Netflix zahlt für „Seinfeld“ in 4K eine halbe Milliarde US-Dollar (Start: 1. Oktober 2021)

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Seinfeld wird auf Netflix erstmals in 4K Auflösung gezeigt || Bild: NBC
Seinfeld wird auf Netflix erstmals in 4K Auflösung gezeigt || Bild: NBC

Der Streamingdienst hat 500 Millionen US-Dollar für das  Sitcom-Schwergewicht „Seinfeld“ gezahlt. „Seinfeld“ startet weltweit am 1. Oktober 2021. 

Update: Alle Staffeln der Serie Seinfeld auf Netflix (startete am 1. Oktober) ist in 4K Auflösung mit HDR10 und Dolby Vision verfügbar! Parallel melden Medien Probleme mit dem 16:9 Crop des ehemaligen 4:3-Formats. So verschwindet z.B. das Schlagloch in der gleichnamigen Folge (8. Staffel „The Pothole“) durch die Anpassung des Bildverhältnisses. Man muss eben kleine Tode sterben, damit man die Serie im gewohnten Format auf Breitbildfernsehern genießen kann.

https://twitter.com/HighDefDiscNews/status/1444268960841490438

„Seinfeld“ kann mit gutem Recht als die „Mutter der Sitcom“ bezeichnet werden. Wenn auch die Serie, mit Jerry Seinfeld in der Hauptrolle, nicht die weltweit erfolgreichste ist (Das ist bekanntermaßen Friends), sorgt „Seinfeld“ doch mit seiner teils zeitlosen Comedy bereits seit 1989 für Lacher – und das weltweit. Gedreht wurden insgesamt 180 Episoden in 9 Staffeln, die erstmals von 1989 bis 1998 ausgestrahlt wurden. Danach konnte man sich die Fernsehlandschaft gar nicht mehr ohne die Serie vorstellen, zumindest nicht in den USA. In unzähligen Re-Runs kämpfen sich Jerry, George, Elaine (Tür in Jerrys Appartment wird aufgerissen) und Kramer durch das Leben in New York.

Seinfeld erstmals in 4K Qualität

Mit dem 500 Millionen $US-Deal hat sich Netflix ein richtiges Schwergewicht geangelt. Selbst wer die Serie in- und auswendig kennt, bekommt mit der Veröffentlichung auf Netflix doch etwas Neues geboten. Die Serie soll erstmals neben HD-Qualität (mobile Geräte) auch in 4K Auflösung auf kompatiblen TV-Geräten zur Verfügung stehen. Über eine HDR-Verarbeitung ist derzeit nichts bekannt. Wir gehen davon aus, dass der 4K-Stream in Standard Dynamic Range (SDR) vorliegt.

„The Show About Nothing“

Das Gute an Seinfeld war und ist, dass die einzelnen Episoden nicht groß aufeinander aufbauen und die Staffeln nicht mit einem großen Cliffhanger enden. Nicht umsonst wurde die Serie als „The Show About Nothing“, also „die Show über nichts“ bekannt. Die Inhalte sind perfekt um gut unterhalten zu werden, oder um sich berieseln zu lassen. Wer es ernst meint mit „Seinfeld“ kann, kann mit er Serie seinen kompletten Herbst ausschmücken. Mit 180 Episoden mit einer Laufzeit von je rund 22 Minuten, bekommt man nämlich 66 Stunden Unterhaltung geboten. Man könnte die Serie somit in 3 Tagen (mit kleinen Pausen) in einem Rutsch durchschauen – was wir aus gesundheitlichen Gründen definitiv nicht empfehlen =D.

Welche Oktober-Highlights Netflix neben „Seinfeld“ noch für uns bereithält, werden wir erst Ende September erfahren und natürlich mit euch teilen!

Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Eine gute Serie oder Film lässt sich durch nichts ersetzen. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse

24 KOMMENTARE

  1. Das einzige Problem, das ich damit habe, ist das neue Format. Warum wird da reingezoomt und oben und unten Bild weggeschnitten?

    Könnte mir noch andere Serien bei Netflix vorstellen, etwa Frasier. Da gibt es auch nur die DVD, die der Serie aber nicht würdig ist.

  2. Da wird wohl die nächste Preiserhöhung bei Netflix auch nicht mehr lange auf sich warten lassen, ürgenwie muß das geld wieder reinkommen.

    • Ich denke eher, dass die etwas vehementer gegen Account Sharing vorgehen. Im Prinzip hat Netflix sicher um die 450 Millionen „Abonnenten“, nur viele teilen sich eben die Accounts.

  3. Wer soll das heute noch gerne schauen wollen, viel Witz erschlossen sich aus der Reflexion der 90iger Jahre, da hat bei Netflix ein Fan Geld ins nichts geschossen, verstehe nicht warum man nicht erst mit 2 Staffel probiert? 500 Millionen hätte gut in neue Produktion gesteckt werden können

  4. Kann jeden verstehen, der die erste Staffel schaut und dann sagt „Nix für mich“ Wer der zweiten Staffel ne Chance gibt, wird durchaus belohnt mit sehr witzigen und cleveren Folgen. Ein Schaulaufen von diversen Stars to be ist auch mit drin und wer Friends, King of Wueens und Co. mag word in Seinfeld durchaus den einen oder anderen Ursprung von Gags und Bits entdecken. Und für jeden Curb your enthusiams Fan ist die Serie sowieso Pflicht.
    Wer mit Sitcom nichts anfangen kann wird auch hier nichts finden, das ihm gefällt und das ist ja auch ok so

  5. Mir hat sich noch nie erschlossen, wie man seine wertvolle und meist knappe Freizeit am TV mit dem Schauen von dümmlichen Ami-Sitcoms vergeuden kann. Entweder keine Hobbys, keine Freunde oder … oder … oder ?

    • Wenn du nicht über Scrubs, Parks and Recreation oder Friends lachen konntest, teile ich deinen feingeistigen Humor wohl nicht 😀 Naja, mit Seinfeld konnte ich auch nichts anfangen, Humor ist aber nun mal relativ und so ein herabwürdigender Kommentar zum Ziele der Selbsterhöhung lässt auf einen eher unsympathischen Charakter schließen

      • „Selbsterhöhung“, aha. Komisch nur dass in meinem Bekanntenkreis die gleiche Meinung zu solchem witzlosen US-Klamauk besteht.

        • Da scheint ihr ja eine lustige Runde zu sein, wenn ihr euch gegenseitig auf die Schulter klopft, wie bescheuert doch die anderen sind, die nicht euren feinsinnigen Humor teilen. Lachen und lachen lassen statt anderen soziale Kompetenz abzustreiten. Darüber hinaus ist Sitcom nicht gleich Sitcom, einige sind sehr flach, andere bauen ihre Charaktere durchaus vielschichtig aus (bspw. Rob Lowe in Parks and Recreation). Hier finde ich bspw. deutsche Comedy-Serien sehr viel einfallsloser, auch wenn ich diese ebenfalls teilweise mag.

          Naja, bist wahrscheinlich einer von denen, die mit ihrer „Meinung auch mal anecken“ 😀

    • Soviele Hobbies und Freunde freffen, werden abends/nachts besonders an Werktagen bei dir sicherlich auch nicht stattfinden.
      Dümmlich sind alle Sitcoms egal woher sie kommen, dass ist ja ein Kernelement dessen.

      Wenn man ja schon im Bett liegt und ne Sitcom es schafft einem vielleicht sogar ein schmunzeln auf die Lippen zu zaubern bevor man einschläft, würde ich das nicht als Zeitvergeudung ansehen.

  6. Die Serie mag gut sein aber der Preis ist meiner Meinung nach komplett übertrieben 250mio hätte ich schon als viel angesehen für die 180 Folgen.
    Jah die sind auf 4k hoch gearbeitet worden aber dennoch
    das kommt wieder uns zurück mit neuen Preiserhöhungen.

  7. Ich verstehe gar nicht warum diese serie so beliebt ist und hoch gelobt wird. Da waren einige folgen wohl Lustig, aber die meisten waren Méh, lau, Zimmertemperatur, genau wie Friends.

    • Ich glaube, genau das ist die Erfolgsformel. Das ist so lau, dass kann man sich nach einem stressigen Tag immer geben =) Man darf auch nicht vergessen, dass die Serie einige Jahre auf dem Buckel hat. Bei den heutigen Serien kommt es nicht ganz ohne großes Drama, Gast-Stars oder Produktplatzierungen aus. Ich kann mir auch vorstellen, dass viel Witz durch die Synchronisation verloren gegangen ist. Ich werde die Serie mal im Originalton ausprobieren.

      • Ich habe auch nie verstanden, warum man sich Friends anguckt. Bis ich es im O-Ton geguckt habe. Das war die Initialzündung zum O-Ton-Gucker, Timing, Intonation, Wortspiel, gerade Sitcoms sind auf Deutsch eine Strafe.

        • Ich werde sie auch in OT ansehen. Finde es immer sehr schade, dass bei der Synchro einfach so viel verloren geht. Man merkt förmlich, dass die Massenware Film/Serie auch im Bereich Synchro zur Massenware verkommen ist. So ein Bud Spencer & Terrence Hill Film braucht man sich bei den klasse Texten z.B. nicht im italienischen Original ansehen. Auch ein Ritter der Kokusnuss wurde klasse übersetzt, so dass man auch immer einen Lacher an den richtigen Stellen vorfindet. Aber ok… da könnte man ein ganz schön großes Fass aufmachen.

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