nicht mal Darth Plagueis kennt, natürlich nicht ernsthaft die Skywalker Saga beenden konnte. Ohne Prequels geht das ja eben nicht. Schade, dass Dave Filoni damals noch nicht so weit war, dass sie ihm den Regie-Posten zugetraut haben. Da hätten wir wohl richtig schickes Star Wars bekommen.

            • Rian Johnson wusste mit dieser Ideenlosigkeit eben nichts anzufangen, Mysterien sind ja schön und gut, aber Abrams hat die Fehler aus Lost nur wiederholt.
              Mystery funktioniert dann am besten, wenn man sich bereits vorher überlegt wie sie aufgelöst werden kann.
              Abrams hingegen hat keinen einzigen Gedanken daran verschwendet wo Rey herkommen könnte, oder wer Snoke sein soll.
              Er hat sich darauf verlassen, dass andere diese undankbare Aufgabe übernehmen müssen, und in gewisser Weise hat er das in Episode 9 wieder selbst abbekommen.
              In Episode 7 hat er einfach einen Haufen Fragen aufgeworfen ohne zu hinterfragen ob und wie diese sinnvoll beantwortet werden können.
              Wie soll Johnson mit diesen langweiligen Figuren etwas anfangen, wenn Abrams selbst nichts mit ihnen anzufangen weiß.
              Phasma darf 2 – 3 mal badass sein, wird dann kampflos überrumpelt, und darf dann für einen Nostalgie-Müllpressengag herhalten.
              Snoke ist der neue Böse, der einfach aus dem nichts da war, und außer böse zu sein keine Charaktereigenschaften hat.
              Rey kann alles, kennt in einer Galaxis in der die Jedi längst nurnoch für Mythen gehalten werden, sämtliche Tricks dieser ohne jegliches Training.
              Poe ist ein neuer Han Solo mit so ziemlich den gleichen Charakterzügen.
              Hux ist ein Möchtgern-Tarkin, der weder von Kylo noch von Snoke ernstgenommen wird.
              Finn ist ein Feigling der vor seinen Problemen wegläuft.
              Und trotz all des intensiven Marketings kein neuer schwarzer Jedi sein darf, stattdessen darf er als benebelter Verliebter einer Frau hinterherrennen, die ihn die ganze Zeit nur in die Friendzone schickt.
              Kylo Ren ist die einzige wirklich spannende neue Figur, auf die Johnson in TLJ dann den Fokus gelegt hat.
              Dass Han und Leias Figuren sich nicht nur NICHT weiterentwickeln, sondern sich sogar auf den Zeitpunkt vor Episode 4 ZURÜCKentwickeln, davon brauch ich gar nicht erst zu reden.
              Dieses Desaster kann kein Film der Welt nachträglich aufwerten.
              Dem Film fehlt alles, was der Anfang einer Trilogie haben sollte.

            • Du beschreibst da ziemlich treffend das, was ich an allen 3 Sequel Filmen nicht mag. Inkl. Hux Phasma usw. Mir hat es bspw. auch nicht gefallen, wie Hux in Ep. VIII von Poe lächerlich gemacht wurde. Das alles ist halt das Ergebnis von deb fehlenden Plan den es gab, weil Disney die Sachen von GL nicht gut genug waren. Hauptsache schnell die Filme rauskloppen.

            • Wenn ich etwas an Episode 8 kritisieren würde, dann auch solch provokante Aktionen, wie die Darstellung von Hux, anhand derer recht deutlich ersichtlich wird was Johnson von der Figur hält.
              Das selbe Spiel dann von Abrams in Episode 9, wenn er einfach alles rückgängig zu machen versucht, was in Episode 8 passiert ist.
              Für solche Egospielchen ist ein Franchise wie Star Wars der falsche Ort. 😀
              Zumindest kann ich für mich persönlich einen der drei Filme als gelungen betrachten, auch wenn die Filme als Trilogie nicht so recht zusammenpassen wollen.
              Vielleicht wäre es wirklich eine bessere Idee gewesen Johnson ein Spin-Off inszenieren zu lassen.

          • Selbst ein paar hundert, oder auch ein paar tausend ist doch immer noch viel viel zu wenig um hier etwas ansatzweise zu bewegen.

            Das müssten ganz ganz andere Zahlen her…

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