Marvel-Serien bei Disney+: Neue Roadmap soll Übersättigung der Fans verhindern

Disney+ hat bereits zahlreiche Marvel-Serien im Programm. In Zukunft will man den Nachschub aber nicht mehr so geballt auf die Abonnenten loslassen.

Der Ansatz erscheint uns richtig: Waren die ersten Marvel-Serien wie „WandaVision“ noch regelrechte Events für die Fans, so spricht nach unserem Eindruck etwa kaum noch jemand über ein Format wie „Moon Knight“. Mit „She-Hulk: Die Anwältin“ leistet sich Marvel gar eine Serie, die bei Fans komplett durchgefallen ist, wenn man so nach den Zuschauerbewertungen bei MetaCritic und Rotten Tomatoes geht. Selbst Marvel-Freunde sind mittlerweile eventuell etwas übersättigt.

Marvel-Chef Kevin Feige erklärt, dass man daher in Zukunft bedachter vorgehen wolle: Zwischen den einzelnen Serienstarts sollen größere Zeitabstände liegen. So wolle man gewährleisten, dass wirklich jedes Format seinen Spot im Rampenlicht erhalte. Ob das allerdings die einzige Maßnahme ist, die notwendig ist, liegt im Auge des Betrachters. Vielleicht sollte man auf etwas mehr Feinschliff bei den Drehbüchern achten?

Disney+ bietet ein geballtes Marvel-Angebot.
Disney+ bietet ein geballtes Marvel-Angebot.

Sicherlich gewinnt auch mancher Zuschauer den Eindruck, dass nach dem Abgang von Robert Downey Jr. alias Iron Man und Chris Evans, dem Darsteller von Captain America, etwas die Luft raus ist. Vielleicht ist es da ganz gut, neuen Figuren mehr Zeit zur Entfaltung zu geben und nicht ein wahres Bombardement an Inhalten fallen zu lassen.

Marvel schickt 2023 drei neue Filme ins Rennen

Zumal auch die Kinofilme immer sehr fix bei Disney+ ins Portfolio wandern – siehe „Black Panther: Wakanda Forever“. Und in diesem Jahr starten da ja noch „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ (Februar), „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ (Mai) sowie „The Marvels“ (Juli). Weiterhin für 2023 vorgesehen sind auch noch die Serien „Secret Invasion“, „X-Men ’97“ plus „Loki“ mit Season 2.

Auf 2024 könnten sich hingegen „Agatha: House Of Harkness“, „Echo“, „Ironheart“ und die zweite Staffel zu „What If…?“ verschieben. Ursprünglich wurden diese Serien für dieses Jahr angekündigt, wurden zuletzt von Disney aber nicht mehr hervorgehoben, was eher überrascht. Warten wir also einmal ab, wie man die Roadmap da konkret neu aufzieht.

André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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14 Kommentare
  1. Die Hintergründe sind aber in fast jeder Szene digital.
    Das sieht man.
    Gerade in der Chase-Scene ist das wirklich unterirdisch.
    Und ein Schloss aus Rheinland-Pfalz, das furchtbar dilettantisch in die CGI Landschaft in den Alpen gesetzt wurde macht es nicht besser.
    Die echten Locations sind nicht das Problem, sondern die stets eingesetzten Fake-Hintergründe.
    Die Alpen müssen natürlich so aussehen wie der Ami sich das vorstellt.

  2. Fanboy hin oder her die marvel filme haben nahezu alle ziemlich gute Qualität, das problem ist das die Ansprüche enorm hoch gesetzt sind inzwischen da man sehr gute Qualität von marvel gewohnt ist oder von anderen disney produktionen. Die marvel bzw disney serien sehe ich an sich nicht so eng, sie sollen unterhalten und Spaß machen und das wurde mir bei moon knight definitiv geboten. Das Problem heutzutage ist das kaum einer geld fürs Kino ausgeben möchte, bluray zu teuer sind und streaming bloß nicht teuerer werden darf aber die Qualität der filme und serien soll ständig enorm verbessert werden. Ich selbst habe ich eine Zeit lang über viele Kleinigkeiten in Filmen aufgeregt mir das aber abgewöhnt nach den kleinen nicht perfekten Dingen zu suchen und habe mir angewöhnt wieder Spaß an Filmen zu haben. Wir sind heutzutage so weit mit der Technik, mit den Effekten und allem. Wir sollten unser Hobby einfach mal wieder mehr genießen anstatt immer alles schlecht zu reden, es gibt nichts das perfekt ist und heute bekommen wir schon nahezu perfekte filme mit kleinen macken aber daran sollten wir uns nicht stören. Ich denke das Problem ist eher die Masse an Filmen die erscheint die richtig gut sind sodass gute Filme direkt als schlecht angesehen werden. Habt einfach Spaß an den Filmen und Serien denn genau dafür sind sie gemacht.

    • Das ist bei allem Respekt ein ziemliches Kleingerede.
      Effekte in Multimillionen-Dollar-Produktionen DÜRFEN nicht so miserabel aussehen.
      Das ist kein besonders hoher Anspruch, ein fertiges Produkt zu erwarten.
      Und das sind nicht nur Marvel-Projekte in den letzten Jahren faktisch belegbar nunmal nicht.
      Die VFX-Firmen sind total überarbeitet, Gelder werden gestrichen, Zeitpläne werden immer knapper.
      Als Resultat veröffentlicht man den Kram einfach unfertig.
      Kann man derzeit wieder im Kino bei Ant Man Teil 3 sehen, diese hässliche CGI Welt riecht förmlich nach Playstation 2.
      Das Ding hat wohlgemerkt 200 Millionen gekostet.

    • Die sind halt gut produziert und optisch meist sehr gut, rein kognitiv haben Marvel Filme aber kaum was zu bieten (bis auf wenige Ausnahmen). Immer Schema F. Ich guck die Filme noch ab und an, weil meine Frau gern mal einfache solche ultra leichte Unterhaltung schaut, aber selbst ihr wird es langsam zu langweilig.

      Vielleicht sollte man einfach das Konzept mal überdenken und statt high polished Schema F Masse, mal Filme mit Qualität produzieren, dann wird das auch wieder. Aber es schauen halt einfach genug Leute, also warum was ändern?

  3. Qualitätsprobleme habe ich hauptsächlich bei den Effekten von Loki gesehen.
    Aber es ist bestimmt eine gute Idee, die Menge etwas zu reduzieren. Auch bei Marvel gibt es ein gewisses Maß an Franchise Fatigue.

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